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Richtlinien zum Überleben im 21. Jahrhundert

7 Juli 2010 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Auftakt zur grünen Woche; Politik als Vorbild:

Safety first – Richtlinien zum Überleben im 21. Jahrhundert

Waren das noch Zeiten als Horst Buchholz ohne Helm, dafür mit voller Haarpracht, mit einem Motorrad durch die Kinos in den 50er Jahren schoß. Heute unvorstellbar. Was kann da alles passieren! Stimmt! Vor allem auf einem Zweirad ohne Hilfsmotor. Und so treffen wir immer mehr Vorbilder mit Helmen. Die Desperados mit Kopfprotektoren. Denn, weil Mann auch so oft fallen tut, ist dieses Accessoire notwendig geworden, wie einst das Taschenmesser. Dennoch wirkt dieses Erscheinungsbild doch sehr befremdlich.

Reifer geworden, dem Nimbus der Attraktivität entronnen, radeln sie vor uns. Männer um die 50 bis 60. Vollbart, Beine tackern in Hochfrequenz, verkniffener Blick mit Brille und in einem ständig zu kleinen Gang. Die Funktionshose mit drei Reißverschlüssen, meist in Beige gehalten, einsetzbar in allen erdenklichen klimatischen Zonen, meint also von Dittmarschen über Riad bis nach Phuket -und vor allem aber immer und zu jeder Zeit tragbar -nonstop. Egal wo, egal wie lange, bestimmt mit Lotus-Effekt. Meist ein wenig zu kurz geraten oder zu hoch gezogen. Aber auch egal, denn Frauen werden lediglich als Randnotiz wahrgenommen, die lediglich noch eine Verorgung an Nahrung sicherstellen.

Als ästhetischer Abschluss wunderbar geformte Trail-Sandalen mit Komfortfußbett, damit immer schön Luft an die Füße kommt. Zu gesellschaftlichen Anlässen gerne mit weißen Socken. Sauber und ordentlich, aber vor allem sicher, denn der deutsche Straßenverkehr ist gefährlicher als Pretoria bei Nacht. Gut so!

(sb)

Bildquelle: geralt/Photoopia.com

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