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Roms letzte Schlacht in Germanien?

26 September 2010 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Wir stellen vor: Eine Dokumentation über die Schlacht am Harzhorn

Im Sommer 2008 stoßen niedersächsische Hobbyarchäologen auf einen seltsamen Metallgegenstand. Er stammt vom Harzhorn, einem unscheinbaren Höhenzug in Südniedersachsen. Und er ist angeblich römisch – obwohl es hier eigentlich keine römischen Funde geben dürfte. Ein archäologisches Rätsel und der Beginn einer wissenschaftlichen Sensation. Denn die Römer wagten sich nach der Varusschlacht (9 n. Chr.) nie wieder so tief nach Germanien. So steht es zumindest in den Schulbüchern.

Archäologen rekonstruieren die Schlacht am Harzhorn.

Zwei Jahre nach der spektakulären Entdeckung eines römischen Schlachtfeldes auf dem Harzhorn bei Kalefeld (Kreis Northeim) haben die Wissenschaftler jetzt eine Theorie, wer die Schlacht gewonnen hat: Nach dem derzeitigen Erkenntnisstand lasse sich aus den bislang entdeckten Funden schließen, dass die Römer…

Insgesamt hätten die Archäologen inzwischen 1500 Fundstücke geborgen, die eindeutig von den Römern stammten. Die Untersuchungen des Geländes gehen kontinuierlich weiter, so dass noch zahlreiche weitere Funde zu erwarten sind. Im Sommer werden Archäologen der Freien Universität Berlin dort außerdem eine weitere Ausgrabung vornehmen. Die Entdeckung des römischen Schlachtfeldes war eine Sensation, weil es der erste Beleg war, dass die Römer noch mehr als 200 Jahre nach ihrer Niederlage in der Varusschlacht groß angelegte militärische Vorstöße bis weit in das Innere Germaniens unternahmen. Über die neuen Erkenntnisse der Forschung berichtet auch das Wissenschaftsmagazin „National Geographic“. Danach spricht inzwischen Vieles dafür, dass die Schlacht am Harzhorn jene „Schlacht im Sumpf“ war, von der der Geschichtsschreiber Herodian (178-250) berichtet. Dies erscheint auch deshalb möglich, weil die Engstelle zwischen dem Höhenzug Harzhorn im Westen und den Ausläufern des Harzes im Osten zu der Zeit noch sumpfiges Gelände war. Die Wissenschaftler vermuten, dass die Schlacht im Herbst des Jahres 235 nach Christus stattfand.

Damals hätten die Römer unter Maximinus Thrax einen groß angelegten Rachefeldzug gegen die Germanen unternommen, der bis zur Elbe führte. Auf dem Rückmarsch geriet dann ein römischer Kampfverband am Harzhorn in einen Hinterhalt der Germanen. Diese hatten dort den schmalen Korridor zwischen dem Höhenzug und dem Sumpfgelände blockiert. Nach ersten Gefechten wichen die Germanen zurück, verfolgt von römischen Soldaten. Gleichzeitig zogen Teile des römischen Kampfverbandes einige hundert Meter nach Westen und nahmen den Gegner von dort mit Katapulten unter Beschuss. Dabei setzten sie auch mächtige Torsionsgeschütze ein, die sich durch hohe Geschwindigkeit und große Wucht auszeichneten. Gegen diese technologische Übermacht hatten die Germanen keine Chance. Die siegreichen Römer zogen anschließend vermutlich auf dem Höhenzug des Harzhorn weiter Richtung Westen ins Winterlager nach Mainz…

Die  filmische Dokumentation über das Schlachtfeld gleicht einem „Tatort“. Jeder Fund wirft dabei immer neue Fragen auf, neue Theorien und Spekulationen. Die wichtigsten Schlüsselsituationen werden szenisch nachgestellt. Die Zuschauer tauchen hautnah in die nach neuesten Erkenntnissen „wahre“ Geschichte ein und werden Zeuge von Roms letztem Feldzug nach Germanien.

Quelle: haz

Weitere Informationen:

DVD Erscheinungstermin: 1. September 2010

ASIN: B003TT7318

http://www.nationalgeographic.de/reportagen/topthemen/2010/fotostrecke-die-schlacht-am-harzhorn?imageId=5

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