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12. Zugspitz-Extremberglauf

21 Juli 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Zugspitz-Extremberglauf

Und wieder rauf auf den höchsten Berg Deutschlands

Zugspitz-Extremberglauf – Team- androgon war dabei…

Nach dem zweiten Salomon Zugspitz Ultratrail am 23.-24. Juni 2012  waren wir nun auch beim 12. Zuspitz-Extremberglauf mit von der Partie. Am 8. Juli 2012 war es wieder so weit; der außergewöhnliche 17,9 km lange Berglauf fand abermals in einer grandiosen Naturlandschaft über das Gatterl zur Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands, statt. Der Weg zum Gipfel ist mit ca. 6-8 Stunden Gehzeit in diversen Wanderführern angegeben. Er führt durch alle alpinen Vegetationszonen und somit auch in hochalpine Regionen, die alpintypischen Gefahren wie plötzliche Wetterveränderungen mit sich bringen können. Wanderer und Läufer, die sich auf diese reizvolle Strecke begeben, müssen daher gewisse Bergerfahrung, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit mitbringen. Der Lauf könnte demnach auch als Hochgeschwindigkeitsbesteigung bezeichnet werden. Kurze Passagen sind mit Stahlseilen gesichert. Entsprechend dem aktuellen Wetterbericht und persönlichen Bedürfnissen ist jeder Teilnehmer mit ausreichender Bekleidung für die ganze Strecke selbst verantwortlich (Schuhe nur mit Crossprofil, Mützen und Handschuhe etc.). Die Luft-Temperaturen können sehr großen Schwankungen ausgesetzt sein. Auf der Strecke befinden sich ca. 50 Einsatzkräfte der Bergrettung/-wacht und Ärzte. Es gibt 4 genehmigte Verpflegungsstellen auf der Strecke und eine im Ziel.

Was erwartet einen noch beim Lauf auf die Zugspitze, außer einer wunderschönen wie facettenreichen Strecke, deren Bergpanorama seinesgleichen sucht? Es ist ein Kraftakt – eine Tour de Force!

Zum 12. Mal hatten sich die Läufer im beschaulichen Örtchen Ehrwald am Fuße des Zugspitzmassivs eingefunden. Wenige Wolken konnte man am Himmel zählen, das war ein gutes Zeichen! Ein Sicheres ist es nicht, dafür ist der Berg zu eigensinnig – zu unberechenbar. Regenjacke, Handschuhe und Mütze im Trinkrucksack waren jedenfalls trotz Sonnenschein mit dabei.

Der ersehnte Startschuss fiel um 9.15 Uhr und im flachen Anfangsstück zog sich das Feld rasch auseinander. Bald schon folgte der erste knackige Anstieg, doch für dessen Bewältigung wurde man mit dem unglaublichen Bergpanorama belohnt, das gerade diese Gegend so einzigartig macht: zur Linken die gewaltigen Flanken des Zugspitzmassivs – zur Rechten die verwegenen Gipfel der Mieminger Kette. Natur pur – beeindruckend und überwältigend. An den zwei Almen, die an der Strecke lagen, wurden wir reichlich vom Veranstalter, GetGoing, http://www.getgoing.de/, verpflegt und es lohnte sich sehr, hier etwas Energie aufzunehmen.

Weiter ging es wieder steil hinauf, dem Feldernjöchl entgegen – die Vegetation wurde karger, die Muskeln zunehmend müder. Nachdem das Joch überquert war, galt es eine kurze steile Strecke bergab zu bewältigen – bloß nicht ausrutschen! (rechts hunderte Meter die Bergflanke abwärts) – und nach einem kurzen “Wiederaufstieg” wartete das “Gatterl”, die alte deutsch-österreichische Grenze, an der immer noch ein Tor, aber kein Zöllner mehr zu finden ist. Ab hier begann ein spezieller Streckenabschnitt. Die Strecke verlief zumeist mit wenig Steigung, jedoch sehr eng über und zwischen Felsen wie losen Steinen. Überholen war eine Kunst – schnelles Laufen erforderte höchste Konzentration. Dennoch, dies war mein Streckenteil; ich schaffte es, einige Kontrahenten zu überholen und konnte weiter Tempo machen – nur Fotografieren, das ging beim besten Willen nicht. Die ganze Aufmerksamkeit klebte an der Strecke.

Und wie war das noch mit der Schinderei? Die begann jetzt, nach einer Stärkung im Vorbeilaufen an der “Knorr Hütte”; es wurde steil und es zog sich. Ein sich Hochkämpfen über die kargen Hügel des Zugspitzplatts war wahrlich kein Selbstläufer, doch ein Ende war in naher Sicht – es folgte “nur noch” der Gipfelhang.

In einer Schlange aus Läufern kämpften wir uns das Geröllfeld hoch. An Überholen war hier nicht mehr zu denken – warum auch? Die Höhenluft reichte kaum mehr zum Weiterlaufen. Trotz alledem, als der Klettersteig begann, riß ich mich nochmal zusammen und lief mich frei. Die Trinkblase war leer, ich hatte es geahnt… jetzt hieß es Durchhalten und ich konnte meinen Wadenkrampf direkt hinter der Ziellinie platzieren…

Die Veranstalter haben wieder einen prima Wettkampf ausgerichtet. Viele abgekämpfte, dennoch überglückliche Läufer auf der Strecke und im Ziel waren wohl der beste Beweis für eine wunderbar organisierte und umgesetzte Veranstaltung!

(sp)

2013 sind wir wieder mit dabei! Weitere Informationen unter: http://www.getgoing.de/

 Sponsored by: Montane http://www.montane.co.uk/

Nächster androgon Wettkampf: Montane Lakeland 100 – http://www.androgon.com/11987/sport/extremsport/montane-lakeland-100

 

 

Bildquelle: androgon – Stefan. Peters ; www.marathon-photos.com

 

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