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Steve McCurry – Im Fluss der Zeit

16 Januar 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Goldener Fels. Shwe Pye Daw, ein heiliger Platz. Kyaiktiyo, Burma. 1994.
© Steve McCurry / Magnum Photos

Fotografien aus Asien 1980 – 2011

19. Januar – 16. Juni 2013

Erstmals in Deutschland präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg einen umfassenden Überblick über das farbgewaltige Œuvre des amerikanischen Fotografen Steve McCurry in einem musealen Rahmen. In der Reihe wegweisender Fotografen, in welcher bereits die Werke Man Rays (1994), Brassaïs (2004), Edward Steichens (2008) und Henri Cartier-Bressons (2011/12) gezeigt wurden, widmet das Kunstmuseums nun einem lebenden Fotografen eine Einzelausstellung.

Weltweite Berühmtheit erlangte Steve McCurry, als er 1979 zur Zeit der sowjetischen Invasion die Grenze von Pakistan nach Afghanistan überwand. Die ersten Aufnahmen aus dieser Konfliktregion stammen von ihm, sie wurden in der New York Times, im Time Magazine und in Geo veröffentlicht. In einem afghanischen Flüchtlingscamp entstand die ikonisch gewordene Fotografie des afghanischen Mädchens Sharbat Gula, die 1985 auf dem Cover des National Geographic erschien. Seit 1986 ist McCurry Mitglied der berühmten Fotoagentur Magnum, die 1947 u.a. von Henri Cartier-Bresson und Robert Capa gegründet wurde.

McCurrys Nähe zu Asien ist seit seinen ersten Reisen nach Indien und Afghanistan gegen Ende der 1970er-Jahre ungebrochen. Der grundlegende Gegensatz zur Kultur des Westens liegt für ihn dabei in der Öffentlichkeit des Lebens und in der Verschmelzung des profanen mit dem religiösen Leben. Die Ausstellung folgt diesem Fokus und zeigt seine weltberühmten Fotografien aus Ländern wie Afghanistan, Indien, Kaschmir, Burma, Tibet, Kambodscha, Kuwait, China, Bangladesh oder Nepal, die in den
letzten dreißig Jahren entstanden sind.

Wer kennt es nicht, dieses anmutige und gleichzeitig verstörte Gesicht eines afghanischen Mädchens, das 1985 um die ganze Welt ging. Die renommierte Zeitschrift National Geographic hatte es auf ihr Cover gesetzt und mit einem Schlag dem ganzen Elend aber auch der Schönheit des kriegs- und terrorgeschüttelten Landes am Hindukusch ein Gesicht gegeben.

Der wagemutige Fotograf, der diese Aufnahme in einem Schulzelt eines Flüchtlingslagers schoss, ist Steve McCurry, der inzwischen zu den gefragtesten Fotografen der Welt zählt. Das Mädchengesicht gehört zu der damals zwölfjährigen Sharbat Gula. Dieses Bild ist nun zusammen mit rund 115 anderen Werken des amerikanischen Fotografen im Kunstmuseum Wolfsburg zu sehen.

Für Steve McCurry ist der Weg das Ziel. Sein Leben gleicht einer kontinuierlichen Reise, die seit mehr als dreißig Jahren andauert. McCurrys vielfach ausgezeichnete Fotografien sind jedoch mehr als eine Autobiografie in Bildern. Unverstellt dokumentieren sie das Weltgeschehen, Konflikte, Menschen, ihre Lebensräume sowie deren steten Wandel – insbesondere in Asien. Die Ausstellung folgt diesem Fokus und zeigt Fotografien aus Ländern wie Afghanistan, Indien, Kaschmir, Burma, Tibet, Kambodscha, Kuwait, China, Bangladesch oder Nepal. Erstmals in Deutschland präsentiert das Kunstmuseum Wolfsburg einen umfassenden Überblick über diese farbgewaltigen Aufnahmen des Amerikaners in einem musealen Rahmen. In der Reihe wegweisender Fotografen, in welcher bereits die Werke Man Rays (1994), Brassaïs (2004), Edward Steichens (2008) und Henri Cartier-Bressons (2011/12) gezeigt wurden, widmet das
Kunstmuseums somit nun einem lebenden Fotografen eine Einzelausstellung.

Weitere Informationen:

Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1
38440 Wolfsburg

www.kunstmuseum-wolfsburg.de

 

Quelle: Kunstmuseum Wolfsburg

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