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Zweiräder | Gib Gas – ich will Spaß

androgon 1 [1]Seit dem Kultfilm Easy Rider, der das Lebensgefühl einer ganzen Generation ausdrückte und Peter Fonda sowie Dennis Hopper zu Kultstars in Hollywood machte, steht nichts so sehr für den Traum von individueller Freiheit wie der Besitz eines Motorrads.
Doch anders als man vermuten möchte, erfüllen sich nicht in erster Linie Jugendliche, sondern vor allem Vertreter der Generation 40 Plus diesen Traum. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine aktuelle Studie der Creditplus Bank AG [2]. Dementsprechend wollen die Käufer eines Motorrads keinen Geschwindigkeitsrausch erleben, sondern bequem cruisen.

Die Familie hat Priorität
Etwa 40 Prozent der Bundesbürger, die für die Studie befragt wurden, träumen davon, sich eines Tages ein Motorrad zuzulegen. Allerdings schieben sie diese Investition ins eigene Vergnügen immer weiter nach hinten, wie sich auch in der Verkaufsstatistik zeigt. 59 Prozent der Käufer eines Motorrades haben die 40 bereits überschritten,  beim Kauf eines neuen Motorrades liegt der Anteil dieser Altersgruppe in Deutschland sogar bei 75 Prozent. Warum dies so ist, lässt sich leicht erklären, wenn man sich die Prioritäten der Jüngeren Motorradfans ansieht. Hier rangiert bei 30 Prozent die Familiengründung an erster Stelle, und diese lässt sich nur schwer mit dem zeitintensiven und teilweise auch teuren Hobby Motorrad in Einklang bringen.

Die Kosten als Hemmschwelle
Für etwa 26 Prozent der Teilnehmer an der Umfrage sind die vermeintlich hohen Kosten, die mit der Anschaffung eines Motorrades verbunden sind, ein Hinderungsgrund. Allerdings können Zweiradfans dank zahlreicher Angebote bei Online-Auto- und Motorradhändlern [3] auch schon relativ günstig in ihr Hobby einsteigen. Weitere Hemmnisse stellen für Motorradfreunde das höhere Risiko im Straßenverkehr sowie der fehlende Stauraum dar. So lässt sich etwa der wöchentliche Großeinkauf nicht mit dem Motorrad transportieren sodass man trotzdem auf ein Auto angewiesen bliebe, wenn der Supermarkt nicht direkt neben dem Zuhause liegt. Diese Punkte schreckten jeweils 22 Prozent der möglichen Interessenten ab. Fast jeder fünfte nannte außerdem einen Mangel an Zeit als Grund dafür, sich erst später ein Motorrad anschaffen zu wollen.

Vor allem Spaßmaschinen sind gefragt
Wenn ein Motorrad gekauft wird, geht es weniger um die Motorleistung und Geschwindigkeit, sondern eher um den Spaß am Fahren. Bei Frauen noch mehr als bei Männern spielt aber auch der Sicherheitsgedanke eine Rolle. Fast die Hälfte der befragten Frauen würde deshalb Motorroller, Quads oder Leichtkrafträder dem klassischen Motorrad vorziehen. Aber auch bei den Männern ist der Roller auf der Hitliste, hier landet er auf Platz zwei. Nur ein alltagstauglicher Sporttourer würde noch öfter (von 15 Prozent der Befragten) gekauft werden. Reisetourenmaschinen und bequeme Chopper lagen auf den Plätzen drei und vier, dies deckt sich auch mit den in der Studie genannten Kaufgründen.
Hier ist nämlich der Spaßfaktor der vorrangige Beweggrund, sich ein Motorrad anzuschaffen. Während bei Männern vor Allem lange Überlandtouren, die dem „Easy Rider“-Feeling möglichst nahe kommen als Anreiz dienen, können Frauen neben dem Spaß auch noch praktischen Nutzen entdecken. Hauptsächlich dort, wo der Parkraum knapp ist, lässt sich ein Motorrad einfacher abstellen, was immerhin 55 Prozent der Frauen als stichhaltiges Argument pro Motorrad durchaus finden.

Bilquelle: ©Flickr – Martin Storbeck|CC BY 2.0