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Artificial Silence | Oliver Minder

22 Januar 2014 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

DSC_1822 HAUSERGALLERY präsentiert von 23. Januar – 22. Februar 2014 die Ausstellung

Artificial Silence“ von Oliver Minder

Die Disharmonie zwischen Natur und Mensch ist eine Problematik, deren sich die griechischen Gelehrten schon annahmen. Bis in die heutige Zeit ist sie immer wieder Gegenstand von Lehren, Philosophien, Glaubensrichtungen, Kunststilen und sogar Wirtschaftsthesen und Staatstheorien. Der Basler Künstler Oliver Minder spielt in seinen Werken auf dieses ubiquitäre Phänomen mit seiner ganz eigenen Intuition an.
Dazu verwendet er natürliche Materialien, wie etwa Sepiatinte, Komposterde, Kohle, Honigwaben, Kuh- und Ziegenfell oder Holz, die er gekonnt mit künstlichen Materialen, wie synthetischen Glitzerpartikeln und diversen Kunstharzen in ein Spannungsverhältnis setzt. So verbinden sie sich zu einer neuen Ästhetik, deren sich die Betrachter erst bewusst werden müssen: Die scheinbar harmonische Wahrnehmung öffnet durch ihre Diskrepanz zugleich einen neuen Interpretationsraum.

Seine gewählten Materialen sind immer assoziationsträchtig und repräsentativ für Natur oder Mensch. Während der tiefgehenden Beschäftigung mit diesem wechselwirksamen Spannungsfeld liess er sich von dem Begriff der «Melancholie» inspirieren: Mittels dem Sekret des Sepia Officinalis verlieh er ihr Ausdruck.

Die Ausstellung präsentiert einige dieser tiefschwarzen Kunstwerke, die jeweils mit einem ganz klar und streng gesetzten Streifen Alkydharzlack überzogen sind. Die Kompositionen erinnern an den Suprematismus bis hin zum abstrakten Expressionismus eines Mark Rothko. Mit seinen künstlichen Blumen und Pflanzen, die aus ihrem Topf gerissen wurden und verkehrt herum im Raum hängen nimmt er Schwingungen der «Arte Povera» auf: Ein schönes Wechselspiel zwischen Kunst, Künstlichkeit und Natur.

So hinterfragt Minder mit seinen Werken bewusst die sozialen, politischen, kulturellen und auch psycho-logischen Zusammenhänge der heutigen Konsumgesellschaft. Seine Bilder eröffnen einen Dialog zwischen Ästhetik und Künstlichkeit, aber auch zur Zerstörung und Ausbeutung der Erde durch ihre Bewohner.

Öffnungszeiten HAUSERGALLERY:
Mittwoch – Freitag 14.oo Uhr – 18.oo Uhr

Oliver Minder (*1980) lebt und arbeitet in Basel. 2004-2005 besuchte er den Vorkurs der Schule für Gestaltung, um danach sein Kunststudium in Angriff zu nehmen. Dieses begann er 2006 am Kunstinstitut der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW und erwarb 2009 seinen Bachelor of Fine Arts. 2011 erhielt er das iaab Auslandsstipendium und konnte so sechs Monate in Helsinki (FIN), leben und arbeiten. Seit 2008 wurden seine Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Vom 9.2. – 4.5.2014 sind im Rahmen der Gruppenausstellung „Nordwestwind“ weitere Arbeiten von ihm im Kunstzeughaus Rapperswil zu sehen.

 

Quelle und Bildquelle:
HAUSERGALLERY | Pflanzschulstrasse 17 | CH-8004 Zürich
http://www.hausergallery.ch

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