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Franz Ackermann | Hügel und Zweifel

24 September 2013 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken
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Ausstellungsansicht Franz Ackermann. Hügel und Zweifel | © Foto: Jens Ziehe

Painting Forever!

Die Berlinische Galerie zeigt die Ausstellung:
Franz Ackermann. Hügel und Zweifel

Die Berlinische Galerie zeigt vom 18.09.2013 bis 31.03.2014 im Rahmen des Kooperations-Projektes Painting Forever! Arbeiten von Franz Ackermann (*1963 in Neumarkt St. Veit, Bayern).

Der Maler, Zeichner und Installationskünstler gehört seit mehr als 15 Jahren zu den wichtigsten Gegenwartskünstlern.

Franz Ackermann hat für die Berlinische Galerie ein Raumkonzept entwickelt, das Wandmalerei, Tafelbilder und Fotografie miteinander in Beziehung setzt. Er bespielt die über 40 Meter lange und etwa zehn Meter hohe Eingangshalle des Museums mit einer raumgreifenden Installation. Sie besteht aus einer eigens für das Museum geschaffenen Wandmalerei und wird durch großformatige Tafelbilder und fotografische Arbeiten ergänzt.
So entsteht ein ortsspezifisches Landschaftsbild in der Tradition der „Weltlandschaften“, wie sie sich im 16. Jahrhundert ausgehend von dem flämischen Maler Joachim Patinirs entwickelten:

Ackermanns Arbeit eröffnet zunächst einen Überblick, gleich einem Panorama. Eine Hügellandschaft entfaltet sich. Verändert der Betrachter seine Position, offenbart sich aber auch ein ungeheurer Detailreichtum. Die idealtypische Szenerie wird durch Ergänzungen unterbrochen wie etwa Fotografien aus Indien und Tarlabasi, einem Istanbuler Stadtviertel, das kurz vor dem Abriss steht. Sie repräsentieren die im Titel der Ausstellung angesprochenen Zweifel, sind integraler Bestandteil der Wandmalerei und zugleich deren Widersacher.
Ausgangspunkt von Ackermanns Arbeit sind meist kartografische Zeichnungen, die auf seinen zahlreichen Reisen entstehen. Bereits in diesen Mental Maps erschafft er subjektive Interpretationen von Räumen und Orten, die in seinen großen Werken verdichtet und erweitert werden. Für Ackermanns Installation spielen Blickachsen ebenso eine Rolle wie Verkehrswege, Raumdimensionen und technische Einrichtungen, die sich auf Boden, Wänden und Decke des Ausstellungsraums befinden.
Ein zentrales Thema seiner Arbeit ist der westliche Blick und die Machtverhältnisse, die bei Reisen in andere, zumal ärmere Länder zwangsläufig mittransportiert werden. Ebenso interessieren ihn die sozialen und kommunikativen Veränderungen, die durch unsere Verwendung von digitalen Technologien entstehen. Seit es möglich ist, quasi jeden Ort weltweit virtuell durch das Internet zu besichtigen, gewinnt das tatsächliche Erfahren von Fremdheit einen neuen Stellenwert. Ackermann fasst das Medium Malerei somit als Reflexion malerischer Ausdrucksformen auf, aber auch als Auseinandersetzung mit Kommunikationsstrategien und Modellen der Wahrnehmung.
Franz Ackermann wurde 1963 in Neumarkt-Sankt Veit geboren. Nach einem Studium an der Akadamie der Bildenden Künste München und der Hochschule für Bildende Kunst Hamburg erhielt er 1991 ein DAAD-Stipendium für Hong Kong. Seit 2001 hat er eine Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. 2005 erhielt Ackermann den „mfi Preis Kunst am Bau 2005“ für seine Wandgestaltung mit dem Titel „Die große Reise im Münchner U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring“. Er lebt und arbeitet in Berlin und Karlsruhe.

Painting Forever! ist eine Kooperation der Berlinischen Galerie, der Deutsche Bank KunstHalle, der KW Institute for Contemporary Art und der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin. Eröffnung im Rahmen der Berlin Art Week. Initiiert vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten.

Quelle und Bildquelle: Berlinische GalerieMuseum für moderne Kunst

http://www.berlinischegalerie.de

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