Home » Extremsport, Training

THE RACE – BOOTCAMP II

19 November 2012 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

BOOTCAMP – Für den härtesten deutschen Hindernislauf

Am 10. auf 11. November 2012 fand das zweite Vorbereitungs-Camp für das „Getting Tough Race 2012“ in Rudolstadt Thüringen statt.

Team androgon war dabei und wird auch mit 10 Mann beim „Getting Tough Race“ starten.

BOOTCAMP

Die Bezeichnung „boot“ kommt angeblich von den neuen, schweren und harten Stiefeln, die in solchen Camps getragen werden müssen. Boot ist ugs. ein Tritt mit dem Stiefel. Boot ist außerdem eine ältere US-amerikanische Bezeichnung für Rekruten in der Grundausbildung. Über Boot Camps im engeren Sinne liegt kaum deutschsprachige Literatur vor, dennoch startete pünktlich am Samstag um 12:00 mitteleuropäischer Zeit der erste Tag des zweiten BootCamps im Thüringischen Rudolstadt, über der das Schloss Heidecksburg als sichtbares Wahrzeichen thront.

INJOY

Zentraler Sammelpunkt des Geschehens war wieder das Sport- und Leistungszentrum „INJOY“ in Rudolstadt, ein Sportzentrum mit besonderer Infrastruktur, in dem professionelles Training angeboten und supportet wird. Das wissen auch die Jungs von Getting Tough e.V., die sich diesen Ort als zentrale Anlaufstelle für ihren Stützpunkt im Freistaat Thüringen nicht nur für das Boot Camp gewählt haben.

Nach einer kurzen Begrüßung im Foyer mit knackiger Einweisung der Initiatoren Markus Ertelt und Michael Kalinowski an die ca. 30 Teilnehmer, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren, folgten noch ein paar Pressefotos – gleich darauf die ersten 150 Liegestütze vor dem Gebäude auf kaltem nassen Asphalt – bei einem Diesel würde man „Kaltstart“ sagen – hier wussten die Sportler gleich, dass das folgende Programm nichts mit einem Spaziergang zu tun hatte. Zudem wurde für alle Teilnehmer zusammen nur eine 0,5 Liter Flasche Wasser mitgenommen – ja, das bildet Teamgeist – und eines wurde jetzt schon klar: Die Temperatur und das Wasser werden im Dezember sicherlich nicht wärmer sein…

Lauf und Gelände

Laut Veranstalter soll das „THE RACE – Bootcamp” zwei gnadenlose Tage im typischen Getting Tough Trainingsstil beinhalten. Die erste Einheit des ersten Tages sollte ca. 3-4 Stunden dauern und den Teilnehmern alles abverlangen. Laufen durch Wälder, Berge, Wassermärsche mit Tauchgängen, Baumstamm-Tragen und Liegestütze, bis es im Gehölz kracht…Und so war es auch, wir liefen geschlossen durch den Ort. Eine Regel war, dass die Gruppe sich nicht mehr als 100 Meter auseinander ziehen durfte – dies bedeutete sportliche Strafen, was mich an den Unteroffizier meiner Grundausbildung erinnerte, aber deswegen waren wir ja da – wir wollten und sollten in Bewegung bleiben und wir wollten die Komfort-Zone wenigstens für ein paar Stunden verlassen. Wir wollten Wasser atmen und Blut schwitzen und den eigenen Puls pochen hören – bis die Halsschlagader immer weiter und weiter anschwoll und er endlich zu hören war.

Als wir die erste Brücke erreichten, wurden geschlossen 100te von Situps gemacht, bis man sich nur noch mit den Beinen hochziehen konnte, weil die Bauchmuskeln langsam übersäuert waren. Jetzt endlich spürte man, dass man hellwach war und noch lebte – es fühlte sich gut an – war man doch jetzt im BootCamp angekommen…

Weiter ging es unter die Brücke, ins kalte Nass – Abtauchen und Strecksprünge aus der Hocke war das Motto, danach musste sich jeder ca.1000 Meter warmlaufen und dieses wiederholte sich dreimal. Das Wasser lief in die Schuhe, aus den Schuhen, in die Schuhe und so weiter…

Nun ging es querfeldein, wir drehten Rudolstadt den Rücken zu, anfangs spürte man noch die durchnässten kalten Kleidungsstücke am Körper, doch das Gefühl verschwand schnell, es ging Berg auf und damit es nicht zu einfach war, trugen wir in der Gruppe große schwere Holzbalken, gelb lackiert, die das Wahrzeichen von Getting Tough e.V. sind, mit uns. Mir war anfangs nicht bewusst, dass die Gegend so viele Höhenmeter hat. Nach dem ersten Tag waren es schon ca. 600-700m.

Nach einiger Zeit musste die Gruppe getrennt werden, in gut-Trainierte und etwas Schwächere. Es ging weiter Berg auf und ab, über Wiesen und Felder durch kleine Dörfer und immer wieder wurden Einheiten mit Liegestütze eingebaut, bis wir schließlich wieder in Rudolstadt ankamen.

Nach Rückkehr ins INJOY und einer kleinen Verschnaufpause zwecks Körper-TD „Technischer Dienst an Körper und Kleidung“ sollte noch eine weitere Stunde Fitness und Workout Training folgen.

Markus Ertelt führte hier durch das Training, welches an eine Mischung aus superhartem Taekwondo, Zirkeltraining, Aerobic für Männer und Streching erinnerte. Es wurde keine Pause gemacht, bis jeder im eigenen Schweiß badete.

Der zweite Tag begann noch bei Dunkelheit bereits um Punkt 06:00 Uhr und wiederholte grundliegend den ersten Tag mit ein paar Hinderniseinlagen zusätzlich. Die Bilder sind Zeuge…

Weitere Bilder unter: http://www.gettingtough-race.de/medien/bilder/category/23-getting-tough-the-race-bootcamp-ii-day-2

Fazit:

Es war ein erfolgreiches und schönes Vorbereitung-Training mit nur zwei Leichtverletzten. Das Boot Camp ist jedoch nicht nur, weil der Muskelkater noch bis heute anhält, positiv in Erinnerung geblieben. 😉 Gerne jederzeit wieder – wir freuen uns schon auf den scharfen Wettkampf am 1. Dezember.

Und wer das Boot Camp verpasst hat, muss nicht traurig sein – noch gibt es einige wenige Startplätze für das erste Getting Tough Race am ersten Advent…also keine Zeit verlieren!

Anmeldung unter: http://www.gettingtough-race.de/the-race-2012/anmeldung

(rz)

Weitere Informationen unter: http://www.gettingtough-race.de/

http://www.androgon.com/13518/sport/extremsport/bootcamp

http://www.injoy-rudolstadt.de/

 

 

 

Bildquelle: Getting Tough , pbb  Presse Büro Bähring Rudolstadt, androgon

 

 

 

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (2 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...