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Swissalpine Run 2012

8 August 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

K42

„More than a race“ heißt es über den legendären Swissalpine Run. Wir wollten es genauer wissen – Team androgon war dabei…

An hohen Bergen, scharfen Graten, tiefen Tälern und atemberaubenden Höhenwegen mangelt es der Schweiz bekanntlich nicht. Die Region Davos/Filisur/Bergün bietet einem das Beste von alledem und veranstaltet zudem alljährlich die Swissalpine Läufe, bei welchen man in unterschiedlichen Distanzen die umliegende Bergwelt erkundet. Die Königsdiziplinen sind dabei der Ultramarathon (79,4 km, +/- 2600 Hm) und der Marathon (42,2 km, + 1720 Hm /- 1550 Hm). Dieses Jahr war der Marathon dran, doch eines darf ich vorwegnehmen: 2013 werden wir natürlich die Ultrastrecke laufen!

In Davos und Umgebung war die Spannung zu spüren. 5000 Läufer und 10000 Begleitpersonen verschlägt es Jahr für Jahr in die Region, um die Höhenluft zu schnuppern und sich vom Fieber packen zu lassen. Swissalpine, den es seit 1986 gibt, ist heute eine international bekannte Laufveranstaltung, die Top-Athleten aus aller Herren Länder anzieht.

Der Marathon verspricht ein heißes Rennen. Der Start ist auf 1383 Metern über dem Meer (m.ü.M.) im beschaulichen Örtchen Bergün und in nur 17 Kilometern geht es knappe 1300 Meter nach oben auf die Keschhütte. Von dort folgt ein kurzer Abstieg, bis es zum Tagesgipfel, dem 2739 Meter hohen Sertigpass nach oben geht. Von dort aus läuft man noch 19 Kilometer, zumeist bergab, bis zum Ziel im Sportzentrum von Davos.

Zum Start haben die Organisatoren den „Conquest of Paradise“ von Vangelis gewählt, was für ein monumentaler Moment, die Aufregung im Feld ist jetzt deutlich zu spüren. Der Lauf beginnt zunächst flach, doch dann zügig ansteigend. Es fängt schon bei Kilometer 10 zu regnen an, hört aber bald wieder auf. Nebelschwaden ziehen auf, und kurz vor der Keschhütte kann man kaum noch seine Hand vor Augen sehen, aber auch das lichtet sich wieder.

Die Hochebene, die sich nach der Hütte auftut ist unbeschreiblich, gewaltig, wunderschön! Die Sonne ist jetzt voll da, und bringt das ganze Bergpanorama zum Vorschein. Da schmeckt die Bouillon oben auf dem Sertigpass gleich doppelt so gut. Die Veranstalter haben alles in Bewegung gesetzt für diese Veranstaltung: 14 Verpflegungsstellen und 5 Massagemöglichkeiten (!) an der Strecke sprechen eine deutliche Sprache.

Vom Pass aus geht es nun rasant ins Tal, darauf bin ich nicht gut vorbereitet. Zwischen Kilometer 25 und 30 werden die Beine schwerer… Als es flacher wird, kommt allerdings der Kick. Ein Schotte hat sich an meine Fersen geheftet und läuft offensichtlich auf gleichem Niveau. Wir bleiben jetzt zusammen, und kassieren viele derer, die so schnell bergab gelaufen sind. Klar schmerzen jetzt die Waden, aber gemeinsam geht das jetzt zügig: Die Kilometer schmelzen und wir rasen in wechselnder Führung in Richtung Davos. Das „Runner’s High“ kommt dann genau richtig, und wir können in einem unerwarteten Schlussspurt noch ein paar Läufer direkt im Stadion einkassieren.

Zum Glück hab ich den Gutschein für ein Erdinger Weißbier (alkoholfrei…) auf der Strecke nicht verloren. Prost Davos und Glückwunsch zu der überaus gelungenen Organisation, die absolut ihresgleichen sucht. Die euphorischen Schweizer (und Nicht-Schweizer), die die Strecke flankieren und jubilieren, geben dem Event noch einen besonderen Reiz.

Beim nächsten Mal werden wir länger unterwegs sein. Wir freuen uns 2013 auf den Ultra !

Weitere Informationen: http://www.swissalpine.ch/cms/index.php?index

http://www.migros.ch/generation-m/de/gesundheit/finisher-clip.html

 

Sponsored by: Montane http://www.montane.co.uk/

 

Nächster androgon Wettkampf: Urbanathlon 2012 in Hamburg http://www.urbanathlon.de/urbanathlon-festival-raceinfo-workout.153889.htm

Bildquelle: S. Peters, androgon; „www.alphafoto.com

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