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Die Reste eines Gänseblümchens

4 Juli 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

                                                                    

„Meine Kunst gibt, wie jene von Paul Klee, nicht Sichtbares wieder; sie macht sichtbar!“ (Christoph Gross)

Der Autor

Der Verfasser des Gedichts Christoph Gross wurde am 31. Dezember 1980 geboren. Er ist aufgewachsen und wohnhaft in Müntschemier, einem schönen Bauerndorf im Berner Seeland in der Schweiz. Neben Gedichten wie „Die Reste eines Gänseblümchens“ verfasst er auch Essays, Aphorismen und Kurzgeschichten. Im Janur 2012 hat er den Gedichtsband „Maschinen-Gedichte“ veröffentlicht. Auch sonst hat der junge Autor bereits einige Texte in Zeitschriften und Anthologien veröffentlichen können und arbeitet derzeit an einem Fantasyroman für Kinder.

 

Die Reste eines Gänseblümchens

Durch eine kleine Seitentür
Verlasse ich eine Halle –
Und gerate in einen
Irrgarten von steinigen
Erhebungen und Löchern.
In seltsamer Weise
Werde ich immer
Aufgeregter und aufgeregter –
Und bin in
Der nächsten halben
Stunde gut beschäftigt…

Verblühte Huren, Luftschiffe, Ellip-
Sen…

Hinter mir steht eine
Mauer, welche ein Wall
Von Efeu ist… „Übermenschen“…
Über mir stehen die
Ersten Sterne… Satelliten… Kurven…

Hämmer und Sicheln… Patronen…

Der Abenteuergeist regt sich!

Wörterbücher, Musketiere, Dro-
Gen…

Ich dringe in
Eine Schatzkammer ein,
In der edle Rüstungen
Stehen wie Ritter,
Welche die Schätze bewachen.
Ich kann meinen
Eigenen Atem hören.

Mäuse, Masken, Geheimbünde…

Ich breche eine
Alte Eichenholzkiste auf. –
Während ich in
Edelsteinen wühle, steigt mir
Qualm in die Augen…

© Christoph Gross

(vz)

Weitere Informationen:

„Maschinen-Gedichte“: http://www.amazon.de/Maschinen-Gedichte-Christoph-Gross/dp/3868122575

 

Bildquelle: http://www.flickr.com/photos/scandalous-enabler/5998830167/

 

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