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Helden und Götter der griechischen Antike

28 November 2010 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Wir stellen vor:  Helden und Götter der griechischen Antike in einer erheiternden Reflektion zum 21. Jahrhundert

Freitag, 03.12.2010. 19.30 Uhr Magnus Keller Miltenberg

Als Epos, witzig und vielleicht auch mit etwas leichten Zynismus, im Versreim vorgetragen von Manfred Helmstetter.

Mit der der griechischen Philosophie, Dichtung und Mythologie verhält es sich im allge-meinen wie mit der Bibel, nämlich häufig zitiert aber selten gelesen.

Manfred Helmstetter ist pensionierter Offizier, danach Schauspieler und, wie er selbst von sich sagt, ein ewiger Student griechischer Mythen und der nordischen Edda. Wie kaum ein anderer kennt er sich aus in der altgriechischen Sagenwelt, und versteht sich brillant darin, die Quintessenz daraus auf einen verkürzten Prolog in Versform zu verdichten. Bei ihm kann es schon vorkommen, dass Prometheus, der Halbgott der die Menschen liebte und Ihnen verbotener Weise das Feuer schenkte, auch einige Tabaksamen aus seinem Feuerwagen auf die Erde fallen ließ. Als verdeckte Reflektion zur heutigen Zeit gedacht, treten dann die entsprechenden Gottheiten als Antipoden und Pseudomoralisten ins Geschehen, ohne den Kern des Originals zu verletzen. Eine Freude für den Verstand und das Zwerchfell. Damit die leiblichen Freuden nicht zu kurz kommen, servieren wir dazu einen typischen griechischen Imbiss mit rotem Wein, Tabak und Zigarre.

Am 19. November, 19.30 Uhr im Magnus Keller Miltenberg

Für Liebhaber kräftiger Zigarren etwas ganz Besonderes. Philipp Schuster lädt ein zu einer kleinen Geschmacksrundreise durch Honduras, Nicaragua und die Dominikanische Republik. Beginnen wird die Reise mit einer der besten Zigarren aus dieser Provenienz: Flor Dominicana Carajos. Mit ihrem drei Jahre abgelagerten Double Liguero wird diese Zigarre sicherlich durch ihren satten und voll-kräftigen Geschmack beeindrucken. Die Casa de Torres 2011 Edition (Nicaragua) und Maria Mancini Perfecto (Honduras) – beides Neuheiten der Intertabac 2010 in Dortmund – werden ebenfalls deutliche Zeichen setzen in Sachen voller Geschmack und Stärke.

Begleitet wird dieser Zigarren-Reigen von zwei hervorragenden Rums aus Barbados und Panama, die das Genießer-Herz höher schlagen lassen werden.

Magne Falkum

1948 gründete der Norweger Magne Falkum ein Tabak- und Spirituosengeschäft mit Leihbücherei in Miltenbergs Hauptstraße 30. Anfang der fünfziger Jahre erfolgte die allmähliche Ausrichtung und Sortimentsvertiefung auf das Segment Pfeife und Rauchtabake. An dieser Stelle sollte man anmerken, daß zu jener Zeit das Pfeiferauchen im restlichen Europa nicht den Stellenwert hatte, wie z.B. in Großbritannien, den Commonwealth-Ländern und Skandinavien.

Dort waren es meist der Adel, Militärs und die Handelsmarine, welche das Pfeiferauchen als genüßliche Versinnbildlichung ihres Standes ansahen. Im deutschsprachigen Raum hingegen war zumeist das sogenannte Klöbchenrauchen (eine kleine Shag-Pfeife, die mit Zigarrenstummeln, Knaster oder manchmal mit Feinschnitt befüllt wurde) unter den einfacheren Bevölkerungsschichten verbreitet. Einfache Zigarren mit Krüll-Einlage fanden zu dieser Zeit in allen Schichten der Bevölkerung sehr weite Verbreitung, doch diese Variante des Rauchens fand durch die US-Besatzung populär gewordene Zigarette in den folgenden Jahren und Jahrzehnten kaum noch Anklang.

Magne Falkums Vision war, das Pfeiferauchen auch in Deutschland salonfähig zu machen und diesem den Stellenwert beizumessen, den es in angelsächsischen Ländern schon lange innehatte. Nationen bzw. bestimmte Landstriche haben auf Grund ihrer geologischen Lage oder Mentalitäten unterschiedliche Vorlieben in Bezug auf die sinnliche Wahrnehmung. Dies gilt auch für den Tabakgenuß. So entwickelte er zu Beginn der sechziger Jahre zusammen mit dem Tabakhersteller Otto Steiner aus dem badischen Bruchsal die ersten mild rauchbaren, geflavourten Pfeifentabake. Zu dieser Zeit kannte man ausschließlich die englischen mit Latakia angereicherten, kraftvollen Blends, die gehaltvollen Natur Virginia-Mixtures bzw. die dänischen Blends, deren Akzent in einer erhöhten Beigabe von Honig-Casings bestand. Die von ihm kreierten Mixtures hatten einen durchschlagenden Erfolg und waren eine Art Wegweiser für die die neuen, modernen Tabake, die man heute im allgemeinen die „leichte, süßliche dänische Richtung“ nennt.

Ende der 60er Jahre, darüber waren sich alle „Pfeifen- und Tabakleute“ einig, war das sogenannte Shag-Rauchen so gut wie nicht mehr existent, und das Pfeifenrauchen hatte einen Kultstatus bekommen. Schriftsteller, Wissenschaftler und Politiker ließen sich sehr gerne mit Pfeife ablichten, sicherlich auch das ein oder andere Mal, um das intellektuelle Image zu betonen.

(vz)

Weitere Informationen:

http://www.falkum.de/

Quelle: falkum.de/sven@e7o.de/pixelio.de

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