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Bedrock 50

6 Mai 2014 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

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Ultramarathon auf der Südinsel Neuseelands

Team-androgon war dabei…

„Coopers Creek is a small rural community in the Waimakariri District, New Zealand. It has only eight roads, and no shops“. So beginnt der Wikipedia Eintrag zu einem kleinen Örtchen auf der Südinsel Neuseelands, unweit von Christchurch gelegen.

Von hier aus starten jedes Jahr Läufer auf einen beeindruckenden 52 Kilometer Kurs, der ihnen alles abverlangt. Sie laufen den Bedrock 50. Die Strecke führt über den Wharfedale, einen schönen Trail durch die wilden Wälder. Über viele Windungen, Steigungen und Senken, gemütliche Waldpfade und helle Lichtungen schiebt sich die Läufergemeinde über die erste Hügelkette. Hier trennen sich bereits die richtig schnellen, technisch versierten, Trailläufer vom Rest des Feldes. Das Trailfeeling ist gigantisch, die Konzentration auf jeden Schritt gerichtet, weil der Pfad teils ganz schön verwildert ist. Zwar liegt der Start gerade mal 400 Höhenmeter unterhalb des Gipfelpunkts der ersten Hügelkette, aber aufgrund der Aufs und Abs und der technischen Passagen, fühlt man sich schon gut belastet, wenn man nach 14 Km diese Anhöhe erreicht. Von da an geht es erst mal hauptsächlich bergab, mit kleinen, knackigen Zwischenanstiegen, bis sich schließlich das ausladende Tal öffnet. Dieses betritt man mit einem River Crossing. Für Läufer und Outdoor Sportler generell in Neuseeland gehört eine Waden-tiefe Fluss Überquerung schon mal grundsätzlich zur Tour dazu. Eine willkommene Abkühlung.

Lees Valley:
Die Veranstaltung ist nicht überlaufen und am kleinen Verpflegungspunkt spürt man die wahrhaft familiäre Atmosphäre. Es gibt Melonen, Unmengen der guten Jelly Beans, Weingummis, Bananen und allem Drum und Dran. Die Sonne knallt jetzt gnadenlos herunter. Die Strecke zieht sich jetzt durch das Lees Valley mit seinen weit ausladenden Farm lands. Trotz der schönen weiten Sicht schlägt das Bergläufer Herz höher, wenn man sich auf die Flanke des Mount Richardson zubewegt. Kurz vor dem Anstieg gibt es noch eine kleine Verpflegungsstation. Weil ich mich auf den Waldboden setzen möchte um die Füße kurz auszuruhen, wird mir ein dicker Sessel zugeschoben. Das ist wohl individuelle Betreuung.

Zwar misst der Berg nur 1047 Meter, aber mit einem Anstieg von 600 Höhenmetern auf 5 Kilometern kann es einem ganz schön den Atem rauben. Nach einer Flußüberquerung beginnt die Steigung rapide. Der Track schlängelt sich jetzt über eine weite Wiese und dann über einen mit Büschen und trocknem Gras besetzten Rücken bergan. Mich verwundert, dass wenige Läufer mit Stöcken unterwegs sind. Ich komme mir wie ein Exot vor, aber es lohnt sich hier. Oben angelangt wandelt sich die Landschaft erneut. Der Trail wird steppeartig, mit steinigem Boden, kargen Sträuchern und Bäumen und geht in einen ruppigen Downhill, den „Blowhard Track“ über.

Downhill:
Wie immer drücken diejenigen, die sich bergauf überholen lassen mussten jetzt umso schneller bergab. Auf dem steilen Blowhard Track kann man das besonders gut hören, weil viel loser Schutt ins Poltern gerät, wenn eine Serpentine oberhalb jemand zum Spurt ansetzt. Der Track ist technisch anspruchsvoll und das Zwielicht, was durch die phasenweise durch die Bäume scheinenden Sonnenstrahlen ausgelöst wird, macht es nicht leichter. Die steilsten Downhill Abschnitte kommen zudem kurz vor dem Ziel. Schließlich lichten sich die Bäume, und das Ziel wird sichtbar. Der Australier, der sich vorher noch vorgestellt hatte, ist mir jetzt ganz knapp auf den Fersen, beim Downhill einfach skrupelloser. Aber das lasse ich mir jetzt nicht mehr nehmen. So schmeckt auch das kühle Bier im Ziel noch besser. Kiwi Brewery natürlich.

Dankeschön:
Vielen Dank an meine Mitbewohnerin Saskia, die auch beim Rennen mitgelaufen ist, die Fahrt organisiert hat, und eine prima moralische Unterstützung war.

Danke an die Organisatoren, die hier ein schönes ländliches, sehr familiäres Rennen geschaffen haben, was unterhalb des Mount Richardson, nach dem Blowhard Track, ein grandioses Finish liefert.

Ausstattung|Materail:
Getragen habe ich The North Face Single Track II Trailrunning Schuhe.
Danke Daniel für die super Beratung im North Face Store Nürnberg (www.mont-x.de)

(sp)

 

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Weitere Informationen: http://bedrockevents.co.nz/

 

 

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