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Hindernislauf in Hamburg

1 September 2012 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

Urbanathlon 2012 – Team-androgon bei Kaiserwetter in Hamburg 2 x Top10

Bei der dritten Auflage des Men’s Health Urbanathlon am Samstag, 25. August 2012, erwartete die 4.000 Teilnehmer eine verlängerte Strecke und neue Laufpassagen. Elf kräftezehrende Kilometer über Asphalt, Sand, Kopfsteinpflaster und rund 1.000 Stufen galt es beim Hamburger City-Hindernislauf zwischen Fischauktionshalle und Övelgönne zu überwinden.

Team androgon war auch bei der dritten Ausgabe des Urbanathlon wieder erfolgreich mit von der Partie…

Anfahrt

Wie auch in den letzten beiden Jahren stand der gemeinsame Team-Start noch eine Stunde vor dem Startpfiff um 16:00 Uhr in den Sternen. Ein androgon-Teammitglied machte gerade einen Umzug von Flensburg nach Oberbayern und ein anderer stand noch weit vor den Toren von Hamburg auf der Autobahn. Beide mussten noch durch den Elbtunnel oder über die Elbbrücken, um ins Herz von Hamburg zu gelangen. Der Rückreiseverkehr und das Ferienende der Hanse Stadt Hamburg meinten es wohl nicht gut mit uns. Nur Dank einer geführten Handynavigation von einem androgon-Mitarbeiter aus Lüneburg konnte das fast unmögliche noch umgesetzt werden. Die Teammitglieder wurden über die Abfahrt Fleestedt und abgelegenste Wohngebiete der Stadt geleitet und konnten das Elbufer noch 15 Minuten vor Start erreichen. Dies war alles andere als eine gute Vorbereitung mit gemütlich Einlaufen, Warmmachen und Dehnen. Aber wie heißt es so schön: „Leben in der Lage“. Glücklicherweise waren zwei unserer Starter schon am Vortag angereist und konnten zumindest die Startunterlagen im Vorfeld abholen.

Noch 5 Minuten

Es ist 15:55 und wir stehen im ersten Block mit 500 weiteren Mitstreitern zusammen, wollten wir doch dieses Mal in der Wertung ganz vorne mit dabei sein. Die Aufstellung unseres Teams ist leider durch das späte Eintreffen nicht ganz ideal. Es stehen noch ca. 80 Teilnehmer vor uns, keine gute Ausgangssituation, um gleich am Anfang richtig Tempo zu machen – Rückstaus an den einzelnen Hindernissen sind zu meiden und kosten unnötig Zeit und gute Platzierungen.

Es wurden im Vergleich zum letzten Jahr einige wenige Hindernisse ausgetauscht, wirklich neu war nur das „Monkey Business“ und die Europaletten „Lucifer’s Staircase“, die wie eine Treppe überwunden werden mussten sowie die Schrägwand „Sea Freight“. Die Luftkissenmatte und das Design-Bürogebäude mit seinen 1000 Treppenstufen wurden 2012 vom Veranstalter ausgespart. Dafür wurde die Strecke um einen Kilometer verlängert und mit zusätzlichen Treppenläufen angereichert.

Startschuss

Los geht’s, nach 25 Metern ging es gleich schon um eine scharfe Kurve und erst einmal  ca. einen Kilometer geradeaus. Dann trafen wir  auch schon auf das erste Hindernis, einen großen Schrott- oder Müllcontainer „Happy Dumpster“ an der Fischauktionshalle und gleich danach  ging es unter zwei Offroad-LKW des Technischen Hilfswerks durch „Truck Torture“, die in tiefster Gangart bewältigt werden mussten –  und schon ging es wieder zurück in Richtung Cruise-Center-Altona. Nach den ersten Höhenmetern am Elbhang folgte das neue Hindernis „Monkey Business“ ,welches Armkraft erforderte. Hier musste eine acht Meter lange Gerüstkonstruktion durch „Hangeln“ entlang der Sprossen überwunden werden, weiter folgte eine kleine Eskaladierwand  „Wall Street“ von 1,70m am Elbufer.

Darauf folgte wie im letzten Jahr die über drei-Meter hohe „Halfpipe“, die normalerweise Skateboarder und BMX-Radfahrer mit viel Schwung für ihre Kunststücke nutzen – diese galt es zu erklimmen – hier mussten alle der über 4.000 Starter an Hamburgs Elbufer drüber. Das ging nur mit viel Anlauf, so weit wie möglich hochlaufen und eines der von oben herabhängenden Taue greifen – und hochziehen. Von oben war keine Hilfe am Tau zu erwarten, wir waren zu schnell zu weit vorn. Es kostete Kraft, aber die hatten wir am fünften Hindernis noch. Auf der anderen Seite halfen die armdicken Taue ebenfalls wieder beim Runterrutschen. Weiter ging es mit einem wundervollen Blick auf den Hamburger Hafen, überall fuhren Schiffe und Boote und die Sonne strahlte uns ins Gesicht.

Pussy-Lane

Es gab auch eine offizielle Abkürzung, wurde uns später berichtet – sie wurde Pussy-Lane genannt. Wer wollte, konnte sich nämlich auch links an der Halfpipe vorbeischleichen, musste dabei zwar durch wassergefüllte Kinderplanschbecken waten, sparte sich aber die kräftezehrende Halfpipe. Nicht erspart blieb da das Gejohle der anderen Läufer und Zuschauer : „Pussy“ schallte es aus den Kehlen. Aber alles mit einem fröhlichen Unterton, was stellvertretend für die gesamte Stimmung beim Urbanathlon war.

Dann ging es weiter in Richtung Elbstrand entlang der Elbmeile. Hindernis sechs „Jump & Crawl“ folgte – eine Metallröhre zum Durchkrabbeln und danach einige rote Hürden zum Darüberspringen. Die Sonne kam jetzt stärker durch, Hamburg erstrahlte im Glanz, der Regen blieb aus. Wir erreichten Hindernis sieben am Elbstrand mit dem Namen „Sand Bag Attack“, hier ist Kraft und Schnelligkeit gefragt. Mit einem 10 Kilogramm schweren Sandsack ausgerüstet traten wir zum Sprint über 75 Meter  Sand an. Die Strecke führte hinter dem Museumshafen über den feinen Elbsand – durch den Lautsprecher ertönte eine Stimme „Sandsack aufnehmen und wieder dort ablegen, wo Sandsack aufgenommen wurde“ …das sind doch keine zehn Kilo – na, umso besser! Die kleine Runde im Sand war schnell beendet.

Es ging ein paar Treppen hoch zum Elb-Balkon durch den Park. Jetzt waren es ca. drei Kilometer ohne Hindernisse. „Tempo machen!“ Hindernis Nummer acht tauchte auf „Urban Jungle“ – mitten auf dem Altonaer Balkon. Dann ging es wieder weitere Treppen hoch und runter, wir erreichten einen riesigen Reifenhaufen „The Tyrenator“. Jetzt waren es nur noch drei Hindernisse. Wir befanden uns wieder auf Höhe des Cruise-Center-Altona, die Zuschauerdichte nahm zu, die Sonnenstrahlen auch, überall Musik und Stimmen, die einen anfeuerten. Jetzt kam das neue Hindernis Nr. 9 – „Lucifer’s Staircase“ – eine speziell angefertigte Konstruktion aus Europaletten erforderte Mut und Geschicklichkeit. Hier musste eine bis zu vier Meter hohe Flachpalettenwand mit unterschiedlichen Ebenen überwunden werden, bevor die Strecke uns ein letztes Mal hoch in den Elbhang führte. Es benötigte zum Glück nicht viel Kraft – hatten wir uns das Hindernis doch schwieriger vorgestellt.

Und wieder ein neues Hindernis: Nr.11 „Sea Freight“ – das Ziel war von oben schon zu sehen und die Aussicht sorgte für einen finalen Motivationsschub. Zwei hintereinander aufgestellte Schiffscontainer versperrten uns noch den Weg ins Ziel. Mit einer Höhe von jeweils 2,50 Meter waren sie nur mit Hilfe der speziellen Klettergriffe zu überwinden – Dran-Drauf-Drüber!

Endspurt

Die Menschenmengen wurden immer größer, der Geräuschpegel auch. Vor uns lag ein Feld aus hintereinander aufgereihten Autos – letztes Hindernis „Traffic-Jam“ . Um diesen Stau konnte man keinen Bogen machen, da half auch kein Navigationsgerät. 14 alte Autos, grün angemalt standen in je zwei Reihen Stoßstange an Stoßstange. Dieses letzte Hindernis verlangte noch einmal volle Konzentration ab. Endlich mal wieder legal auf Motorhauben und Fahrzeugdächern springen dürfen – hinweg ging es über die blechernen Motorhauben und Wagendächer – nur noch ein letzter 100 Meter langer Schlußsprint  trennte uns von der Ziellinie.

Ziel erreicht und fette Beute

Belohnung: ein kühles norddeutsches Bier ohne Alkohol und natürlich eine Medaille 😉

Es war ein super Lauf…

Team-androgon 2 x Top10 – in der Einzelwertung auf Platz 10 von 4000 Startern , in der Teamwertung auf Platz 7. Unser bester Mann finishte das Rennen als Nr.10 in 46:22 Minuten . Zweiter Mann auf Platz 56, Mann3 auf  Platz 142 und der letzte Mann auf 168 von 4000 Läufern – Ja, es wird ein nächstes Mal geben, wir freuen uns schon! Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf.

Gewinner

Mit einer Zeit von 41:27 min. konnte Florian Reichert, Lehrer aus Göttingen, das Rennen erstmals für sich entscheiden. Sein Trainingspartner und Vorjahressieger Knut Höhler kam mit einer Zeit von 43:33 min. auf den zweiten Platz. Dritter wurde Dr. Matthias Weippert mit 43:53 min.

Bei den Frauen schaffte Katharina Josenhans aus Hamburg mit 52:13 min. den dritten Sieg in Folge. Zweite wurde Rebecca Barthel aus Darmstadt (52:28), Michaela Weiß sicherte sich mit 57:18 min. den dritten Platz.

In der Mannschaftswertung war das Team „Haudegen“ nicht zu schlagen. Die besten vier, Dr. Matthias Weippert, Patrick Raabe, Peter Heydemann und Urs Schumann benötigten in Summe 3:05:20 Stunden, um nach dem Start am Cruise Center Altona die Elbmeile zwischen Fischauktionshalle, Övelgönne und dem Elbhang zu bewältigen.

Streetfestival

Vor dem Cruise Center Altona wurde den Zuschauern und Teilnehmern von 11 Uhr bis 20 Uhr ein vielfältiges Programm zum Erleben und Mitmachen beim Urbanathlon Streetfestival geboten. TV-Moderator und Entertainer Yared Dibaba führte durch das Programm mit Live-Musik von „Auletta“ und „Paint“, Shows mit den Breakdancern „Ten Performance“ und den „United Freestylern“. Beim Warm-Up animierte er alle 4.000 Teilnehmer zu „Move-it up“ und erhielt Unterstützung von der Sambagruppe „Bando Sambado“.

Unsere nächsten androgon Extremsportwettkämpfe:

• Der GORE-TEX® TRANSALPINE-RUN: http://www.androgon.com/9798/sport/extremsport/der-gore-tex-transalpine-run-2012

• Der Red Bull Dolomitenmann: http://redbulldolomitenmann.com/

(rz)

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Montane: http://www.montane.co.uk/
Unterstützt durch „Sinn Spezialuhren“: http://www.sinn.de/de/

Hintergrund

5 Kontinente, 14 Metropolen, 1 Erlebnis. Der Men’s-Health-Urbanathlon ist ein weltweit erfolgreiches Sport-Ereignis. Seit 2006 veranstaltet Men’s Health USA den Lauf mit großem Erfolg – anfangs in New York, seit 2007 in Chicago und seit 2011 auch in San Francisco. 2012 findet der Men’s Health Urbanathlon erstmalig auf allen fünf Kontinenten statt. Neben Hamburg gehen Urbanathleten in New York (USA), San Francisco (USA), Chicago (USA), Mexico City (Mexiko), Johannesburg (Südafrika), Sydney (Australien), Jakarta (Indonesien), Singapur (Singapur), Manila (Philippinen), Kiew (Ukraine), St. Petersburg (Russland), Belgrad (Serbien) und Amsterdam (Niederlande) an den Start. Unterstützt wird der Men’s-Health-Urbanathlon von Deutschlands größtem netzunabhängigen Telekommunikationsanbieter mobilcom-debitel, der erstmals als Co-Titelsponsor des Urbanathlon auftritt. Als weitere Partner engagieren sich Jever Fun, die Techniker Krankenkasse und Nivea for Men. Realisiert wird die Veranstaltung von den Sport- und Eventmarketingspezialisten der Agentur SPORTPLATZ (Hamburg/Bremen). Men’s Health erscheint in Deutschland im Verlag Rodale-Motor-Presse, einem Joint Venture der Motor-Presse-Stuttgart mit dem US-amerikanischen Verlag Rodale Inc. Es ist mit 38 Ausgaben in mehr als 40 Ländern das größte Männer-Lifestyle-Magazin der Welt.

Weitere Informationen unter: http://www.urbanathlon.de/

http://www.androgon.com/6190/sport/extremsport/urbanathlon

androgon-Vide0 2011

http://youtu.be/eT4p-BeK_74


Bildquelle: androgon, COMTENT GmbH

 

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