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SCHÖNHEIT UND REVOLUTION

11 Februar 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Johann Heinrich von Dannecker (1758–1841), Ariadne auf dem Panther, 1803–1814, Marmor, 146 cm
Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt am Main

KLASSIZISMUS 1770–1820

20. FEBRUAR BIS 26. MAI 2013

In einer umfassenden Sonderausstellung widmet sich das Frankfurter Städel Museum vom 20. Februar bis 26. Mai 2013 dem Klassizismus und dessen Impulsen für die Romantik. Die in Zusammenarbeit mit der Liebieghaus Skulpturensammlung entstandene Ausstellung „Schönheit und Revolution“ versammelt rund 100 Werke aus der Zeit von 1770 bis 1820, darunter Arbeiten von Anton Raphael Mengs, Thomas Banks, Antonio Canova, Jacques-Louis David, Bertel Thorvaldsen, Johann Gottfried Schadow und Jean-August-Dominique Ingres. Die große Überblicksausstellung zum Klassizismus gewährt erstmals in Deutschland einen umfassenden Einblick in die Vielfalt der unterschiedlichen und zuweilen sogar widersprüchlichen Facetten dieses Stils und zeigt die Verbindungen und Impulse zur Kunst der Romantik auf.

Anhand von bedeutenden Skulpturen, Gemälden und Grafiken aus internationalen Sammlungen veranschaulicht die Ausstellung den bestimmenden Einfluss der Antike auf die Künstler jener Zeit. Im Ringen um eine gesellschaftlich relevante Kunst richtete sich der Blick sowohl auf die Ästhetik der griechischen und römischen Kunst als auch auf deren durch Historie und Mythologie vermittelte Tugenden und Moral. Auf welch unterschiedliche Weise der Betrachter dabei angesprochen werden kann, wird in der Ausstellung offenbar. So stehen einander in Frankfurt unter anderem erstmals zwei berühmte Marmorskulpturen der griechischen Göttin Hebe in Varianten von Antonio Canova (1796, Staatliche Eremitage, St. Petersburg) und Bertel Thorvaldsen (entworfen 1806, Thorvaldsens Museum, Kopenhagen) gegenüber. Seit ihrer Entstehungszeit wurden die beiden Meisterwerke zwar fortwährend miteinander verglichen und bewertet, jedoch noch nie gemeinsam ausgestellt.

Die große Frühjahrsausstellung des Städel Museums gibt einen breit gefächerten Überblick über die Epoche des Klassizismus und demonstriert anhand von innovativen Arbeiten Gavin Hamiltons und Johann Heinrich Füsslis über zentrale Werke Antonio Canovas und Jacques-Louis Davids bis hin zu Meisterwerken des „romantischen Klassizismus“ von Bertel Thorvaldsen die unerwartete Lebendigkeit der oftmals als statisch angesehenen Epoche.

Weitere Informationen:

Katalog: Zur Ausstellung erscheint im Hirmer Verlag ein umfangreicher von Dr. Maraike Bückling und Dr. Eva Mongi-Vollmer herausgegebener Katalog mit Beiträgen von Sergej Androsov, David Bindman, Maraike Bückling, Werner Busch, Christian M. Geyer, Alexander Kaczmarczyk, Thomas Kirchner, Eva Mongi-Vollmer, Johannes Myssok und Marjorie Trusted, deutsch, 360 Seiten, 39,90 Euro.

www.staedelmuseum.de
Ort: Städel Museum, Schaumainkai 63, 60596 Frankfurt
Ausstellungsdauer: 20. Februar bis 26. Mai 2013
 

Quelle: Städel Museum

 

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