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Männer aufgepasst!

19 September 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

DSCN5573So klappt´s mit dem Wiesn-Flirt

Deutschland ist im Wiesnfieber, die Vorbereitungen für das größte Volksfest der Welt laufen auf Hochtouren. Und die Wahl des richtigen Outfits steht ganz vorne auf der To-Do-Liste. Schließlich gilt das Oktoberfest als der Flirt-Hot-Spot schlechthin. Eine Umfrage des Shoppingsenders HSE24 ergab kürzlich, dass für 37 Prozent der Wiesngänger das Flirten schlichtweg dazu gehört. Kein Wunder also, dass sich die meisten Männer von ihrer besten Seite zeigen wollen: Das Oktoberfest ist verführerisch – und das Tragen der Krachledernen wirkt auf die feschen Dirndl-Madl unheimlich sexy. Wir geben die ultimativen Tipps für Auftreten und Styling, damit es mit dem Wiesn-Flirt garantiert klappt. 

Nirgendwo sonst ist es einfacher, mit dem anderen Geschlecht ins Gespräch zu kommen, als auf der Wiesn. Doch mit einer plumpen Anmache geht auch da nichts. Dabei ist die Gefahr, verbal danebenzugreifen, hier besonders hoch: Schnell rutscht in der Bierlaune auch mal raus, was Männer im Alltag nie sagen würden. Auf Sprüche wie „Wo bitte geht´s zu deinem Herzen?“ sollte Mann daher tunlichst verzichten. Stattdessen reicht oft schon die Frage, ob ein Platz am Tisch frei ist – und die Flirterei kann beginnen. Wer übrigens jemanden gefunden hat, der seinem Beuteschema entspricht, sollte nicht lange fackeln. Die Konkurrenz ist schließlich groß.

Ist das Eis gebrochen, so darf der Mann ruhig auch seine krachledernen Spendierhosen anhaben – Geiz ist nämlich auch auf der Wiesn extrem ungeil. Das gilt schon längst bei neun Euro fünfzig für ein Maß. Wahrhaftig eine Menge Geld für (ein bisschen) Bier. Aber auch wenn die Bedienung das Glas bis zur Hälfte mit Schaum gefüllt hat, bitte nicht meckern – so sinken die Flirtchancen gewaltig.

Zu tief sollte allerdings nicht ins Glas geschaut werden. Auch wenn auf dem Oktoberfest ein gewisser Pegel quasi Grundvoraussetzung ist, so turnt zu betrunken enorm ab: Frauen stehen einfach nicht auf lallende Flirtpartner, die mit der Eleganz eines Holzknüppels eindeutige Angebote machen oder sich schielend und nach Halt suchend festklammern. Männer genauso wenig.

In solchen Fällen übrigens darf man sich so schnell wie möglich verabschieden. Wer es nicht auf die harte Tour á la „Ich bin dann mal weg“ mag, kann zur Notlüge greifen. Ein „Sorry, ich bin schon vergeben“ oder „Verdammt, schon so spät?“ ist durchaus legitim – und der Abend schließlich noch lang.

 

Gut gekleidet ist die halbe Miete

Männer in billiger Oktoberfest-Komplettausstattung, also in Lederhose, Karohemd, Hosenträger und Halstuch, sind auf der Theresienwiese wie Sand am Meer zu finden. Tatsächlich hoffen viele einfach auf die späte Gnade des Alkohols. Dabei erhöht es die Flirt-Chancen enorm, wenn dem Objekt der Begierde im schicken Trachten-Outfit der Hof gemacht wird. Ein fesches Auftreten in Herrentracht ist einfach das A und O. Und tatsächlich zeigt auch die HSE24 Studie, dass die Wahl der Tracht für den Flirt-Erfolg auf dem Oktoberfest entscheidend ist. Flirtwillige sollten daher modische Fehltritte wie Wadenwärmer oder Halstücher vermeiden. Sie gehören zu den unbeliebtesten Wiesn-Accessoires.

Was stattdessen an einen richtigen Kerl gehört, ist die Lederhose, und zwar keine vom Touristenladen um die Ecke. Die Richtige zu finden ist nicht immer ein Kinderspiel: In kurzen Lederhosen mit Hosenträgern sieht kein Mann cool aus, also besser die Finger davon lassen. Für ganz Verzagte gibt es lange Hosen, die nur durch die Stickereien als Trachtenhose zu erkennen sind. Kniebundhosen, die bis über das Knie reichen, kommen hingegen richtig fesch daher. Der Idealfall jedoch ist, wenn die Lederhose über Generationen vererbt wurde. Jahrelanges Eintragen ist damit Pflicht – ungewaschen versteht sich. Letzten Endes jedoch muss die Lederhose bequem sein und sitzen. Schließlich war sie vor der Gründung des ersten Trachtenvereins 1883 nicht zum Spaß da, sondern diente als Arbeitskleidung der Bauern. Wer trotzdem nicht von der Lederhose überzeugt ist, nimmt sich am besten einfach die Kicker vom FC Bayern zum Vorbild: Die kommen auch nicht drum herum, machen jedoch eine fantastische Figur darin und legen sogar mit ihren neuen bayerischen Trachten-Trikots einen tollen Auftritt hin.

In punkto Schuhen hingegen ist nahezu alles erlaubt außer Sneakers: Echte bayerische Haferlschuhe sorgen für ein originalgetreues Outfit. Braune oder schwarze Halbschuhe, Budapester oder Bergstiefel passen aber ebenso gut. Ein Muss zur edlen Lederhose ist außerdem eine gute Weste, die zusammen mit einem weißen oder hellblauen Hemd getragen werden sollte. Ein Stehkragen sieht besonders chic aus. Die rustikale Karovariante mit Hornknöpfen in Kombination mit edlen Teilen hingegen ist ein absoluter Fashion-Fauxpas.

Gute Fachgeschäfte stehen gern mit Rat und Tat zur Seite, und davon gibt es in Bayerns Trachten-Hochburg Nummer Eins einige: In Baldessarini landet jeder Mann einen Flirt-Treffer. Und auch Meindl gehört zu den bekanntesten Ausstattern. Am Kosttor 1 hat vor kurzem ein Geschäft geöffnet. Also nichts wie hin – dann klappt´s auch mit dem Anbandeln.

 

 

Bildquelle: ©Flickr – JasonParis / CC BY 2.0

 

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