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Dem Glück auf der Spur

11 März 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Buddha

Glück – Aus der Sicht eines Neurowissenschaftlers

Schon viele Dichter, Philosophen und Psychologen haben sich mit dem Phänomen des Glücks befasst und waren ihm greifbar nahe, aber konnten es dennoch nicht fassen. Wie etwa unser größter Dichterfürst Goethe, der im Faust II, diesen berauscht vom Glück des Augenblicks bekennen lässt: „Verweile doch!, du bist so schön!“.
Aus der Sicht des amerikanischen Psychologen Dr. Rick Hanson ist dieser von wohl allen Menschen erstrebte Zustand des Wohlbefindens durchaus erreichbar, indem wir unser Gehirn durch bewusstes Denken und Trainieren in diesen Glückszustand zu versetzen vermögen. Als Vorbild und gleichzeitig als Buchtitel dazu dient ihm „Das Gehirn eines Buddha“, mit dem „Mann“ offenbar in völliger Harmonie in uns Glück, Wohlbefinden und inneren Frieden erlangen kann

Denn anhand von modernen Bildgebenden Verfahren ist es jetzt wissenschaftlich nachweisbar, dass das Gehirn dauernden Veränderungen unterworfen ist. So können Menschen zum Beispiel, die über längere Zeit meditieren, messbar stärker ausgebildete Areale, in jenen Regionen des Gehirns entwickeln, die mit emotionalem Wohlbefinden und Impulskontrolle zu tun haben. Außerdem können Personen die regelmäßig Entspannungsübungen, wie zum Beispiel Yoga exerzieren, eine veränderte Aktivität von Genen induzieren, die in der Lage sind unsere Stressreaktionen zu kontrollieren. Diese Menschen finden dadurch weit weniger Stress vor als andere, die nicht derartige Übungen vollziehen.

Dr. Hanson kommt daher zu dem Schluss, dass unser Glücksempfinden zu etwa 50 % von uns selbst kontrolliert werden kann, während die andere Hälfte durch unsere Gene sowie äußere Lebensfaktoren wie Gesundheit, soziale und finanzielle Bedingungen determiniert sind. Somit ist es entscheidend für unser Wohlbefinden, dass das in unseren Händen liegende 50 prozentige Potenzial von uns möglichst voll ausgeschöpft wird. Als Ausgangspunkt für diese neue Sicht in der Funktion des Gehirns gilt die von dem Psychologen Dan Siegel vor kurzem gemachte revolutionäre, wissenschaftliche Entdeckung, „dass das erwachsene Gehirn die gesamte Lebensdauer hindurch offen für Veränderungen bleibt. […] Die simple Wahrheit ist die, dass die Art und Weise, wie wir unsere Aufmerksamkeit konzentrieren, wie wir bewusst den Energie-und Informationsfluss durch unsere neuronalen Schaltkreise leiten, direkt die Aktivitäten sowie die Struktur des Gehirns geändert werden kann. Der Schlüssel liegt im Kennen der Schritte, die uns dahin führen, unser Gewahrsein auf Arten und Weisen zu nutzen, die das Wohlbefinden fördern.“*

Diese neuen Erkenntnisse haben Rick Hansen gemeinsam mit seinem Partner Richard Mendius in wissenschaftlich fundierter Form in dem Ratgeber-Buch „Das Gehirn des Buddha“ praktisch umgesetzt. Anhand von mehr als 100 Übungen, Tipps und Ratschlägen können wir damit unseren Geist ruhiger und weniger wankelmütig werden lassen. Dadurch sind wir unserem Gehirn gegenüber nicht mehr so willenlos ausgeliefert wie uns das oftmals erscheint. Im Gegenteil, wir können durch unsere eigenen Übungen unser Leben positiv verändern. Denn wenn wir jeden Tag  die dafür notwendige Zeit einsetzen, wird sich unser Gehirn langsam über sich selbst zu wundern beginnen und schließlich die Gelassenheit und Weisheit eines Buddha erreichen. Schließlich wäre auch damit Fausts Anspruch, den  Glücksmoment in Fesseln zu legen, Wirklichkeit geworden.

(wz)

* aus dem Vorwort

Weitere Informationen:

Titel: Das Gehirn eines Buddha: Die angewandte Neurowissenschaft von Glück, Liebe und Weisheit
Rick Hanson (Autor), Richard Mendius (Autor)
Arbor-Verlag
312 Seiten
Broschur
15 cm × 21.5 cm
Bestellnummer: 9783867810258
19,90 € inkl. 7% MwSt

Rick Hanson ist Neuropsychologe, Autor und Meditationslehrer

www.arbor-verlag.de/buch/das-gehirn-eines-buddha

 

Bildquelle: Arbor-Verlag

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