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Red Bull Stratos: Mission erfüllt

17 Oktober 2012 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Baumgartner springt vom Rande des Weltalls

Am Sonntag hat der Österreicher Felix Baumgartner trotz Probleme mit der Visierheizung, die beinahe zum Abbruch der Mission geführt hätten, Geschichte geschrieben. Laut ersten Schätzungen hat der Extremsportler mit seinem Sprung aus der Stratosphäre eine Geschwindigkeit von 1.342 km/h erreicht. Gleichzeitig hat Baumgartner weitere Rekorde* aufgestellt und dabei wichtige wissenschaftliche Daten gesammelt, um die Raumfahrt in Zukunft sicherer zu machen.

Nach seinem Aufstieg in einem Heliumballon auf 39.045 m Höhe ist Felix Baumgartner am Sonntagvormittag vom Rande des Weltalls gesprungen und hat als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrochen – genau 65 Jahre nachdem der US-Amerikaner Chuck Yeager erstmalig mit einem experimentellen Raketenflugzeug diesen Meilenstein erreicht hat. Der 43-jährige Fallschirmsprung-Experte hat mit seinem Sprung aus der Stratosphäre auch zwei weitere Rekorde aufgestellt: für den höchsten Fallschirmsprung und für die höchste bemannte Ballonfahrt. Einen Rekord hat der Österreicher allerdings seinem Mentor, dem US-Luftwaffenoberst Joe Kittinger, gelassen: den Rekord für den längsten freien Fall.

Nach dem Sprung aus 39.045 m Höhe hat Baumgartner während der 4 Minuten und 20 Sekunden im freien Fall eine Geschwindigkeit von bis zu 1.342 km/h in der vakuumartigen Stratosphäre erreicht. Insgesamt dauerte der Sprung 9:03 Minuten. Der Aufstieg und der Sprung ins Leere wurden weltweit von mehreren Millionen Menschen live im Internet verfolgt. Während des Fluges schien Baumgartner kurz ins Flachtrudeln zu geraten, doch der Österreicher konnte schnell die Umdrehungen um die eigene Achse unter Kontrolle bringen. Als er wenige Augenblicke später seinen Fallschirm öffnete, jubelten sowohl die Crew-Mitglieder vor Ort als auch die Zuschauer überall auf der Welt.

„Heute hatten wir unglaubliche Hochs und Tiefs – genauso wie beim Projekt insgesamt“, so Baumgartner. „Der Start war perfekt, doch dann gab es ein paar Probleme mit der Stromversorgung der Visierheizung. Auch der Absprung war eigentlich ideal, dann kam ich aber langsam ins Flachtrudeln. Am Anfang habe ich gedacht, ich würde mich bloß ein paar Mal drehen. Dann wurde es allerdings schneller. Zum Teil war das schon sehr heftig. Kurz habe ich sogar gedacht, ich würde das Bewusstsein verlieren. Beim Durchbrechen der Schallmauer habe ich keinen Überschallknall gespürt, denn ich habe mich voll und ganz darauf konzentriert, meinen Körper in der Luft zu stabilisieren. Nun müssen wir abwarten und sehen, ob wir tatsächlich Überschallgeschwindigkeit erreicht haben. Alles in allem war es aber viel härter, als ich es mir vorgestellt habe.“

Zusammen mit seinem Team hat sich Baumgartner fünf Jahre auf diese Mission vorbereitet, mit der wichtige wissenschaftliche Daten über die Reaktion des menschlichen Körpers auf die extremen Bedingungen am Rande des Weltalls gesammelt werden sollen.

Der Start musste mehrmals wetterbedingt verschoben werden, ehe am Sonntagvormittag bei wolkenlosem Himmel und beinah kompletter Windstille die Kapsel endlich abheben konnte. Beim geglückten Start gab es von der Mission-Control-Crew von Red Bull Stratos spontanen Applaus.

* Bei den im Rahmen des Sprunges gemessenen Daten handelt es sich derzeit um vorläufige Daten, die von den zuständigen Behörden noch bestätigt werden müssen.

http://www.youtube.com/watch?v=FHtvDA0W34I&feature=share&list=PLnuf8iyXggLF2b7bYQU5s2FqW1sLE1ywh

 

Weitere Informationen: www.redbullstratos.com

 

Quelle: Red Bull Media House GmbH

Bildquelle: Red Bull Media House GmbH / Joerg Mitter, Predrag Vuckovic, Balazs Gardi, Stefan Aufschnaiter

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