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Citizen Kane – bester Film aller Zeiten

6 August 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Citizen Kane  – Regiedebüt von Orson Welles

Sendetermine auf ARTE : Montag 6. August 2012 um 20.15 Uhr  & Donnerstag 23. August um 02.30

Das Regiedebüt des damals 24-jährigen Orson Welles zählt zu den stilbildenden Meilensteinen der Filmgeschichte und gilt vielen Kritikern als bester Film aller Zeiten. Die fiktive Lebensgeschichte des Multimillionärs Charles Foster Kane, von Welles selbst grandios gespielt, ist an den Medienmogul William Randolph Hearst angelehnt (der sich im Film wiedererkannte). Durch den Einsatz von Tiefenschärfe sowie einer intelligent verschachtelten Erzähltechnik entsteht in der Rückblende das schillernde und widersprüchliche Bild eines Mannes, der die Vorzüge und die Kehrseite des amerikanischen Traums verkörpert. 1942 erhielt Welles zusammen mit Herman J. Mankiewicz einen Oscar für das beste Drehbuch. Fast 70 Jahre später vermag der Film noch immer zu faszinieren, weil er auf brillante Weise zeigt, wie ein einziges Wort ein ganzes Leben erklären kann.

Von seiner Frau verlassen, stirbt der exzentrische Multimillionär Charles Foster Kane in seinem gigantischen Märchenschloss Xanadu. Das letzte Wort auf seinen Lippen lautet: „Rosebud“. Um den Nachruf auf den berühmten Zeitungsmacher interessanter zu gestalten, will der Reporter Jerry Thompson den Sinn dieses Wortes ergründen. Thompson besucht Menschen, die Kane nahestanden, und bringt so die schillernde Lebensgeschichte des am Ende einsamen Mannes zum Vorschein:
Kanes Mutter Mary kommt überraschend zu Reichtum. Gegen den Willen ihres Mannes gibt sie ihren achtjährigen Sohn in die Obhut eines Vormundes, des Bankiers Thatcher. Dieser soll den Jungen in die Geschäftswelt einführen. Mit 25 verfügt Charles Foster Kane bereits über ein gigantisches Vermögen, dennoch gilt sein Interesse ausschließlich der kleinen Zeitung „The New York Inquirer“. Zusammen mit seinem Freund Leland macht er diese zu einem einflussreichen Boulevardblatt.
Kanes politischer Aufstieg jedoch scheitert, als seine Affäre mit der Sängerin Susan Alexander bekannt wird. Seine erste Ehe zerbricht an dem Skandal. Kane heiratet Susan schließlich und von nun an gilt sein Ehrgeiz ihrer musikalischen Karriere. Er setzt alles daran, aus ihr eine berühmte Sängerin zu machen, obwohl Susans Talent sehr bescheiden ist. Erst ihr Selbstmordversuch bringt Charles wieder auf den Boden der Realität zurück. Doch es ist zu spät, Susan beschließt, Kane zu verlassen. Nur wenig später erleidet dieser einen Herzanfall, an dem er kurz darauf stirbt.
Der Reporter Thompson kann das Geheimnis von Charles letztem Wort für seinen Nachruf nicht lüften. Beim Aufräumen der monströsen Kunstsammlung in der Villa Xanadu wird der alte Rodelschlitten ins Feuer geworfen, mit dem der kleine Charles an dem Tag spielte, als seine Mutter ihn weggab …

Spielfilm, USA, 1941, ARD, 115 Min.
Regie: Orson Welles, Drehbuch: Herman J. Mankiewicz, Orson Welles, Kamera: Gregg Toland, Musik: Bernard Herrmann, Schnitt: Robert Wise, Produktion: Mercury Productions, RKO Radio Pictures, Produzent: Orson Welles
Mit: Orson Welles (Charles Foster Kane), Joseph Cotten (Jedediah Leland), Everett Sloane (Herr Bernstein), Dorothy Co-mingore (Susan Alexander Kane), Ray Collins (James W. Gettys), William Alland (Jerry Thompson), Agnes Moorehead (Mary Kane), Ruth Warrick (Emily Monroe Norton Kane ), Erskine Sanford (Herbert Carter), Paul Stewart (Raymond), George Coulouris (Walter Parks Thatcher), Harry Shanon (Kanes Vater)

Film-Ausschnitt: http://videos.arte.tv/de/videos/citizen_kane_ausschnitt_-6845256.html

 

Weitere Informationen: http://www.arte.tv/de/Citizen-Kane/6843756.html

Quelle: Arte.tv

Bildquelle: STUDIOCANAL

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