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Edgar Degas

4 Oktober 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Edgar Degas, Danseuses aux jupes jaunes, 1903, Tänzerinnen in gelben Röcken, Foto: © 2012 Christie’s Images Ltd / Bridgeman

30. September 2012 bis 27. Januar 2013

Die Fondation Beyeler zeigt erstmals seit zwanzig Jahren in der Schweiz und in Süddeutschland eine Ausstellung von Edgar Degas (1834-1917), einem der berühmtesten französischen Maler des späten 19. Jahrhunderts. Es ist die erste Ausstellung überhaupt, die ausschliesslich Edgar Degas’ reichem und komplexem Spätwerk (um 1886 bis 1912) gewidmet ist, dem Höhepunkt seines über sechzigjährigen höchst produktiven Schaffens. Dieses ist die künstlerische Vollendung eines kühnen Wegbereiters der Moderne, die er zusammen mit jüngeren Freunden und Kollegen wie Paul Gauguin, Pablo Picasso und Henri Matisse geprägt hat. Obwohl sich die Kunst Edgar Degas’ grosser Beliebtheit erfreut, beschränken sich Degas-Ausstellungen zumeist auf seine impressionistische Schaffensphase (um 1870 bis 1885) oder auf Einzelaspekte seines Werks.

Zwei Degas-Pastelle aus der Sammlung der Fondation Beyeler bilden den Ausgangspunkt für die Ausstellungskonzeption: Le petit déjeuner après le bain (Le bain), um 1895 bis 1898, sowie Trois danseuses (jupes bleues, corsages rouges), um 1903, sind Meisterwerke, die die Radikalität und Modernität von Degas’ Spätwerk unmittelbar erahnen lassen.

In der grossen, über 150 Werke umfassenden Ausstellung sind alle wichtigen Motive und Serien zu sehen, die charakteristisch für Degas‘ Spätwerk sind: Berühmte Darstellungen von Tänzerinnen und weibliche Akte, Jockeys und Rennpferde, Landschaften und Porträts. Einbezogen werden alle Techniken, in denen Degas gearbeitet hat: Malerei, Pastell, Zeichnung, Druckgrafik, Skulptur und Fotografie. Degas befasste sich wie kein anderer Künstler seiner Zeit mit einer Vielzahl künstlerischer Medien. Im Spätwerk weicht die feine, delikate Malerei der impressionistischen Zeit einer einzigartigen Experimentierfreude und obsessiven Schaffenslust.

Trotz der Fragilität und Lichtempfindlichkeit der meisten Arbeiten aus Degas’ Spätzeit kommt eine bedeutende Anzahl an herausragenden Leihgaben unter anderem aus dem Kunstmuseum Basel, dem Museum of Fine Arts in Boston, The National Gallery in London, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München, The Metropolitan Museum of Art in New York, The Museum of Modern Art in New York, Nasjonalmuseet for kunst, arkitektur og design in Oslo, dem Musée d’Orsay in Paris, The National Museum of Western Art in Tokio, dem Hirshhorn Museum and Sculpture Garden in Washington, dem Kunsthaus Zürich und der Tate sowie aus namhaften europäischen, amerikanischen und asiatischen Privatsammlungen.

Weitere Informationen:

Zur Ausstellung publiziert die Fondation Beyeler einen Katalog in deutscher und englischer Sprache. Die Ausgabe für den Buchhandel erscheint im Hatje Cantz Verlag in Ostfildern. Der Katalog enthält ein Vorwort von Sam Keller und Martin Schwander, ein Gespräch mit dem Künstler Jeff Wall, Essays von Carol Armstrong, Jonas Beyer, Richard Kendall und Martin Schwander sowie eine Biografie von Mareike Wolf-Scheel, umfasst 268 Seiten und 232 Abbildungen. Im Museum ist er für 68 sFr. erhältlich.

FONDATION BEYELER
Baselstrasse 101
CH-4125 Riehen / Basel
 
Öffnungzeiten:
Täglich 10 – 18 Uhr, mittwochs 10 – 20 Uhr.
Das Museum ist an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet.
 
www.fondationbeyeler.ch
 

Quelle: Fondation Beyeler

Bildquelle: Fondation Beyeler

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