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THE GRAND INGA PROJECT

23 Juli 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

CONGO: THE GRAND INGA PROJECT – Ein Kayak-Abenteuer der Superlative

THE GRAND INGA PROJECT dokumentiert die Kayak-Erstbefahrung der tödlichsten und gewaltigsten Stromschnellen der Erde

Über 45 000 Kubikmeter Wasser donnern durch die Stromschnellen. Pro Sekunde! Damit sind die Inga Stromschnellen doppelt so steil und 30-mal größer als die Stromschnellen des Colorado River im Grand Canyon. Die fesselnde Dokumentation zeigt Steve Fisher und sein wagemutiges Team bei den Anstrengungen den komplizierten, logistischen Aufwand und die politischen Hürden im Kongo zu bewältigen, um einen lebensgefährlichen 50-Meilen Abschnitt auf dem Congo River zu befahren. Sie haben sich vorgenommen Geschichte zu schreiben. Sie sind nicht die ersten, die das versuchen. Viele Abenteurer sind umgekommen, bei dem Versuch, das weltweit gefährlichste Wildwasser zu bezwingen. Über Jahrhunderte hinweg galten die Stromschnellen als unbefahrbar. Während ihrer heldenhaften Erstbefahrung durch die halsbrecherischen Inga Stromschnellen begegnen dem Team 12 Meter hohe Wellen, lebensgefährliche Strudel und Wasserverschneidungen in Größe von LKW´s.

Das INTERVIEW mit STEVE FISHER

Steve Fisher (36) ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der Kayak-Abenteurer. Zur Zeit zeigt er seinen atemberaubenden Dokumentarfilm: Congo: The Grand Inga Project. Wir trafen das Wildwasser-Genie für ein Interview um mehr über sein afrikanisches Heimatland zu erfahren, wie man sich vor Krokodilen schützt und warum es wichtig ist sich als Reisender über die politischen Zustände eines Landes zu informieren.

Schon lange bevor David Lama auf dem Gipfel das Cerro Torre in Patagonia stehen würde, hatte er den Berg in einer alten vergilbten Ausgabe des National Geographic gesehen. Es war für David wie eine Initialzündung und er wusste, dass dieser Gipfel eng mit seinem weiteren Weg in den Bergen verbunden sein wird.

Wann war der Moment für Dich gekommen als Du wusstest, dass Steve Fischer und die Grand Inga Rapids aufeinander treffen würden und wie war dies für Dich?

Ich war noch ein Teenager als ich das erste Mal von den gewaltigen Inga Stromschnellen gehört hatte. Es war die Nachricht, die weltweit Schlagzeilen produzierte, das ein französisches Fernseh-Team, bei dem Versuch die Fälle zu befahren, spurlos verschwunden war.

(August 1985: sieben Mitglieder einer französischen TV Produktion unter der Führung des populären Moderators Philipe de Dieuleveult, verschwinden spurlos. Einzig ein Mitglied des Teams wurde später Flussabwärts gefunden. Die scheinbar plausibelste Theorie, nach Meinung von Steve, ist die dass das Team in den massiven Stromschnellen und Wasserfällen ertrunken – oder aber durch die kongolesische Armee erschossen wurde, falls sie doch noch das rettende Ufer erreichen konnten).

Trotz der tragischen Geschichte und den zweifelhaften Umständen, war mein Interesse geweckt. Ich wusste danach immer, dass ich eines Tages genau diese Wasserfälle und Stromschnellen mit meinem Kajak befahren würde. Vor fünf Jahren bekam die Idee, die bis dahin immer in meinem Kopf umherspukte, schließlich konkrete Züge und ein Plan wurde entwickelt.

Wann wurde der Plan, den Kongo in Angriff zu nehmen konkret?

Konkret war es 2002. Red Bull fragte mich nach dem heiligen Gral, dem einen Fluss, dem sich bisher noch niemand gestellt und bezwungen hat. Es waren sofort die Grand Inga Stromschnellen, die ich vor meinem inneren Auge sah – der heilige Gral.

Trotz allem mussten wir das Projekt noch für einige Jahre aufschieben. Die massiven logistischen und finanziellen Schwierigkeiten haben uns ausgebremst und wir mussten zunächst alles bis ins Detail planen. Heute weiß ich, dass die Durchführung des Projekts mit allen offiziellen Genehmigungen genau zum richtigen Zeitpunkt geschah (diese Prozedur hat sage und schreibe vier Jahre gedauert). Nachdem auch die Logistik ausgearbeitet war, konnte ich endlich meine Geschichte erzählen. Im Gegensatz zu der Tsangpo Expedition in Tibet, die wir im Team geplant und umgesetzt haben und von Scott Lindgren geführt wurde, sollte die gewaltige Inga Expedition mein persönliches Projekt werden. In den letzten beiden Jahren vor der Expedition war ich häufig sehr frustriert: Ich hatte das Gefühl, mir würde die Zeit davonlaufen, wenn wir nicht bald die Inga Rapids in Angriff nehmen. Vielleicht würde ich sogar mit extremen Kayak-Expeditionen noch vorher aufhören. Es gab dennoch zwei Umstände die mir halfen das Ziel nicht aus den Augen zu lassen: zum einen kann ich nicht ohne den Heiligen Grahl meine Karriere beenden. Ich bin jetzt am Höhepunkt meine Karriere angekommen. Als Senior möchte ich nicht abtreten. Zum anderen wollte ich die Inga Stromschnellen bezwingen, bevor ich heirate. (Steve hat in diesem Sommer geheiratet). Ich wußte, dass es ein lebensgefährliches Projekt ist, aber ich hatte mich entschieden und wollte es unbedingt vollbringen.

Ein Whirlpool hätte dich fast selber das Leben gekostet. Es sah schon so aus als würdest Du ertrinken. Wie zum Teufel bis du da noch einmal ohne Helikopter-Rettung rausgekommen?!

Die Kräfte eines Whirlpools wirken in drei aufeinanderfolgenden Phasen: 1.) starker Abwärtszug 2.) Auflösung und 3.) Ausklingen. Als ich bemerkte, dass ich gefangen war und mein Kayak sich unter Wasser um die eigene Achse drehte, hielt ich die Luft an und wartete auf den Zeitpunkt bis sich der Sog auflösen würde. Ich rechnete mit ungefähr 30 Sekunden. Allerdings war ich in dem Moment als ich geschluckt wurde schon ziemlich erschöpft von einem zehn Minuten Sprint quer über das wuchtige Wildwasser, um überhaupt an diesen Flussabschnitt zu gelangen. Es war schrecklich. Schon nach ein paar Sekunden hatte ich das Gefühl zu ertrinken. Kurz bevor ich bewusstlos wurde, löste sich der Whirlpool glücklicherweise auf und spuckte mich wieder aus.

Was für ein Kayak hast Du bei der Congo-Expedition benutzt?

Im Augenblick werde ich von FLUID Kayaks gesponsert. Für den Congo brauchten wir allerdings Kayaks mit viel Speed, Volumen und Beweglichkeit. Deshalb habe ich ein Liquid Logic Remix benutzt, welches die Anforderungen am besten vereinte.

Hat für Dich als Südafrikaner der Congo River eine spezielle Bedeutung? So etwas wie das Lebensblut Deines Kontinents?

Der Congo ist der größte Fluss Afrikas. Er ist der das Herzstück des Kontinents. Und Afrika ist meine Heimat. Ich habe eine Haus auf einer Insel in Uganda und verfüge über das „African know-how“. Dieses Wissen erlaubt es mir mit den Menschen gut auszukommen und gewisse Schwierigkeiten zu lösen. In diesem Zusammenhang war es meine Verantwortung die Geschichte so zu erzählen wie sie wirklich geschah.

Was hat Dich am positivsten an der Demokratischen Republik Congo überrascht?

Obwohl das Land sehr arm ist und einen schlechten Ruf hat, waren 90 Prozent der Menschen, die wir kennengelernt haben, äußerst freundlich und hilfsbereit. In der Hauptstadt Kinshasa konnten wir ganz natürlich das Straßenleben erkunden. Allerdings musst du auch ständig aufmerksam sein, denn ein verzweifelter, armer Mann wird sofort die Chance ergreifen um sich das zu holen, was er gerade benötigt.

Wie habt ihr euch vor Krokodilen geschützt?

Ein Freund von mir, Hendri, der es noch vor uns auf dem Congo River versuchte, wurde Opfer eines Angriffs. Krokodile waren also durchaus eine Bedrohung, wir mussten die ganze Zeit extrem auf der Hut sein, haben aber tatsächlich nicht eines zu Gesicht bekommen. Wer sich dennoch einmal einem Krokodil gegenübersieht, der schwimmt oder paddelt am besten aggressiv auf das Tier zu, in der Hoffnung, dass es dann Angst bekommt und abdreht.

Du setzt dich detailliert mit der politischen Situation in den Expeditionsländern auseinander, das galt für Projekt Inga genauso wie vorher am Tsangpo in Tibet. Steckt mehr dahinter als pure Selbsterhaltung?

Tsangpo und Congo gehören zu meinen beiden wichtigsten Expeditionen im 21. Jahrhundert. Ich bereite mich stets mit größtmöglicher Sorgfalt vor. Sich mit den politischen Umständen vertraut zu machen, ist schlau, na klar. Aber es ist auch unabdingbar, als Besucher eines Landes gehört das einfach dazu, das ist auch das erste, was ich Leuten klarmache, die ins Team wollen: informiert euch über die politischen Verhältnisse. (Warum das so wichtig ist?) Ich gebe Ihnen gern ein Beispiel: 2007 musste ich das erste Mal nach Kinshasa reisen, es ging um das Beantragen diverser Genehmigungen für das Grand Inga Project. Unglücklicherweise wurde ich dabei von Soldaten verhaftet. Sie nahmen mein ganzes Gepäck auseinander und stießen dabei auf Kameras, Kartenmaterial und einiges an High-Tech-Ausrüstung. Ihre Schlussfolgerung? Ich konnte nur ein Spion sein. Als sie dann noch ein Foto von mir fanden, auf dem ich mit Soldaten aus Uganda zu sehen war – der Kongo und Uganda waren sich damals spinnefeind – gab es jede Menge Ärger. Ich kann also jedem nur raten, sich ein Bild vom politischen Klima zu machen und nichts dabeizuhaben, was einen unter Umständen belasten könnte.

Hast Du Dir außer beim Kajakfahren woanders noch hohe Ziele gesteckt?

Mountainbiking, Paragliding, Angeln, Skilaufen; ich will überall immer besser werden. Auch außerhalb des Sports, beim Filmemachen und beim dazugehörigen Marketing. Zugegebenermaßen habe ich da schon so einiges an Erfahrungen in den letzten 15 Jahren sammeln können – ich habe ja während meiner Profizeit meine einzelnen Kajak-Projekte dokumentiert und selbst vermarktet. Als Profi-Sportler muss man diese Dinge einfach drauf haben, schließlich bestreiten wir ja damit unseren Lebensunterhalt. Ich möchte aber auch nicht zu sehr in nur einer Schublade landen. Ach so, geheiratet habe ich ja auch noch … da ist auch noch richtig Luft nach oben.

Wer ist eigentlich Dein Lieblingsreiseschriftsteller?

Mark Anders. Mit dem hatte ich das Vergnügen, beim Grand Inga Project zusammenzuarbeiten. Er war bei der Expedition dabei und schrieb anschließend darüber einen 26-seitigen Artikel. Außerdem hat er mich beim Drehbuch und der Erzählstruktur für die Doku beraten, zu finden ist das alles unter www.ingaproject.com

Was hast Du als nächstes vor?

Ich hab da schon noch das ein oder andere tolle Kajak-Abenteuer im Ärmel. Aber nach Inga geht es jetzt nicht mehr unbedingt um „noch höher hinaus“ oder „noch gefährlicher“, das hab ich jetzt hinter mir. Ich möchte mich mehr auf das Filmemachen konzentrieren. Meine Art des Geschichtenerzählens einbringen und dann mit richtig ausgereifter Kameraführung andere begleiten, besonders junge Kajak-Talente, später aber auch andere Sportler … da ist ne Menge in der Pipeline.

 

Weitere Informationen unter: www.ingaproject.com

http://youtu.be/N1glN7aZyEQ

 

Info Steve Fisher

Keine Frage, jemand der ihm beim Kajakfahren das Wasser reichen könnte, sucht man vergeblich. Extrem-Kajaker Steve Fisher (35) ist eine Ausnahmeerscheinung. Schon im zarten Alter von neun Jahren wußte der gebürtige Südafrikaner, was er wollte: Einmal die Inga Rapids bezwingen. Von ihnen hörte er erstmals in den frühen 80er Jahren. In den Nachrichten lief eine Sendung über die sieben Mitglieder der French Africa-Raft Expedition. Und wie sie auf ungeklärte Weise einfach verschwanden. Fisher war fasziniert.

26 Jahre später ist der Mann Legende. Der Wildwasser-Superstar. Und wahrscheinlich der einzige, für den die Inga Rapids keine Nummer zu groß sind. 1999 ist er Profi geworden. Und gewann seitdem unzählige Free-Style Wettbewerbe und Extreme-Races, das Paddler Magazine kürte ihn 2003 zum “World’s Best Kayaker”, im gleichen Jahr drehte er dann der Wettkampfszene den Rücken und konzentrierte sich seitdem nur auf Paddel-Expeditionen/Kajak Expeditionen. Fisher, der inzwischen in Tacoma, Bundesstaat Washington, zu Hause ist, bringt es mittlerweile auf 24 bedeutende Abfahrten weltweit, die vor ihm noch niemandem gelangen – darunter welche im Upper Middle Kaweah in Kalifornien, im MayKha River in Myanmar und in Tibets Yarlung Tsangpo. Jede einzelne dieser „Pionier-Abfahrten“ waren im Prinzip das perfekte Training für den ultimativen Trip: Expedition „Inga-Rapids“.

 

Info Tyler Bradt

Bradt ist der unangefochtene König der höchsten Wasserfälle. Am 21. April 2009 hat er an den Palouse Falls im US-Bundesstaat Washington einen sensationellen Weltrekord aufgestellt. Dort stürzte er mit seinem Kayak 58 Meter in die Tiefe.

Im März 2011 brach er sich den Rücken als er einen 30 Meter Wasserfall in Oregon hinunterstürzte. Ein zäher Bursche, dieser 26-jährige. Durch nichts aufzuhalten. Respekt. Denn kaum acht Monate nach seinem Unfall, noch mit Schrauben und Stahlplatten im Kreuz, stellte er sich dieser Herausforderung: das weltweit gefährlichste Wildwasser zu bezwingen.

„T-Bradt“ wuchs in Western Montana auf saß bereits mit sechs Jahren im Kayak. Als junger Teenager wurde er schon als Wunderkind bezeichnet. Mit 14 Jahren hatte er seinen ersten Auftritt in einem TGR Film. Seit dieser Zeit brach er zweimal den Weltrekord im Wasserfallspringen, hat in unzähligen Kayak-Filmen mitgespielt und ist einer der wagemutigsten Paddler auf der Erde.

Seine standhafte Entschlossenheit und sein unübertroffener Sinn für Humor machten Bradt zu einer Schlüsselfigur im CONGO Team.

 

Info Rush Sturges

Sturges wird als einer der besten Allrounder in der gesamten Paddelszene angesehen. Er beherrscht nicht nur die Freestyle-Wettkämpfe, sondern ist ebenso erfolgreich bei Extreme-Races und Paddel-Expeditionen.

Der 27-jährige Ausnahmeathlet wurde im kalifornischen Forks of Salmon geboren und stammt aus einer richtigen Paddlerfamilie (seine Eltern besitzen die bekannte Otter Bar Lodge). Mit seinem Kajak hat er in über 30 Ländern Flüsse befahren. Sturges gehörte viermal dem USA Freestyle Nationalteam an, hat die Bronzemedaille beim Whitewater Grand Prix 2011 gewonnen und wurde vom Outside Magazin als einer der aktuell „20 größten Athleten“ ernannt. Darüber hinaus ist er bekannt für seine erfinderischen Tricks wie den „Pistol Flip“ und den „Hail Mary“, bei dem der Kajaker einen Front Flip am Wasserfall riskiert.

Fisher bezeichnet Sturges aufgrund seiner Ausgeglichenheit und seiner kalkulierenden Vorgehensweise auf fließendem Gewässer als einen Segen für das CONGO Expeditionsteam.

Als talentierter Filmemacher hat Sturges sieben preisgekrönte Kajakfilme produziert und stand dabei selber auch noch vor der Kamera, wie beispielweise in „Dream Result“ und „Frontier“. Darüber hinaus ist er ein begnadeter Musiker und führt unter dem Künstlernamen „Adrenaline Rush“ Freestyle Rap und Hip-Hop auf. Einer seiner Originalsongs ist in CONGO zu hören.

 

Info Ben Marr

Der 25-jährige, aus Ontario/Canada, stammende Marr hat sich in der Kayak-Welt sehr schnell einen Namen als einer der besten Big-Wave Surfer geschaffen. Auf seiner endlosen Suche nach größeren und besseren Wellen landet „Benny“ zwangsläufig immer im wuchtigsten Wildwasser und den gefährlichsten Flüssen. Dank seines großen Erfahrungsschatzes war er für die CONGO Expedition bestens vorbereitet. Marrs Gutmütigkeit und Ausgeglichenheit war Gold wert, meinte Fisher. Wenn es auf dem Fluss mal wieder richtig hoch her ging – und das war oft der Fall – sorgte er dafür, dass im Team stets gute Laune herrschte.

Marr kam mit neun Jahren auf den Geschmack zu paddeln, als ihm sein Vater das erste Kayak schenkte. Seitdem ist er Feuer und Flamme. Marr war schon Temamitglied auf Expeditionen in Norwegen, China, Chile, Malaysia und den Philippinen. Beim 2011 Whitewater Grand Prix belegte er den zweiten Platz und gewann im gleichen Jahr bei den „Rider of the Year Awards“ die Kategorie “Trick des Jahres”. 2007 siegte er beim Red Bull RIP Cup.

 

 

 

Weitere Informationen zum Unternehmen:

DIE LOGISTIK – ÄHNLICH UNBERECHENBAR WIE DER FLUSS

Sein Leben zu riskieren, um einmal die tödlichsten Rapids weltweit zu bezwingen, ist eine Sache. Eine andere ist … das Ganze zu organisieren. In einem politisch komplett degenerierten Staat wie dem Kongo. Und dann die ganze Expedition auch noch erfolgreich durchzuziehen.

Genehmigungen: Fischer, sein Logistik-Experte und ein lokaler Übersetzer und Mittelsmann brauchten geschlagene vier Jahre um die offiziellen Genehmigungen einzuholen – dabei floss jede Menge Schmiergeld.

Dreharbeiten: Das Filmen und Fotografieren an öffentlichen Plätzen und Regierungsgebäuden in der Hauptstadt Kinshasa ist strengstens verboten. Da nützte auch das Vorzeigen von Genehmigungen wenig, die Crew wurde immer wieder von der Polizei, aber auch von einfachen Bürgern beim Filmen schikaniert.

Security: Um die Sicherheit für das Team im Kongo – Entführungen sowie Autoentführungen stehen dort ganz oben auf der Tagesordnung – zu gewährleisten, wurden zwei Polizisten mit AK 47 Sturmgewehren als Bodyguards engagiert.

Helikopter: Drehen in der Nähe der Inga-Rapids? Ohne Helikopter ging da gar nichts. Leider gab es den weder im Kongo noch in den Nachbarstaaten zu mieten – das Team fand schließlich einen in Kenia und ließ ihn über 2.400 Kilometer einfliegen. Inklusive sieben Fässer Treibstoff. 13 zermürbende Stunden dauerte der Flug bis zur Landepiste in Inga.

Krankheiten vor Ort: Alle 12 Team-Mitglieder litten an chronischem Durchfall aufgrund mangelnder Hygiene bei Wasser und Nahrung. Es gab drei Malariafälle. Rush Sturges, einer der Kajakfahrer, infizierte sich mit fleischzersetzenden Bakterien, sein Arm musste später in den USA operiert werden.

 

Die DVD ist zum THE GRAND INGA PROJECT :

http://www.amazon.de/Congo-Grand-Inga-Project-Kayak/dp/B00AA58PSO/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1356464017&sr=8-1

https://itunes.apple.com/us/movie/congo-the-grand-inga-project/id551938553

 

 

 

 

Quelle: Kappes Adventure Press, www.adventure-press.de ; 2012 Red Bull Media House

 

 

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