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Insel der Verdammten

17 Januar 2012 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

„Der schmale Grad“ von Terrence Malick

Nachdem James Jones mit seinem Erstlingswerk „From Here To Eternity“ (Verdammt in alle Ewigkeit),  seine Erfahrungen als Soldat in der Zeit kurz vor und kurz nach Kriegsbeginn verarbeitet hat, folgte 1962 The Thin Red Line. Die Adaption des Romans „Insel der Verdammten“ wurde 1964 bereits das erste Mal verfilmt.

Den historischen Hintergrund bildet die Schlacht um die Salomonen-Insel Guadalcanal, in der US-Truppen zwischen dem 7. August 1942 und dem 8. Februar 1943 die japanischen Besatzungstruppen von der Insel vertrieben und damit die erste Insel im Pazifikkrieg befreiten.

1942 landet eine C-Kompanie einer US-Division auf der Salomonen-Insel und kämpft sich dort durch den Dschungel, um die Insel von den Japanern zurückzuerobern. Während zwischen dem Kompaniechef  Staros und seinem Vorgesetzten Lieutnant Colonel Tall (Nick Nolte) der befohlene Sturm auf einen schwer bewachten Hügel zum erbitterten Streit führt, versuchen die Soldaten auf ihre eigene Art und Weise, die sie umgebende Hölle zu überstehen.

Die Terrence Malick Verfilmung kontrastiert den Krieg mit der Schönheit der unberührten Natur, die in ihren unterschiedlichen Formen präsentiert wird. Die Bilder von Krieg, Tod und Zerstörung werden immer wieder unterbrochen durch lange Kamerafahrten, intensive Nahaufnahmen von Flora und Fauna und immer wieder durch Einstellungen auf wiegendes Gras im Wind. Daneben erscheint die Natur als Symbol als eine transzendente Wirklichkeit, die den, der um sie weiß, vor den Schrecken zu beschützen vermag.

In der immer wieder zu sehenden Natur verliert sich schließlich auch die Logik des Krieges. Die Getöteten verschwinden im hohen Gras und spielen keine Rolle mehr. Wer tot ist, auf den hat der Krieg keine Wirkung mehr. Wie Menschen sterben, zeigt Terrence Malick schonungslos bei amerikanischen als auch japanischen Soldaten. Malick verbindet Motive aus dem Roman mit einer poetischen Beschwörung unverdorbenen Lebens und zahllosen individuellen Meditationen über den Sinn des Daseins und das Phänomen des Krieges. Der Film setzt sich philosophisch mit Mensch, Natur und Krieg auseinander und erinnert zeitweise an Betrachtungen von Ernst Jünger.

Immer wieder sehenswert…

(rz)

Quelle: 20th Century Fox

http://www.youtube.com/v/LCmlOhsIwBk

http://www.youtube.com/v/Noqrc5blPMY

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