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Gelita Trail Marathon 2.0

9 Oktober 2014 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

GilitaTrailMarathon2014_43Neue Streckenführung beim Gelita Trail Marathon 2014 in Heidelberg

Team androgon war auch bei der zweiten Auflage des Gelita Trail Marathons dabei und konnte sich nicht nur mit der Staffel auf dem 3. Platz platzieren, sondern noch zwei weitere Top drei Platzierungen in der Himmelsleiter-Trail- Wertung erreichen!

Zum Gelita Trail-Marathon Heidelberg waren dieses Jahr knapp 1.500 Teilnehmer gemeldet, davon über 500 für die traditionelle Distanz von 42,195 Kilometern. Viele Teilnehmer lobten die neu konzipierten Streckenabschnitte. Vor allem auf der ersten Hälfte des Kurses bis zum Weißen Stein führte die Strecke über zusätzliche reizvolle Trails mit großen lauftechnischen Herausforderungen. Im Vergleich zu 2013 kamen noch mehr Trailabschnitte hinzu, Asphaltstrecken wurden auf ein Minimum reduziert und insbesondere für das Gefällstück vom Langen Kirschenbaum bis zur Neckarbrücke in Ziegelhausen wurden einige wunderschöne Trails als Alternative installiert.

Wesentliche Neuerungen 2014
Nudelparty, Startnummernausgabe und Start waren nicht mehr auf dem Universitätsplatz, sondern auf dem großen Parkplatz oberhalb des Schlossgartens, angrenzend an den Schloss Wolfsbrunnenweg, untergebracht. Hier wurden ideale Bedingungen für das Trail-Marathon-Zelt und den Start- und Zielbereich geschaffen und alle Teilnehmer profitierten somit vom einmaligen Ambiente rund um das Heidelberger Schloss. Der Zieleinlauf erfolgte – mit traumhafter Kulisse – im Schlossgarten. Dieses machte die Laufveranstaltung sicherlich weltweit zu einer der schönsten Marathonveranstaltungen.

Neu war der Himmelsleiter-Trail | ein Format nicht nur für Einsteiger
Zusätzlich wurde in diesem Jahr der Himmelsleiter Trail neu in das Programm aufgenommen. Dieser zusätzliche Wettbewerb über ca. 10 Kilometer zeigte alles, was den GELITA Trail Marathon auszeichnet, war jedoch nicht so hart wie die volle Distanz zu gehen. Der Kurs startete ebenfalls im Bereich am Schlossgarten und führte dann über die Himmelsleiter direkt auf den Königsstuhl und über die Molkenkur wieder zurück zum Schloss.

Konkurrenz
Die Konkurrenz in der 5er Staffel-Wertung war groß – es waren allein 4 Engelhorn Sportmannschaften mit Sprint-Spezialisten aus der regionalen Umgebung gemeldet. Unsere Staffel sollte diesem Niveau aber trotzdem Paroli bieten können, um den vierten Platz im letzten Jahr toppen zu können. Zudem waren 2 weitere androgon-Starter für die Langdistanz und zwei weitere für den Himmelsleiter-Trail gemeldet.
Trotz des gemeldeten Regens, herrschten zum Zeitpunkt des Starts um 11:00 Uhr bei ungefähr 20 Grad und Sonnenschein allerbeste Laufbedingungen für die bevorstehenden 1500 Höhenmeter.

Startschuss Staffel
Unser Läufer „Sammy“ startete als erster Staffelläufer im vordersten Startblock. Die Strecke, die dieses Jahr vom Heidelberger Schlossgarten über einen Treppenweg in die Heidelberger Altstadt führte, nach einigen 100 Meter über Kopfsteinpflaster durch die berühmte Heidelberger Altstadt mit ihren vielen historischen Sehenswürdigkeiten dann über die Alte Brücke hinüber ans andere Neckarufer führte, zweigte nach etwa einem weiteren Kilometer später in die Hirschgasse ab. Die Strecke führte jetzt über einen malerischen Weg, der seit jeher gerne für romantische Spaziergänge benutzt wird, weiter steil den Berg hinauf, jedoch mit wunderschönem Blick auf das Heidelberger Schloss, die Altstadt und den Neckar. Folgend führte sie uns zum Heiligenberg, einem alten energetischen Ort (439,9 m ü. NHN) wo vor langer Zeit die Kelten ihre Spuren hinterlassen hatten. Von deren Besiedelung zeugen noch heute Reste einer doppelten keltischen Ringwallanlage, die einst den Haupt- und den Vordergipfel umschloss. Durch seine herausgehobene Lage bot der Heiligenberg einen weiten Blick in Richtung Rheinebene und ins Neckartal sowie einen natürlichen Schutz vor Angreifern.

Thingstätte
Weiter mussten dann die 176 Stufen der Heidelberger Thingstätte, einem Bau aus den 30er Jahren und eine nach dem Vorbild antiker griechischer Theater errichtete Freilichtbühne, überwunden werden, bevor es nach ein paar Kilometern weiter durch den schönen Odenwald zur ersten Wechselzone ging. Auf diesen nächsten vier Kilometern ging es stetig bergab und es eröffneten sich auch hier immer wieder wunderbare Ausblicke in Richtung Heidelberger Altstadt und zum Heidelberger Schloss. Team-Läufer Florian übernahm in der WZ “Mühlental” den Staffelstab. Durch das Mühlental ging es weiter zum nächsten steilen Anstieg, der Florian zum Weißen Stein führen sollte – es halfen hier auch immer wieder historische, in Sandstein gravierte Wegweiser, beim Orientieren weiter. Der Weiße Stein (548 m ü. NHN) markierte der zweithöchsten Punkt des gesamten Trails. Hier befand sich ein 20 Meter hoher Aussichtsturm aus dem Jahr 1906. Noch war die nächste Wechselzone aber nicht erreicht. Es ging weiter in Richtung “Dossenheimer Kopf”, der nächsten markanten Höhe (538 m ü. NHN), bevor unser Läufer die Wechselzone erreichte. 800 positive Höhenmeter waren nun geschafft und tendenziell ging es jetzt lange bergab.

Berg ab – Richtung Neckar
Dritter Läufer “Andreas” übernahm – in der Staffelwertung lagen wir immer noch auf Platz 3. Es folgte ein langes Gefälle zum Neckar, bei dem richtig Tempo gemacht werden konnte. Durch den Wald ging es hinunter nach Ziegelhausen und von dort direkt über die neue Neckarbrücke, die Ziegelhausen und Schlierbach auf der anderen Seite des Neckars verbindet. Andreas war in seinem gelben Team-Shirt schon von weitem auf der Brücke zu erkennen, bevor es in die nächste Wechselzone ging. Nur noch einmal unter den Bahnschienen am Schlierbacher S-Bahnhof hindurch, an der Verpflegungszone vorbei, hinein in den Wechselzonenbereich.

Himmelsleiter
Der Staffelstab ging nun an Bernadt. Nur zwei Staffelläufer waren schon durchgekommen. Aus der Wechselzone hinaus ging es positiven 520 Höhenmetern entgegen. Das 4. Teilstück hatte es in sich; es ging ausschließlich bergauf. Der Streckenverlauf stieg ab Kilometer 28 langsam aber stetig bis zum Einstieg in die sog. “Himmelsleiter” bei Kilometer 35 an. Diese Himmelsleiter Stufen waren auch im gleichnamigen neu geschaffenen 10 Km langen „Himmelsleiter Trail“ zu absolvieren, der um 11:30 Uhr als separater Wettkampf startete.
Die Himmelsleiter ist ein steiler, gut 800 Meter langer Anstieg, bei dem auf unregelmäßigen Naturstufen ca. 130 Höhenmeter bewältigt werden müssen; hier gilt es noch einmal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Über Naturstufen, Felskanten und Geröllsteine balancierend ging es jetzt ein Teilstück der Himmelsleiter hinauf zum Königstuhl, zur Bergstation der Heidelberger Bergbahn. Hier befinden sich unter anderem auch mehrere Radio-, Fernseh- und Richtfunk-Sendeanlagen und eine ehemalige Abhörstation der US-Amerikaner. Der Königstuhl ist mit seinen 548 m ü. NHN der höchste Punkt des GELITA Trail Marathons.

Gesamt umfasst die “Himmelsleiter” mehr als 1200 Stufen, eine vom Heidelberger Schloss direkt zum Gipfel des Königstuhles führende unregelmäßige Treppe aus grob behauenen ungleichen Sandsteinen. Sie wurde ab 1844 unter Bezirksförster Adam Laumann gebaut und 1994 fast vollständig saniert.

Letzter Wechsel
Raffael übernahm auf dem Königstuhl den finalen Teilabschnitt. Die etwa 1,5km langen Bergab-Passagen, die mit Wurzeln und Steinen gespickt sind, stellten die letzte schwierige Prüfung dar; zudem ging es auf diesem Abschnitt 180 Höhenmeter hinunter. Raffael wollte um jeden Preis die Top-3-Platzierung halten. Nach diesen 180 Metern bergabwärts wurde das Gelände wieder einfacher zu belaufen, ein letzter 800 Meter Anstieg folgte. Vorsicht war aber trotzdem geboten, ehe nach ca. Kilometer 41 wieder asphaltierter Untergrund auf die Läufer wartete.
Durch das Gelände des Schlossgartens ging es die letzten Meter an erstaunten Touristen vorbei – eine regelrechte Welt-Uraufführung: der erste Marathon-Lauf durch den Heidelberger Schlossgarten! Wer bis jetzt noch keinen “Tunnelblick” hatte, konnte dieses weltberühmte Bauwerk im wahrsten Sinne des Wortes laufend besichtigen und genießen, bis er von begeisterten Zuschauern im Zielbereich empfangen wurde.

Resümee
Mit toller Stimmung ging hier ein Sportevent mit touristischem Flair bei wunderbarem Sportlerwetter für uns fast schon zu schnell zu Ende. Es war ein anspruchsvoller und zugleich wunderschöner Trail um und durch Heidelberg. Der GELITA Trail Marathon Heidelberg ist ein absolutes “Muss” für jeden Trail-Läufer, ob Langdistanz, Staffel, Duo oder Himmelleiter-Trail, der die dritte Ausgabe im nächsten Jahr auf keinen Fall verpassen sollte!

Die Veranstaltung brillierte durch ihre wundervolle Streckenführung, wurde organisatorisch und logistisch hervorragend umgesetzt, die Verpflegungsstände und Streckenposten waren gut besetzt und es gab keinerlei Dinge, die zu bemängeln wären. Wir werden nächstes Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein und einen neuen Angriff auf die Top 3 Platzierung starten.

Primus Perfector
Noch vor den Einzelsiegern waren die schnellsten Fünfer- und Zweierteams im Ziel des GELITA Trail Marathon Heidelberg im Schlossgarten:

Schnellste Männer-Staffel war das engelhorn sports team (2:57:30 Stunden). 2. war das engelhorn sports team 2 mit 03:04:07 und 3. unser androgon-Sportteam mit einer Zeit von 03:13:36.

Die besten Frauen und das beste Mixed-Team stellte ebenfalls das engelhorn sports team (3:31:34 Stunden, 3:25:09 Stunden).

Die Duo-Team-Wertung der Männer gewann Runners Point Heidelberg (3:16:18 Stunden).
Das beste Mixed-Duo war das engelhorn sports team (3:05:28 Stunden).
Die schnellsten Duo-Frauen waren mit dem Teamnamen Egon’s Untertanen unterwegs (3:58:15 Stunden).

Einzelstarter auf der Marathondistanz
Almuth Grüber und Philipp Eisel siegten beim zweiten GELITA Trail Marathon Heidelberg auf der Langdistanz. Almuth Grüber benötigte für ihre Titelverteidigung auf der noch anspruchsvoller gewordenen Strecke 3:42:50 Stunden, Philipp Eisel war nach 3:32:59 Stunden im Ziel. Zweiter bei den Herren war Martin Kohmann (3:36:15), Dritter Markus Rolli (3:37:05). Bei den Frauen überquerten als Zweite Manishe Sina (4:00:42) und als Dritte Bianca Loge (4:06:46) die Ziellinie.

Neues Himmelsleiter Trail Format
Beim neu eingeführten Himmelsleiter Trail über zehn Kilometer gewann bei den Frauen Jutta Hugenberg in 50:38:00 – eine wissenschaftliche Mitarbeiterin der GELITA AG, des Titelsponsors der Veranstaltung; bei den Männern siegte Patrick Breitkopf (LG Schefflenztal, 45:57:00). Danach folgten unsere Team-androgon Läufer Stefan Peters auf Platz 2 mit 46:50:00 und Rene Klingenberger mit 00:47:25 auf den Plätzen.

Weitere Informationen unter: www.trailmarathon-heidelberg.de

http://www.rnf.de/mediathek/video/gelita-trail-marathon-heidelberg/

(rz)

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Unser spezieller Dank geht hier auch nochmal an den Veranstalter m3 event GmbH & Co. KG aus Mannheim für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit.

Quelle und Bildquelle: androgon.com | Rhein-Neckar-Picture | go4it-foto.de

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