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RUNTERRA | Im Zeichen des Phoenix 2014

1 Oktober 2014 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

DSC_0245Im Zeichen des Phoenix…

Team androgon war bei der Premiere erfolgreich am Start und konnte sich in der Königsdistanz von 21km ganz vorne behaupten!

Am 27.09.2014 um 15Uhr fiel der Startschuss zum diesjährigen RUNTERRA in Zirndorf bei Nürnberg bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen 20°C. Gestartet wurde in drei Blöcken mit jeweils etwa 250 Teilnehmern je Block.

Schon vorab gab es in den Medien zu lesen, dass RUNTERRA das Hindernisrennen mit den meisten Hindernissen pro Runde sein würde, was auch durchaus der Fall war. Eine Runde zählte 7,1 km und war gespickt mit 42 Hindernissen, die -wie der Name des Rennens vermuten lässt- viel mit den Elementen Erde und Wasser verbunden waren. Eine Runde beinhaltete etwa 300 Höhenmeter.

Anreise | Vorbereitung:
Nachdem ich so ziemlich auf den letzten Drücker auf dem Startgelände von RUNTERRA angekommen war und mich wenigstens nur kurz mit meinem Teamkollegen Sandro, der zum ersten Mal an einem Hindernisrennen teilnehmen wollte und sich für den Anfang die 7 km Runde vorgenommen hatte, kurzschließen konnte, begab ich mich langsam an den Start. Dort standen schon einige bekannte Läufer, die ich von anderen Laufveranstaltungen her kannte.  Nach kurzem Smalltalk stellten wir uns an die Startlinie und warteten auf den Countdown für den Startschuß, der pünktlich um 15.00 Uhr fiel.

Der Lauf:
Die ersten paar Meter führten über ein abgemähtes Maisfeld und mein erster Gedanke war: „Nur nicht von den anderen Läufern anstecken lassen und zu schnell angehen, du weißt nicht was dieses Mal auf dich zukommt.“ Denn anders als bei den anderen Hindernisläufen hatte ich mir die Strecke zuvor nicht angesehen.
Egal, ich war nun auf Strecke und würde mein Bestes geben. Es ging weiter durch ein kleines Wäldchen, über Baustämme und unter einem abtrasierten Kriechhindernis hindurch. Es folgen immer wieder steile Anstiege, gepaart mit schlammigen Pfützen (oder auch Löchern), die meisten konnten aber problemlos durchwatet werden, auch wenn stellenweise die Gefahr bestand, darin stecken zu bleiben. Das kostet Zeit und Kraft. Steile geröllhaltige bis sandige Anstiege erweckten bei mir das Gefühl, als ob ich auf einer Erddeponie oder in einem Schotterwerk unterwegs war: „Es war einfach klasse!“

Vorsicht war bei den dazugehörigen Abstiegen geboten, denn die zum Teil mit leichter Vegetation bewachsenen Geröllhalden sind ziemlich steil. Neben dem anspruchsvollen Gelände sind es auch Hindernisse wie die Klagemauer, Stonehenge oder der Bombentrichter, die einem Kraft und Geschicklichkeit abverlangen.
Nach dem Bombentrichter und einem kurzen Trail durch den Wald, bogen die Läufer nun auf ein Stück asphaltierten und abfälligen Weg, der den Läufern die Möglichkeit gab, ein wenig durchzuatmen und einen Blick auf den Start/Ziel Bereich zu werfen, bevor es wieder in sumpfig-unwegsames Gelände ging.
Danach konnte man sich endlich den Dreck abwaschen; Splash-Jump nannte sich das nasse Vergnügen, eine von zwei Flussüberquerungen, wobei es an dieser Stelle noch ziemlich flach durchs Wasser ging.

Nach einem kurzen, mit Hindernissen gespickten Weg, ging es dann auch wieder in den Fluss und zwar über eine Rutsche. An diesem Flussabschnitt war es ein wenig tiefer als an der vorherigen, sodass die Teilnehmer auch mal ihre Schwimmkünste unter Beweis stellen konnten und für die, denen es an Kraft fehlte, war an beiden Fluß-Überquerungen ein Seil gespannt.
Nun raus aus dem Wasser und die Kräfte neu mobilisiert. Zwischen Maisfeld und Sportplatz ging es über Paletten, die zu Hürden aufgestellt waren. Die letzten Hindernisse der Runde waren Container, die mit Strohballen und Reifentrauben oder auch mit Schotter gefüllt und mit einem Gitter bedeckt waren, so dass auf die letzten Meter noch eine schmerzhafte Kriechstrecke entstand.

Jeder Läufer durfte selbst entscheiden, wie viele Runden er laufen wollte, was heißen soll, dass man nach einer zwei oder drei Runden ins Ziel einlaufen konnte und auch so gewertet wurde.  Der Moderator versuchte auf seine Art jeden einzelnen Läufer zu motivieren, eine weitere Runde zu absolvieren, war aber auch voller Anerkennung für die, die ihr persönliches  Ziel erreicht hatten und das Rennen beendeten.
Da mein Ziel die 21 km waren ging es für mich nach der ersten noch auf zwei weitere Runden, auf denen sich jetzt eine Vielzahl von Läufern befanden und mir wurde nun bewusst, dass ich die Zeit, die ich für meine erste Runde gebraucht hatte, so nicht mehr halten konnte.

Bei einigen Hindernissen beschwerte sich der eine oder andere, man würde sich vordrängeln. Als sie aber merkten, dass ich mich auf der zweiten Runde beziehungsweise der dritten Runde befand, machten die meisten kameradschaftlich Platz. Vielen Dank dafür, denn das gehört für mich zur sportlichen Fairness genauso, wie sich bei den Hindernissen zu helfen.

Resümee:
Das Rennen war sehr gut organisiert, es gab an den Versorgungsstationen unterwegs ausreichend Wasser, Iso, Riegel und Obst. Die Strecke war mit Bändern verständlich ausgeschrieben, auf Teerwegen mit einem ausgesprühten Phönix und Pfeilen. Das rote Kreuz hatte ausreichend Helfer vor Ort und auf der Strecke fuhren abwechselnd mit Motocrossmotorrädern Mitglieder des Organisationsteams die Strecke ab. Die Zuschauer bei diesem Lauf waren, ebenso wie das Wetter fabelhaft und feuerten die Läufer ausdauernd an. Und auch die Läufer waren eigentlich fast immer mit einem Lächeln auf den Lippen unterwegs. Es war eine super Veranstaltung – wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Das Besondere dieses Rennens:
Wie schon beschrieben, die große Anzahl von Hindernissen – nach Adam Riese waren mit 3 Runden  „126 Hindernisse“ zu überwinden – ein deutscher Rekord! Die Teams mussten innerhalb einer Minute 5 Läufer im Ziel haben, sonst fielen sie aus der Wertung raus und wurden als Einzelstarter gewertet, was für die Teams bedeutete, immer zusammen zu bleiben.
Auf der Strecke wurde ich super von meinem Teamchef Raffael Zeller betreut, der versuchte mir immer genug Flüssigkeit zu reichen und mich mental aufzubauen.

Ergebnisse:
Auf den letzten paar Metern hörte ich das Schreien meiner Frau und verstand die Aufregung nicht ganz. „Es sind nur noch vier Hindernisse.“ Als ich näher kam und meine Begleiter immer hektischer zu werden schienen, versuchte ich die letzten zwei Hindernisse zügig zu nehmen und spurtete durch das Ziel. Erst jetzt registrierte ich, wieso die ganze Aufregung:  „Podiumsplatz“! Alle beiden Läufer des androgon Teams kamen unverletzt ins Ziel. Sandro Wagner mit 1:05:53 und Platz 52 nach 7,1 km und 42 Hindernissen und Bernadt Krinke (ich) mit 2:14:17 und Platz 3 nach 21 km und 126 Hindernissen.
Insgesamt ist RUNTERRA sehr gut organisiert, die Stimmung war super, das Wetter ebenfalls, die Zuschauer anfeuernd und die Läufer, egal ob Spaßläufer oder Zeitläufer, super hilfsbereit.

Einziger Wermutstropfen:
Die Parkplätze waren nicht ausgereicht und weitere waren nicht ausgeschrieben.
Die Siegerehrung war zu spät angesetzt, sodass einige der platzierten Läufer und Läuferinnen nicht mehr anwesend waren. Dies sind aber Lappalien, die beim nächsten Mal sicherlich kein Problem mehr darstellen werden.

(BS) Bernadt Krinke

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Weitere Informationen RUNTERRA – IM ZEICHEN DES PHOENIX auch unter www.runterra.de – siehe auch unseren Bericht vom 14.08.2014 auf androgon.com

Quelle und Bildquelle: androgon.com

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