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DAS ENTEHRTE GESCHLECHT

8 August 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Das entehrte Geschlecht | Ein notwendiges Manifest
von Ralf Bönt

 

Die Krise der Männlichkeit
Ralf Bönt hat sich vorgenommen, die Rolle des modernen Mannes zu hinterfragen, zu untergraben, auseinanderzunehmen. Unser Bild vom Mann werden wir uns nach Lektüre dieses Buchs ganz neu zusammensetzen müssen. Bönts Buch ist ein längst überfälliges Plädoyer für echte Gleichberechtigung jenseits von Diffamierungen, Klischees und Schuldzuweisungen.

Der Feminismus hat als revolutionäre Bewegung unsere Gesellschaft verändert. Er forderte die Gleichberechtigung der Frauen und hat zweifelsohne viel erreicht. Aber jetzt ist er in der Sackgasse. Ohne einen Beitrag der Männer kann sein Ziel nicht erreicht werden.

Es ist daher höchste Zeit, dass Männer über sich nachdenken und ihre eigenen Ansprüche an eine antisexistische Gesellschaft formulieren. Wenn sie endlich reden und wir endlich zuhören, erfahren wir, dass Männer im Alter bedauern, zu wenig Zeit mit ihren Kindern verbracht zu haben. Sie haben sich zu stark über ihre Arbeitsleistung verstanden und zu wenig auf sich geachtet. Nun wollen sie sorgsamer mit sich selbst umgehen, fordern das Recht auf ein karrierefreies Leben, das Recht auf Krankheit, das Recht auf eine geehrte Sexualität jenseits von Diffamierung und Kapitalisierung. Männer sollen die Möglichkeit haben, das Leben zu wählen, das sie sich wünschen, statt sich in allen Kontexten aufs reine Funktionieren reduzieren zu lassen.

Mit einem untrüglichen Blick für Details und großem Respekt für die historische Leistung des Feminismus seziert Ralf Bönt die unbefriedigende Lage, in der sich Männer und Frauen momentan befinden. Kompromisslos verlangt er die Befreiung des Mannes aus seinem engen Selbstverständnis und immer gleichen Lebensentwurf.

Pressestimmen
»Man kann so was nicht fordern, aber man kann es doch vielleicht hoffen: dass mit Ralf Bönts Buch ein Gespräch beginnt, das genauso cool geführt wird, wie der Berliner Schriftsteller sein Buch geschrieben hat. Böse manchmal, ja, dann wieder sanft, aber immer ohne falsche Scham. Vielleicht schafft dieses Manifest es, allen Beteiligten, und es gibt ja keine Unbeteiligten im Gespräch über Männer und Frauen und was sie füreinander sind, die Zunge zu lösen.« (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 26.02.2012 )

»Was vielleicht am meisten beeindruckt an diesem Buch, ist sein Ton: Auch wenn er über Verletzungen und intensive Empfindungen schreibt, verfällt er nie ins Gejammer. Stattdessen zeichnet sich sein Stil gerade durch seine Ehrlichkeit, seine Direktheit und seine Konsequenz aus.« (ZEIT Online, 06.03.2012 )

»Ganz gewiss ein Zeitgeist-Buch, lesenswert, nachdenkenswert, diskussionswürdig.« (Alsfelder Allgemeine, 17.03.2012 )

Kurzvitades Autors
Ralf Bönt, 1963 in Lich geboren, wuchs in Bielefeld auf. Nach einer Handwerkerlehre studierte er Physik. Forschungsaufenthalte brachten ihn unter anderem ans Genfer CERN. Er veröffentlichte Erzählungen, Romane, Hörspiele und Essays und wurde mehrfach ausgezeichnet: u.a. mit dem Book Office Grant New York sowie dem 3sat-Preis (1998) und dem Kelag-Preis (2009) beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Der Autor lebt heute in Berlin.

Mehr Informationen über den Autor unter: www.boent.eu

Weitere Informationenzum Buch:
RALF BÖNT / Das entehrte Geschlecht – Ein notwendiges Manifest für den Mann
Paperback, Klappenbroschur, 160 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-570-55185-1, Preis: 12,99 Euro, Verlag: Pantheon

Quelle: www. randomhouse.de | Bildquelle: www.randomhouse.de

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