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Sommergefühle bei den SALOMON 4 TRAILS

16 Juli 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken
Etappe 2 © Wisthaler

Etappe 2 © Wisthaler

Traumhafte Trails und atemberaubende Ausblicke von Ehrwald nach Imst

am Mittwoch, 10. Juli 2013, fiel der Startschuss zur dritten Auflage der SALOMON 4 TRAILS. Mehr als 550 Teilnehmer aus 25 Nationen haben sich der Herausforderung gestellt und dabei in vier Tagen 157,9 Kilometer und 9.804 Höhenmeter absolviert.

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen galt es bei der zweite von insgesamt vier Etappen insgesamt 45,3 Kilometer und 2.723 Höhenmeter im Aufstieg zu absolvieren. Eine echte Hammer-Etappe, die allen Teilnehmern einiges abverlangte. Die traumhafte Landschaft entschädigte aber für viele Strapazen.

Gleich zu Beginn wartete mit der Durchquerung des Mieminger Gebirges ein echtes Highlight der SALOMON 4 TRAILS 2013. Über die Ehrwalder Alm führte die Strecke die Trailrunner zunächst auf die Grünsteinscharte (2.272 m), ehe es wieder fast bis ganz hinunter ins Tal nach Obsteig ging. Unten angekommen, blieb nur wenig Zeit zum Verschnaufen. Denn auch der zweite Ansteig des Tages hatte es in sich. Steil ziehen sich die Serpentinen durch den Wald bis auf die Haiminger Alm, wo es über traumhafte Almwiesen und einen schönen Grat bis auf den Imster Hausberg, den Tschirgant geht. Von weitem leuchtet den Läuferinnen und Läufern schon das mächtige Gipeflkreuz entgegen und auch der Moderator ist am höchsten Punkt auf 2.203 m bereits gut zu hören. Doch vom Ziel trennen die Teilnehmer noch fast neun Kilometer und mehr als 1.400 Höhenmeter im Abstieg, die noch einmal ordentlich in die Beine gehen.

Favoriten-Sieg auf der zweiten Etappe
Wie bereits bei der ersten Etappe war Tofol Castanyer auch auf dieser technisch anspruchsvollen Etappe nicht zu schlagen. Der Spanier benötigte für die Strecke von Ehrwald nach Imst lediglich 4:53.29,7 Stunden und konnte damit seinen Vorsprung auf die Verfolger weiter ausbauen und unterstrich einmal mehr seine große Klasse: „Ich bin das Rennen heute etwas langsamer angegangen als gestern, schließlich warten noch zwei anstrengende Tage auf uns. Probleme hatte ich eigentlich nur bei den Schneefeldern, denn als Mallorquiner bin ich diese Bedingungen nicht wirklich gewohnt. Ich bin froh, dass es meinen Beinen weiterhin gut geht und die Wadenverletzung der letzten Wochen kaum mehr zu spüren ist. Ich freue mich schon auf morgen“, so Castanyer.

Auch Platz zwei und drei blieben unverändert. Stephan Hugenschmidt aus Radolfzell bewies damit einmal mehr, dass er trotz seiner jungen Jahre schon jetzt zu den besten Trailläufern Deutschlands zählt. „Heute war es wirklich sehr schwer und vor allem heiß. Doch das Wetter ist für alle Läufer gleich und jeder versucht das Beste zu geben. Am zweiten langen Anstieg am Haiminger Kreuz konnte ich mir heute den nötigen Vorsprung auf Max Frei herauslaufen, Tofol Castanyer ist einfach eine eigene Liga. Mit dem Ergebnis bin ich daher sehr zufrieden. Ich hätte nie gedacht, dass ich bei dem hochkarätigen Starterfeld so weit vorne mitlaufen kann und hoffe, dass ich auch auf den nächsten beiden Etappen an meine Leistungen anschließen kann“, so der 27-Jährige.

Mit seiner Leistung mehr als zufrieden war auch Max Frei. Der Freiburger konnte seinen dritten Platz gegenüber der Konkurrenz verteidigen und blickt dementsprechend zuversichtlich den kommenden Tagen entgegen. „Am Anfang sind wir in einer etwas größeren Gruppe gelaufen und haben uns etwas Zeit genommen, die traumhafte Landschaft um uns herum zu genießen. Das war heute wirklich eine Hammer-Etappe. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Die Läufer vor mir sind wirklich stark, daher möchte ich in den nächsten Tagen einfach versuchen, meinen dritten Platz zu verteidigen. Nach vorne wird die Luft sehr dünn.“

In der Master Men-Wertung konnte Javier Rodriguez aufzeigen und seinen ersten Tagessieg bei den SALOMON 4 TRAILS 2013 einfahren. Der Spanier übernimmt damit auch die Führung in der Gesamtwertung und verdrängt den bisher führenden Schweizer Berglaufmeister Woody Schoch auf Rang zwei. Bei den Senior Master Men konnte einmal mehr Thomas Miksch seine Konkurrenz auf Abstand halten und seine Führung in der Grand Master weiter ausbauen. Kein neues Siegergesicht gab es auch bei den Master Women, wo Julia Fatton neuerlich als erste über die Ziellinie lief.

Spannende Duelle um den Gesamtsieg

Die dritte Etappe der SALOMON 4 TRAILS ist zwar die kürzeste, erwies sich aber als eine der spannendsten des bisherigen Rennens. Nicht nur die Herren, auch die Damen lieferten sich auf der 31,1 km langen und mit 1.834 Höhenmetern gespickten Strecke von Imst nach Landeck spannende Duelle um die vorderen Plätze.

Die vergangenen beiden Etappen und die ungewohnt sommerlichen Temperaturen der letzten Tage haben bei den Teilnehmern der SALOMON 4 TRAILS ihre Spuren hinterlassen. Dennoch nahmen am Freitagmorgen 440 Läuferinnen und Läufer die dritte der in sgesamt vier Etappen in Angriff. Die Stimmung am Start war trotz der frühen Uhrzeit wie immer locker – noch dazu, wo die kürzeste Etappe des Rennens am Programm stand. Vom Sportzentrum in Imst führte der Weg die Teilnehmer zunächst leicht bergab, ehe es in den einzigen, dafür aber mit 15 Kilometern besonders langen, Anstieg auf die Glanderspitze (2.512 m) ging. Fast 1.800 Höhenmeter galt es zu bezwingen, ehe die 1.700 Höhenmeter zurück ins Tal warteten.

Was für Wanderer eine ausgiebige Tagestour ist, war für den spanischen Seriensieger bei den SALOMON 4 TRAILS, Tofol Castaner, nach etwas mehr als drei Stunden erledigt. Actionreicher verlief der anschließende Zieleinlauf der beiden Verfolger. Thomas Hugenschmidt, bisher immer zweitschnellster Läufer, musste sich auf der Zielgeraden hauchdünn Andrew Fallas geschlagen geben. Der Brite verdrängt damit den Freiburger Max Frei, der heute nur als vierter durch’s Ziel kam, in der Gesamtwertung auf Rang vier, Thomas Hugenschmidts zweiter Rang overall war aber nie gefährdet.

Etappe 4: von Landeck nach Samnaun

Zum Abschluss der SALOMON 4 TRAILS werden einige Teilnehmer noch einmal bis an ihre Grenzen gehen. 47 km und 2.844 Höhenmeter trennen die Läuferinnen und Läufer noch vom Ziel in Samnaun. Gleich nach dem Start in Landeck geht es 1.600 Höhenmeter bergauf auf’s Fisser Joch. Nach einem kurzen Abstieg warten mit dem Arezzjoch (2.587 m) und der Ochensenscharte (2.787 m) noch zwei weitere Gipfel, ehe es endgültig hinunter ins Tal geht. Am tiefsten Punkt angekommen sind es noch acht leicht ansteigende Kilometer bis ins Ziel.

Mehr Informationen: www.4-trails.com

 

Quelle:  SALOMON 4 TRAILS / PLAN B event company GmbH

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