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Von Beckmann bis Warhol

28 März 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken
Max Beckmann: Orchideenstillleben mit grüner Schale, 1943, Öl auf Leinwand, © VG Bildkunst, Bonn 2012

Max Beckmann: Orchideenstillleben mit grüner Schale, 1943, Öl auf Leinwand, © VG Bildkunst, Bonn 2012

Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts – Die Sammlung Bayer

2. März bis 9. Juni 2013

Die Sammlung Bayer zählt zu den ältesten Firmensammlungen Deutschlands. Als Bildungsmaßnahme für die Mitarbeiter zu Beginn des 20. Jahrhunderts initiiert, umfasst sie heute 2.000 Werke. Obgleich die Werkliste keinen systematisch enzyklopädischen Charakter hat, liest sie sich wie das Who is Who des 20. und 21. Jahrhunderts. Arbeiten der großen Expressionisten wie Beckmann, Kirchner, Pechstein befinden sich ebenso darunter wie Grafiken und Gemälde von Pablo Picasso, Sam Francis, Joan Miró, Gerhard Richter, Andy Warhol, Andreas Gursky, Imi Knoebel, jungen Künstlern und ars viva- Preisträgern. Die Ausstellung präsentiert mit über 240 Arbeiten von 89 Künstlerinnen und Künstlern ein Stück Kunst- und Unternehmensgeschichte. Aus Anlass des 150-jährigen Firmen-Jubiläums wird die Sammlung erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Sammlung kann grob in vier kunstgeschichtliche Bereiche unterteilt werden. Sie präsentiert den deutschen Expressionismus mit Arbeiten von Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff. Die École de Paris umfasst die gesamte in Paris beheimatete Kunstszene der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und wird mit Werken der Künstler Georges Braque, Marc Chagall, Joan Miró, Pablo Picasso repräsentiert. Als Vertreter der Nachkriegs- und informellen Kunst ist Ernst Wilhelm Nay in der Sammlung vertreten. Mit seinen freien und spontanen Zeichnungen und seinen intuitiven Farbsetzungen nimmt der Teilnehmer der documenta 2 und 3 eine Schlüsselposition in der deutschen Nachkriegskunst ein. Den Schwerpunkt bildet die Kunst von den 1970er-Jahren bis zur Gegenwart. Hier öffnet sich die Sammlung für amerikanische Künstler der Westküste wie David Hockney, Sam Francis und Ed Ruscha. Vertreten sind auch Leinwand-Arbeiten der deutschen Künstler Gerhard Richter, Albert Oehlen, Martin Kippenberger, Jan Voss sowie Fotografien von Candida Höfer und großformatige Polaroids von Marina Abramović und Ulvi Ulay.

Den Grundstock der heutigen Sammlung legte Carl Duisberg, der von 1912 bis 1925 den Konzern als Generaldirektor leitete. 1909 beauftragte er Max Liebermann, ihn zu portraitieren. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurde gekauft, was gefiel und nicht zu teuer war. Ziel war es nicht, Kunst als Wertanlage zu kaufen und somit Geld befristet zu binden, sondern Mitarbeitern Kunstwerke zur Ausstattung ihrer Büros zur Verfügung zu stellen. Heute werden bestehende Sammlungslücken schrittweise geschlossen und so gesammelt, dass die vorhandenen Positionen verstärkt und neue Akzente gesetzt werden können. Erstmals wird ein Teil der ältesten privaten Kunstsammlungen Deutschlands außerhalb Leverkusens gezeigt.

Weitere Informationen:

Katalog:

Von Beckmann bis Warhol. Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts
Die Sammlung Bayer
Herausgeber: Bayer AG
Buchhandelsausgabe: 39,90
 
Martin-Gropius-Bau
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7
10963 Berlin

www.berlinerfestspiele.de/

Quelle: Martin-Gropius-Bau / Berliner Festspiele

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