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Laufen & Sehnenscheidenentzündung

Fuß [1]

Medizinische Kolumne zur sportlichen Gesundheit

Der renommierte Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler, Leiter der sportmedizinischen U-Stelle des Kreises Bergstraße in Heppenheim und ehemaliger Chefredakteur des Fachmagazins “Puls aktiv”, konnte von androgon als medizinischer Berater gewonnen werden. Er betreut seit einem Jahr das Extremsport-Team androgon und stellt aus seiner Sprechstunde wöchentlich für alle Extremsportler und sportlich Interessierten seine medizinischen Tipps vor.

Als nächsten Beitrag stellen wir nun die Beratung eines Triathlets mit Sehnenscheidenentzündung im Bereich des M. tibialis posterior vor.

Dietmar H. fragt:

Sehr geehrter Herr Dr. Ziegler,

ich bin 47, wiege bei 1.80 m 73 kg und seit 13 Jahren Triathlet über alle Distanzen. Seit nunmehr 10 Monaten habe ich eine Sehnenscheidenentzündung am rechten Sprunggelenk und zwar am Ansatz der M. tibialis posterior-Sehne an den Fußwurzelknochen. Der Hausarzt diagnostizierte einen Senk-Spreizfuß, verschrieb Trainingspause, Schuheinlagen und Stützstrumpf. Daraufhin habe ich ausschließlich Rad & Schwimmen trainiert und ca. 2,5 Monate mit dem Laufen pausiert. Anfang Mai dann wieder begonnen und das Sprunggelenk bedankte sich mit einer Verdickung am Sehnenansatz, Ergüssen und leichtes Stechen am Sehnenansatz. Die dann von einem Orthopäden veranlasste MRT-Aufnahme des Sprunggelenkes zeigte Flüssigkeitseinlagerung in der Sehnenescheide, ansonsten keine Auffälligkeiten am Sprunggelenk. Mit dem Ziel den anstehenden Triathlon-Wettkampf bekämpfte ich die Entzündung mit dem Schmerzmittel Arcoxia® und Phlogenzym® sowie Physiotherapie (Stützmuskeltraining, Tape, Stromtherapie etc.) Den Wettkampf konnte ich dann problemlos und schmerzfrei durchführen. Anschließend pausierte ich für ca. 3 Wochen. Bei der Wiederaufnahme kam es wiederum zu verstärkten Ergüssen am Gelenk und starkem Stechen am Sehnenansatz. Wieder wurde Arcoxia® zur Hemmung der Entzündung eingesetzt plus einer anti-entzdl. wirkende Spritze in die Sehnenscheide (Traumeel?). Zusätzlich wurde eine Eigenblut-Serumtheraphie mit 7 Injektionen verordnet sowie spezielle Laufschuh-Einlagen. Die Übungsempfehlungen gemäß einer durchgeführten Bewegungsanalyse bei einem Orthopädie-Schuhhaus praktiziere ich seither. Leider ergab sich bisher insgesamt noch keine durchgreifende Verbesserung. Seitens meines Orthopäden besteht daher nun die Auffassung, das Problem sei nur noch operativ zu lösen. Hätten Sie hierzu einen Rat? Mit freundlichem Gruß

Sportarzt Dr. med. Rudolf Ziegler aus Heppenheim antwortet:

Werde versuchen, etwas Licht in Ihre komplexe Symptomatik zu bringen. Zunächst das m.E. Wichtigste vorne weg: Bis zur Einwilligung zu einer Op würde ich mir an Ihrer Stelle noch reichlich Zeit lassen. Was ist daher jetzt zunächst zu tun:

Ja, jetzt bleibt mir eigentlich nur noch, Ihnen gute Besserung zu wünschen & zu hoffen, dass meine Tipps bei Ihnen auch anschlagen werden.

Dr. med. R. Ziegler [3]„Es gibt nichts Gutes, es sei denn, man tut es!“

Herzlichst
Ihr
Dr. med. Rudolf Ziegler
 
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