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Leben auf dem Vulkan

10 Januar 2014 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Bild04-DetailPOMPEJI – Leben auf dem Vulkan
15. November 2013 – 23. März 2014

Die Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung präsentiert in einer spektakulären Ausstellung die antiken Städte Pompeji und Herculaneum, die durch den Ausbruch des Vesuvs im Jahr 79 n. Chr. im Moment ihres Untergangs verewigt wurden. Rund 260 Exponate geben einen umfassenden Einblick in das Leben an den Hängen des Vulkans. Originale Wandmalereien, Bronze- und Marmor-skulpturen sowie Goldschmuck und Silbergeschirr lassen neben verschiedensten Alltagsgegenständen die Vesuvstätten wieder auferstehen.
Berühmte Exponate, wie einer der bronzenen Läufer aus Herculaneum, stehen neben neu entdeckten Objekten der vergangenen Jahre.  Hierzu zählt auch eine 24 Meter lange Mosaik-Brunnenwand aus einem Nymphäum im Ort Massa Lubrense, gelegen an der Südspitze des Golfs von Neapel. Die Hälfte dieses prächtigen Mosaikensembles wird anlässlich der Ausstellung restauriert und erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.
Im Mittelpunkt der Schau stehen der Mensch und sein Leben im Schatten des Vesuvs, das seit jeher bestimmt ist von der Gefahr der drohenden Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche. Dennoch entstand hier eine faszinierende Kulturlandschaft, die von der Vorgeschichte über die römische Zeit bis heute prosperiert. Die fruchtbaren Hänge des Berges ließen die Menschen immer wieder zurückkehren. Der verheerende Vesuvausbruch im Jahr 79 n. Chr. löschte binnen kürzester Zeit das Leben in Pompeji und in den umliegenden Orten wie  Herculaneum und Stabiae aus. Er begrub diese komplett unter meterhohen Schichten aus Asche und Bimsstein. Ein vergleichbar dramatisches Schicksal ereilte das bronzezeitliche Dorf von Nola bereits 1900 v. Chr. Beide Ereignisse stehen in einer langen Reihe immer wiederkehrender Naturkatastrophen. Für die Nachwelt wurde so ein unermesslicher Schatz bewahrt. Das Spektrum der Exponate erstreckt sich von dem komplett erhaltenen Inventar einer bronzezeitlichen Hütte bis hin zur prachtvollen Ausstattung eines pompejanischen Stadtanwesens, dem sogenannten Haus des Menander.
Abschließend zeigt die Ausstellung, wie der erstaunliche Erhaltungszustand der Vesuvstädte die Zeitgenossen im 18. und 19.  Jahrhundert faszinierte. Die Wiederentdeckung löste einen neuen Höhepunkt der Antikenbegeisterung nördlich der Alpen aus. Wie kaum eine andere Persönlichkeit prägte Johann Joachim Winckelmann (1717 – 1768), Zeuge dieser frühen Ausgrabungen, die Rezeption der Antike. Seine Schriften markieren den Beginn der Archäologie als moderne Wissenschaft und beeinflussten wesentlich den Geist des Klassizismus. Dieser Nachhall ist noch heute im Gartenreich Dessau-Wörlitz und im Pompejanum von Aschaffenburg zu erleben. Ihre jeweiligen Erbauer, Fürst Franz von Anhalt-Dessau (1740 – 1817) und Ludwig I. (1786 – 1868), König von Bayern, erschufen sie nach ihrer Rückkehr aus Italien und verliehen damit ihrer Begeisterung für die römische Kunst und Kultur Ausdruck.
Diese Ausstellung wurde organisiert vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie – Landesmuseum für Vorgeschichte Sachsen-Anhalt – in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung.

Eintrittspreise:
Regulär: € 12
Gruppen (ab 10 Personen) und Rentner: € 11
Studenten (unter 30 Jahren) und Arbeitslose: € 6
Schüler klassenweise: € 0,50 p.P.
Kinder/Jugendliche (6–18 Jahre): € 1
Familienkarte für Eltern oder Großeltern und deren Kinder bzw. Enkelkinder (6–18 Jahre): € 24

Montag halber Preis:
An jedem Montag, der nicht auf einen Feiertag fällt, halbieren sich alle Eintrittspreise (Ausnahme: Schüler klassenweise)

Online-Ticket:
https://ticket-at-home.de/Home.aspx?shopid=31&ac=1

Die Kunsthalle befindet sich im 2. Obergeschoss sorgsam eingefügt in das komplexe Raumgefüge der Fünf Höfe. Der Weg zu den Ausstellungsräumen der Kunsthalle führt den Besucher an den wesentlichen architektonischen Gestaltungselementen der Fünf
Höfe vorbei und lässt diesen die komplexen räumlichen Zusammenhänge des Passagensystems erfahren: Den Perusahof nimmt er von oben wie eine grosse Vitrine voller flanierenden Passanten wahr während ihm die wundersame Welt der hängenden Pflanzeninstallation der Salvatorpassage aus überraschender Nähe entgegentritt. Der Weg zu den Ausstellungsräumen der Kunsthalle ist somit eine Art Entdeckungsreise; die Architektur wird aus ungewohnten Blickwinkeln einsehbar, Zusammenhänge legen sich
für jedermann nachvollziehbar offen dar.

 

Quelle und Bildquelle:
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung | Theatinerstraße 8 | 80333 München | http://www.hypo-kunsthalle.de/

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