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12×12 Videolounge

24 Juni 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

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Die IBB-Videolounge in der Berlinischen Galerie

05.06.2013–05.05.2014

In der IBB-Videolounge werden über den Zeitraum eines Jahres zwölf Künstler präsentiert, die in den letzten Jahren durch ihren innovativen Umgang mit den Medien Film und Video aufgefallen sind. Dokumentarische Herangehensweisen reihen sich dabei an Strategien, die das Medium hinterfragen und nach neuen Formen der filmischen Erzählung suchen. Auch die Auseinandersetzung mit bildästhetischen Fragen, die Verwendung von Film oder Video zur Aufzeichnung von Performances und Experimente mit audiovisuellen Fragestellungen sind bestimmend für die Werke der eingeladenen Künstler.

Das Programmformat stellt nicht nur etablierte Vertreter der zeitgenössischen Videokunst vor, sondern auch junge Künstler, deren Werke bisher kaum in Museen zu sehen waren. Im monatlichen Wechsel wird jeweils ein Programm aus verschiedenen Werken zusammengestellt.

05.06.–01.07.2013: Jumana Manna

Den Auftakt macht Jumana Manna, die 1987 in New Jersey geboren wurde und momentan als Stipendiatin des Künstlerhaus Bethanien in Berlin lebt. In ihrer Arbeit A Sketch of Manners (Alfred Roch’s Last Masquerade, 2013) re-inszeniert sie die Fotografie einer ausschweifenden Feier des palästinensischen Politikers Alfred Roch aus dem Jahr 1924 in einem filmischen Tableau Vivant. Blessed Blessed Oblivion (2010) zeichnet als Adaption von Kenneth Angers Scorpio Rising (1963) ein unvorteilhaftes, zugleich jedoch mitfühlendes Porträt von Kleinkriminellen in Ost-Jerusalem. In The Umpire Whispers (2010) thematisiert Manna ausgehend von ihrer eigenen Biografie Intimität und Machtstrukturen, die zwischen einer Athletin und ihrem Trainer bestehen.

03.07.–29.07.2013:  Andy Graydon

Der zweite Künstler ist Andy Graydon, 1971 in Maui, Hawaii geboren. Er beschäftigt sich in seinen Werken mit unserer Wahrnehmung und Definition von Orten und Umgebung. Das Zusammenspiel von phänomenologischen, ökologischen und sozialen Konstruktionen, das unser Verständnis eines Ortes ausmacht, ist in seinen Arbeiten von zentraler Bedeutung. Graydon bezeichnet viele seiner Projekte als „Science Fiction Ökologien“ und verweist damit auf sein Interesse an der Verflechtung von Fiktion und faktischer Existenz: Ihn beschäftigen die unsichtbaren Potenziale, die einen Ort ebenso ausmachen wie etwa real vorhandene Natur, Infrastruktur oder Bauwerke. Freitag, 12.07., 19 Uhr: „The Findings“, Filme von Andy Graydon und Live Music Performance. Der Eintritt ist frei.

31.07.–26.08.2013: Laura Horelli

Im August wird im Rahmen von 12×12 Laura Horelli zu sehen sein. Sie wurde 1976 in Helsinki geboren und nähert sich in ihren Arbeiten der Geschichte auf subjektive Weise an, häufig über ihre Familiengeschichte. Durch die Kombination von Found Footage – angeeignetem Material – mit eigenen Aufnahmen, öffentlichen und privaten Bildern, hebt sie das kritische Potenzial von Nähe hervor und distanziert sich damit von den traditionell mit Dokumentarfilmen assoziierten Objektivitätsbekundungen.

Die IBB-Videolounge in der Berlinischen Galerie ist während der Öffnungszeiten des Museums zugänglich.

Weitere Informationen unter www.berlinischegalerie.de

Berlinische Galerie
Landesmuseum für Moderne
Kunst, Fotografie und Architektur
Stiftung Öffentlichen RechtsAlte Jakobstraße 124-128
10969 Berlin

 

Quelle: Berlinischen Galerie

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