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Erster Deutscher Bericht zur Männergesundheit

14 November 2010 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Wir stellen vor: Den ersten Deutschen Bericht zur Männergesundheit

Die Herausgeber des Ersten Deutschen Männerberichts, „Die „Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit“ (DGMG) und die „Stiftung Männergesundheit“ bezeichnen den Mann als das vernachlässigte Geschlecht und mahnen: Männer, nehmt Eure Krisen ernst – die körperlichen wie die seelischen.

Nach entsprechenden Untersuchungen zur Gesundheitsversorge, zum Gesundheitsverhalten und zu den Defiziten der Versorgung von Männern präsentierten die Autoren in Ihrem Bericht folgendes Resümee:

Männer haben heute eine fünf Jahre geringere Lebenserwartung als Frauen, wobei etwa viereinhalb Jahre davon durch soziokulturelle Faktoren bestimmt sind. Dies liegt hauptsächlich daran, dass Männer zu einem Spagat gezwungen werden, zwischen der Familie  (die Rolle des „Neuen Vaters“), dem liebenden Ehemann und andererseits dem Superhelden im Berufsleben.

Durch diese Ansprüche der Gesellschaft an den Mann werde das vermeintlich starke Geschlecht dazu verpflichtet, keine Schwächen zu zeigen und Raubau an der eigenen Gesundheit zu betreiben, so äußerte sich z. B. der wissenschaftliche Vorstand der „Stiftung Männergesundheit“ und führt weiter aus: Männer bringen sich öfter selbst in Gefahr, sie sind im Beruf stark eingespannt, ernähren sich ungesund und trinken zu viel Alkohol; darüber hinaus halten sie wenig von Vorsorgeuntersuchungen und gehen oft an ihre psychischen Grenzen.

Schon ab dem 35. Lebensjahr sinkt der Testosteronwert kontinuierlich, was sich negativ bekanntermaßen auf die Potenz auswirkt, aber auch problematisch für das Herz und die Gesamtlebenserwartung ist. Dies führt zu einem deutlich erhöhten Herzinfarktrisiko insbesondere zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. So sterben zum Beispiel 5 mal so viele Männer am Herzinfarkt wie die Frauen. Auch im Bereich der psychischen Gesundheit liegen häufig unerkannte und nicht behandelte psychische Störungen vor. So liegt die Rate der Alkohol – kranken Männer bei 6,8%, bei Frauen nur bei 1,3 %. Auch werden Männer eher drogenabhängig und leiden häufiger unter Persönlichkeitsstörungen bis zum Suizid, was vielfach auf nicht erkannte Depressionen zurückzuführen ist.

Als mögliche Abhilfe wird daher von den Medizinern postuliert: Männer sollten öfter ihre Werte bestimmen lassen und möglichst ihren Lebensstil überdenken bzw. von Grund auf ändern. Als generelles Fazit ihres deutschen Männerberichts wird daher von den Autoren eine Verstärkung der Männergesundheitsforschung gefordert, wobei die Forschungseinrichtungen stärker zusammen – und fachübergreifend arbeiten sollten. Und die Männermedizin sollte auf die geschlechtsspezifischen Krankheiten vermehrt eingehen.

(wz)

http://www.mann-und-gesundheit.com/m

http://www.stiftung-maennergesundheit.de/

http://www.n24.de/news/newsitem_6414024.html

Bildquelle: S.Kaiser/pixelio.de

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