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Projektgruppe „Extremhindernislauf“

5 Februar 2014 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

KurpfalzinternatsgruppeProjektgruppe „Extremhindernislauf“ des Kurpfalz Internats

Abschlusslauf der Internat-Projektgruppe „Extremhindernislauf“ am 11.12.2013

Mit Beginn des Schuljahrs WS 2013 wurde der „Extremhindernislauf“ als Projekt neu aufgenommen.

Herausforderung
Die Laufstrecke führte von Bammental bei Heidelberg nach Sinsheim zur THERMEN & BADEWELT SINSHEIM, welche genau neben der RheinNeckarArena des Bundesligavereins TSG 1899 Hoffenheim liegt. Dafür wurde über einen längeren Zeitraum jeden Dienstagabend bei Wind und Wetter trainiert.
Sieben Schüler und eine Schülerin hatten sich diesen Herausforderungen gestellt, fast die ganze Projektgruppe nahm teil, was  sehr löblich war. Das Ziel sollte gleichzeitig auch Belohnung für alle Teilnehmer sein. Die THERMEN & BADEWELT SINSHEIM ist ein Bad der Superlative, welches mit sommerlichen Temperaturen und Südseefeeling gerade in der kalten Jahreszeit Körper und Seele verwöhnt – so der Werbeslogan. Das mit 34°C Wassertemperatur, fruchtigen Cocktails an der Poolbar,  farbenprächtigen Orchideen und mehr als 400 echten Südsee-Palmen angereicherte traumhafte Ambiente des SPA Juwel Saunaparadies und Palmenparadies sollte die perfekte Wohlfühl-Atmosphäre nach dem harten Lauf werden.

20  Kilometer waren zu überwinden
Aber die Kilometer waren nicht einfach flach zu laufen, es gab verschiedene natürliche Hindernisse, die auf dieser Stecke zwischen Bammental und Sinsheim bei ca. vier Grad Außentemperatur absolviert werden sollten.
Die Strecke führte von Bammental über Mauer (Fundstelle des Homo Heidelbergensis) über Meckesheim , Zuzenhausen, wo der Bundesliga Verein  TSG 1899 Hoffenheim seine Sportakademie in und um ein neu instandgesetztes Schloss betreibt, welches 2008/09 für rund 14 Millionen Euro saniert wurde. Von dort ging es weiter nach Sinsheim wo unter anderem auch das  deutschlandweit bekannte Technikmuseum ansässig ist, welches einen von der naheliegenden Autobahn A6 durch eine thronende ausrangierte Concorde exemplarisch anlacht.
Die verschiedenen Hindernisse, die von allen Läufern überwunden werden mussten, hatten es in sich. Von verschiedenen Betonwänden, einem künstlich angelegten Mountainbike-Parcours, über einen alten Güterbahnhof und verschiedene Wasserläufe bis zu gefluteten Kanalrohren, war alles dabei was ein Extrem-Hindernisläufer-Herz begehrt.
Zudem mussten querfeldein verschiedene Felder, Wiesen und Feldwege genommen werden, es ging bergauf und bergab durch überwiegend matschiges Gelände und Gestrüpp.

TSG Hoffenheim 1899 Sportakademie
In Zuzenhausen an der TSG Hoffenheim 1899 Sportakademie angekommen, hatte ein Betreuer des Internats den ersten Servicepunkt für uns aufgebaut. Hier noch einmal besonderen Dank an M. Scholl, der diesen finalen Lauf erst durch seine hervorragende Unterstützung und sein tolles Engagement möglich gemacht hat! Es gab für alle Schüler Wasser, warmen Tee, Bananen und Müsli-Riegel.
Doch musste leider der erste Läufer nach knapp 10 km aus dem Rennen genommen werden. Vicky hatte ein Woche zuvor Grippe und war für den ganzen Lauf doch noch nicht wieder voll belastbar.

Autobahn A6
Von da aus ging es die nächsten 4km hoch und runter und weiter zum Hoffenheimer S-Bahnhof, an dem der nächste Checkpoint angelaufen wurde. Wieder wurden alle gut versorgt.
Ein nächster Schüler musste hier allerdings quittieren. Florian fehlte die Kraft für die letzten Etappen. Trotzdem war es bis hierhin auch eine hervorragende Leistung.
Weiter ging es auf einem Weg entlang der Bahnschienen, bis wir diese unterquert hatten und querfeldein über Wiesen und Bachläufe Richtung Auffanglinie Autobahn A6 liefen. Hier bekam ein Schüler schwere Krämpfe, humpelte nur noch. Doch er konnte in den Schmerz hinein dehnen und zum nächsten Checkpoint weiterlaufen. Nach erfolgreicher Autobahnunterquerung erwartete uns auch schon wieder Herr Scholl am letzten aufgebauten Checkpoint. Adrian erreicht mit schweren Krämpfen das Internats-Fahrzeug – doch er wollte weiter, wollte sich kurz vor den Ziel nicht geschlagen geben. Obwohl wir in Sinsheim angekommen waren, warteten uns immer noch vier Querfeldein-Kilometer auf uns.
Alle sechs Läufer wollten es jetzt wissen – nach einem kurzen Schluck warmem Tee, verließen wir auch gleich wieder den letzten Checkpoint um nicht auszukühlen und Krämpfen keine unnötige Chance zu bieten.

Deutsche Toskana
Er ging  wieder einmal ein langes Stück Berg auf – nicht umsonst nennt man die Gegend die Toskana Deutschlands. Das Bundesligastadion (Rhein-Neckarstadion) konnte man nach der ersten Steigung schon sehen. Es thronte hell beleuchtet neben der Autobahn. Genau 200 Meter daneben, zu diesem Zeitpunkt noch nicht einsehbar, lag unser gemeinsames Ziel. Die THERMEN & BADEWELT SINSHEIM, Europas größtes Vitalbad. Man merkte den Schülern jetzt an, dass sie mit allen Mitteln das Ziel erreichen wollten. Alle waren plötzlich auffällig gut gelaunt, spürten sie doch, dass es nicht mehr lange dauern würde bis sie endlich wieder ins Warme gelangen würden. Die Müdigkeit und Erschöpfung, die noch vor dem letzten CP einigen Läufern ins Gesicht geschrieben war, war auf einmal verschwunden. Wir kamen jetzt dem Stadion immer näher – waren jetzt auch schon knapp drei Stunden lang unterwegs. Es ging noch einmal hoch über eine Kuppe – und dann bergabwärts bis wir eine beleuchtete Straße und einen Kreisel erreichten. An diesem Kreisel lag ein markantes neues Wasser-Rückhaltebecken. Nicht weit entfernt hatte die AVR (Abfallverwertungsgesellschaft des Rhein-Neckar-Kreises) einen im Dunkeln leuchtenden Luxus-Kubus aus Sichtbeton gebaut, der an Gebäude von Mies van der Rohe erinnerte. Dieser war auffällig mit bunten Designer-Stühlen und anderem auffälligen Interieur bestückt. Wir ließen den Bau links neben uns liegen – es waren jetzt keine 400 Meter mehr.
Noch immer war das Bad durch ein anders großes Gewerbegebäude verdeckt.
Doch endlich sah man es – Leon beschrieb es als ein großes leuchtendes Schiff. Es sah wirklich von Weitem so aus, ob gewollt oder ungewollt.

Die letzten Meter
Die Freude war bei allen riesig – war es doch für die meisten das Härteste was sie sportlich je gemacht hatten.
Nach genau 03:00:27 Stunden und 20,04 km Laufstrecke, erreichten wir die THERMEN & BADEWELT. Herr Scholl warte schon auf uns und machte Finisher-Bilder von sechs überglücklichen Läufern.

Glückwunsch an alle die dabei waren!!
Vicky N.
Adrian S.
Florian F
Julius P.
Kurt S.
Leon B.
Martin P.
Ulrich P.

Forecast 2014
Nach dieser gelungenen Feuertaufe warten auf die Schüler des Kurpfalz Internats der Projektgruppe „Extremhindernislauf“ im nächsten Jahr neue Herausforderungen – ein Extremhindernislauf für Schüler in Dortmund, dem sog. „Ecco Indoor Trail“ http://www.indoortrail.de/news.217425.htm  und ein weiterer Extremhindernislauf unter freiem Himmel werden folgen.

 

(rz)
Raffael Zeller | androgon men’s magazine
http://www.kurpfalz-internat.de/aktuell/news/projektgruppe-extremhindernislauf-des-kurpfalz-internats.htm

 

Quelle und Bildquelle: androgon.com  |  Privates Kurpfalz-Internat

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