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Wohnungen und Singlemänner

9 August 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

dv1782024Die Wohnungen der Singlemänner

Dass Männer anders als Frauen ticken, ist allseits bekannt. Doch das gilt nicht nur für die Kleiderwahl und die Kochkünste – auch die Wohnsituation unterscheidet sich stark von der des schöneren Geschlechts.

Männer vs. Frauen

Bereits bei der Wohnungssuche gehen Männer anders vor als weibliche Interessenten. Meist sind sie sporadischer und recherchieren nur kurz im Netz. Das liegt auf der Hand, da sich Mietwohnungen schnell hier finden lassen. Aber auch bei den Besichtigungsterminen sind sie pragmatisch und nehmen meist das erstbeste Angebot an. Frauen wollen hingegen oft alles perfekt haben und suchen erst eine Weile, bevor sie sich endgültig festlegen. Außerdem betrachten Männer die eigene Wohnung schlicht als Rückzugsort, während die Damen eine komplette Wohlfühl-Oase anstreben. Deswegen können die Herren auch ohne Probleme lange in ein und derselben Bettwäsche schlafen, ihre Grünpflanzen vertrocknen lassen, obwohl sie direkt auf dem Wohnzimmertisch stehen und ihr Fahrrad im Schlafzimmer abstellen. Singlemänner richten ihr Heim meist so ein, dass es praktisch ist und ihren Freunden gefällt, ohne auf das Wohlbefinden einer Frau in den Räumlichkeiten zu achten. So eine Wohnung kann natürlich auch viel über die Lebenseinstellung und den Charakter des Bewohners aussagen. Genau das untersuchten Wohnpsychologen und stellten Folgendes fest.

Was Wohnungen aussagen

Wenn ein Mann Antiquitäten in seiner Wohnung hat, legt er vermutlich Wert auf die alten Werte, denn das gibt ihm Halt und Orientierung. Männer, die Erbstücke oder Geschenke in der Wohnung lagern, weisen ein großes Harmoniebedürfnis auf. Sie scheuen die Konfrontation und passen sich an Konventionen an. Deshalb lässt dieser Typ Mann auch in einer Beziehung oft eine alltägliche Routine einkehren. Wer hingegen eher eine kühle Einrichtung bevorzugt, bei der ganz klar die Unterhaltungselektronik dominiert und kaum persönliche Dinge zu finden sind, hat vermutlich ein Nähe-Distanz-Problem. Insbesondere wenn die Wohnung farblos gestaltet wurde und auch keine Dekoration eine individuelle Geschichte erzählt. Diejenigen haben oft Angst, dass ihnen jemand zu nahe kommt. Ist die Wohnung provisorisch aus unpassenden Möbeln zusammengeschustert, die zu groß, zu klein oder stilistisch fehl am Platz sind, ist der Bewohner wahrscheinlich eine Art Jäger und Eroberer. Diese Männer bleiben immer unverbindlich – was bei einer Partnerschaft das K.O.-Kriterium ist. Machos verzichten in ihren Wohnungen meist komplett auf Vorhänge, Teppiche oder Kissen. Stattdessen bevorzugen sie stabile Möbel mit Ecken und Kanten, vermeiden aber Farben. In einer Beziehung bedeutet das: Sie scheuen sich, Gefühle zu zeigen.

 

Bild: © Digital Vision/Thinkstock

 

 

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