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Medizinische Kolumne zur sportlichen Gesundheit

13 Dezember 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Thema heute: Laufen & Regenerationsoptimierung

Der renommierte Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler, Leiter der sportmedizinischen U-Stelle des Kreises Bergstraße in Heppenheim und Chefredakteur des Fachmagazins “Puls aktiv”, konnte von androgon als medizinischer Berater gewonnen werden. Er betreut seit einem Jahr das Extremsport-Team androgon und stellt aus seiner Sprechstunde wöchentlich für alle Extremsportler und sportlich Interessierten seine medizinischen Tipps vor. Als nächsten Beitrag stellen wir nun die Beratung eines  61-jährigen Ultraläufers vor. Norbert T. fragt:

Sehr geehrter Herr Dr. Ziegler,

ich bin jetzt 61 Jahre und habe vor wenigen Tagen meinen ersten Ultralauf absolviert. Trainiert hatte ich nach dem Bieler Plan von Constanze und Walter Wagner sowie von Rainer Frieland. Nach 13:48 Std. war ich glücklich im Ziel und froh, es geschafft zu haben. Nun meine Frage: Wie lange sollte ich jetzt pausieren und wie sollten meine nächsten Trainingseinheiten aussehen? So hoffe ich, im nächsten Jahr dann endlich auch in Biel starten zu können. Für Ihre Antwort schon jetzt herzlichen Dank und sportliche Grüße.

Sportarzt Dr. med. R. Ziegler aus Heppenheim antwortet:

Gerade im Ultralauf gilt es regenerativ mehrere Faktoren zu berücksichtigen und zwar sowohl in der Trainingsphase generell und dann natürlich v. a. nach einem doch nun einmal zehrenden Ultra-Wettkampf:

  • Der Eiweißbedarf wird in UltraKreisen oftmals unterschätzt. Bitte haben Sie hier die Faustregel 2 Gramm Protein pro kg Körpergewicht und Tag auf dem Radar. Diese Vorgabe realisieren in der Basiskost wie auch im Wettkampfumfeld am besten über den regelmäßigen Verzehr von hochwertigem Bio-Eiweiß wie z. B. Wild (außer Wildschwein), Biofleisch von Nutztieren (Demeter-Höfe), Wildfisch, Bio-Eier, Hülsenfrüchte, Weizenkeime, Nüsse, Kerne und Samen. Näheres hierzu Sie können Sie problemlos meinem neuen Ernährungsbuch „Power ist essbar“ entnehmen (Details dazu klick HIER). In der unmittelbaren Nachbelastungsphase nach Training und Wettkampf sollten Sie eine zusätzliche Eiweiß-Optimierungsstrategie zur gezielten Katabolie-Prophylaxe fahren, also Eiweiß-Konzentrat (z.B. Protifit B6 von EHN) kombiniert mit Molat®-Pulver (Fa. Heirler), eingerührt in Bio-Joghurt oder fettarme Bio-Frischmilch. Alternativ zu Protifit B6 bzw. auch im Wechsel dazu hat sich in der Läufer-Regenerationspraxis auch die regelmäßige Einnahme von amino-loges® Kps. in Höchstdosierung bewährt.
  • Zur spürbaren Regenerationsverkürzung sollten Sie bitte auch auf die Einnahme von Enzympräparaten (z.B. Bromelain-POS® Tbl.) in Kombination mit dem bewährten Komplex-Homöopathikum Traumeel® S Tbl. (Dosierung für 14 Tage 5 x 2 Tbl. langsam unter der Zunge zergehen lassen) setzen. Je nach konsumierter Fleisch- und Fischqualität sollten Sie dieses Supplementierungsprogramm für ca. 4 Wochen ergänzen mit Biomol Omega-3 power-Pulver, ein angenehm nach Nuss-Caramel schmeckendes hochwertiges Omega-3-Konzentrat (Fa. KyraMed Biomol Naturprodukte GmbH).
  • Sinnvolle physiotherapeutische Maßnahmen wie detonisierende Massagen, Hochvolt- und Magnetfeld-Therapie in Kombination mit heißen Wickeln und Fangopackungen auf die läuferspezifisch beanspruchte Strukturen sollten Ihr Regenerationsprogramm für 10-14 Tage abrunden.
  • In den ersten 14 Tagen nach einem 100 km-WK ist Schonung und aktive Regeneration die erste Bürgerpflicht. Das heißt anstelle von sportartspezifischem Lauftraining Wiederbereitstellungstraining in Form von gemütlichem Ausradeln, Cross-Trainer, Ausschwimmen und allenfalls Aqua-Jogging. Danach gilt es in Ausrichtung auf neue Ziele das Trainingsprogramm neu zu justieren.

Und bitte stets beherzigen, gerade im Ultrabereich: Weniger ist hier oftmals mehr!

 

„Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!“

Herzlichst
Ihr
Dr. med. Rudolf Ziegler

 

Weitere Informationen: http://www.sportdoktor-ziegler.de/

http://www.androgon.com/11055/gesundheit/mannergesundheit/power-ist-essbar

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