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Yukon Arctic Ultra

8 Januar 2011 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Wir stellen vor: Yukon Arctic Ultra, der kälteste und härteste Ultra-Marathon der Welt; ein Abenteuer!

Schon um 8000 v. Chr. lebten Menschen in dieser Region. Sie überlebten zweimal die Sanddünen einen Vulkanausbruch mit gewaltigem Ascheregen. Wie der gesamte südliche Yukon, so liegt Whitehorse im subarktischen Bereich. Der wärmste Monat ist der Juli mit Temperaturen bis zu 21 °C. Im Winter sind Temperaturen um die -50 °C keine Seltenheit. Also genau die richtige Gegend, um den Komfortbereich für einen „kleinen“ Wettkampf im Winter zu verlassen.

Wir waren schon 2008 dabei: 100 Meilen bei bis zu -50 Grad und werden am 06. Februar 2011 die 300 Meilen (482Km) in Angriff nehmen – und dann wären da ja noch die 430 Meilen…

Die Nachfrage für das Jahr 2011 ist immens!  62 Athleten haben sich für die Ultradistanzen und acht für den Marathon angemeldet! Im internationalen Starterfeld sind 15 Deutsche und zwei Österreicher am Start.

Der Trail des Yukon Arctic Ultra folgt der Strecke des Yukon Quest, des härtesten Hundeschlittenrennens der Welt. Das 100-Meilen-Rennen geht von Whitehorse nach Braeburn. Die Teilnehmer des 300-Meilen-Rennens müssen bis nach Pelly Farms, dort verlassen sie den Fluss und kommen auf dem Zufahrtsweg der Farm zurück nach Pelly Crossing. Die Athleten des 430-Meilen-Rennens bleiben auf dem Yukon Quest Trail Richtung Norden, bis nach Dawson City und genießen die fantastischen Polarlichter der Nächte.

http://maps.google.de/maps?q=whitehorse&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&hq=&hnear=Whitehorse,+YT,+Canada&gl=de&ei=KaEnTbKED8Oz8QOSmrnrAg&sa=X&oi=geocode_result&ct=image&resnum=1&ved=0CCcQ8gEwA

Aufgrund der schwierigen Bedingungen, verursacht durch:

* die extreme Kälte des Yukon im Februar

* die Wildnistrails

* den Non-Stopp Rennmodus und

* der Distanzen, welche zu bewältigen sind

wird der Yukon Arctic Ultra  als das kälteste und härteste Ultrarennen der Welt eingestuft. Situationen, die unter normalen Umständen wenig problematisch sind, können im tiefen Winter des Yukon Territory absolut lebensbedrohlich werden.

Der Yukon Arctic Ultra startet wieder am 06. Februar 2011 um 10:30 Uhr im kanadischen Whitehorse, Yukon Territory.

Eine detaillierte Berichterstattung erfolgt parallel zum Wettkampf, ein  Erfahrungsbericht folgt im März 2011.

androgon wünscht allen Teilnehmern viel Erfolg!


Verlassen der Komfortzone 1.Akt

Auszug Bericht YAU 2006

…endlich erreichte ich doch die ersten Häuser von P.C., sah zwei, drei Autos und hörte Hundegebell. Nun war mir einigermaßen klar, warum man P.C. nicht leuchten sah: Zu verstreut und teilweise verdeckt im Wald lagen die Häuser und Laternen, sodass man sie eigentlich erst dann sah, wenn man direkt vor ihnen stand. Dreimal bin ich nun schon im Rahmen des UTMB nachts durch Champex Lac gelaufen, und immer glaubte ich hier meine Vorstellung einer Geisterstadt in Realität vor mir zu sehen. Doch P.C. machte einen so verdammten und gottverlassenen Eindruck, dass ich einen Läufer gut verstehe, der beim Anblick dieser trostlosen Siedlung der festen Überzeugung war, wieder Opfer von Halluzinationen geworden zu sein. Seine Reaktion in diesem Augenblick war überragend rational – doch im Nachhinein betrachtet hat sie etwas kafkaeskes: Aus Angst, in diesem äußerst bedenklichen Zustand einen gravierenden Fehler zu machen, biwakierte er in einem der Vorgärten und stellte am nächsten Morgen fest, dass seine vermeintlichen Halluzinationen Realität waren und ihm nur mehr ein paar hundert Meter ins Ziel gefehlt haben. Wie heißt es in „Papillon“, dem fantastischen Film über französische Strafgefangene auf der Teufelsinsel so schön: „Mit dem Verstand geschehen hier die merkwürdigsten Dinge.“

Ich blieb Gott sei Dank auch auf den letzten Metern von solchen Erscheinungen verschont und fand den Weg trotz der erneut spärlichen Markierung ins Ziel. Dort angekommen war meine Reaktion so, wie ich sie erwartet bzw. befürchtet hatte: Ich wusste vorher schon, dass ich mich wahrscheinlich nicht freuen könnte, dass mir kein Stein von Herzen fiel, dass ich keine unendliche Erleichterung verspüren könnte. Ein Traum, an den ich über Monate so fest geglaubt hatte war in Erfüllung gegangen und hatte damit seinen Zauber verloren. In der Vorstellung, diese Reise zu unternehmen steckte für mich soviel Magie, Energie und Hoffnung – das alles war nun Schall und Rauch, die Realität hatte mich wieder und, was das Schlimmste war: Ich hatte mein Ziel aus den Augen verloren. Kein schönes Gefühl! So skurril es auch klingt, aber je länger und intensiver meine Läufe werden, desto mehr fürchte ich mich vor den Zieleinläufen. Mehr als je zuvor bin ich der festen Überzeugung: Ich laufe, um zu laufen; nicht, um anzukommen… (Tom Wolter-Roessler)

Weitere Informationen unter:

http://www.arcticultra.de/de/

http://www.youtube.com/v/s-rccJIx46s

http://www.racelite.de/

(fs)

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