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Der Wunsch nach Unsterblichkeit – Kryonik

11 Mai 2018 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Phönix_Film030Der Wunsch nach Unsterblichkeit
Ein Interview mit dem Schauspieler Beat Marti

 

Beat Marti beendete seine Dreharbeiten für den deutschen Science-Fiction-Thriller Phönix (AT) unter der Regie von Christoph Heimer in Ludwigsburg. Wir durften bei den abschließenden Dreharbeiten dabei sein und haben den Schauspieler getroffen.

Beat Marti wird in dem deutschen Science-Fiction-Thriller „Phoenix“ neben Jana Klinge in der männlichen Hauptrolle zu sehen sein. Das Filmprojekt wurde von der Filmakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit SWR und Arte getragen. Der Science-Fiction-Thriller ist eigentlich eine Liebesgeschichte und handelt vom Wunsch nach Unsterblichkeit durch das Einsetzen von „Kryonik“, das Einfrieren von Organismen (Kryokonservierung ) oder einzelnen Organen, um diese – sofern möglich – in der Zukunft wiederzubeleben.

Rahmenhandlung des Films:
A man who cheats death through the help of cryonics has to learn the hard way that death is an undeniable part of life. David (Beat Marti) tries to cheat the death of his wife (Jana Klinge) through the help of cryonics. When they wake up from cryo sleep in the far future they find themselves to be alone and trapped inside a deserted cryo facility.

Regie: Christoph Heimer
Produktion: Filmakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit SWR und Arte
Ausführende Producer: Eric Bouley, Christopher Sassenrath, Christian Schega
Casting: Manolya Mutlu
Cast: Beat Marti, Jana Klinge, Eva Probst

 

Interview:

1. Du kommst ursprünglich aus der schönen Schweiz und bist in der Bündner Hauptstadt Chur geboren. Was fühlst Du bei den drei Aussagen: Grau steht für den Grauen Bund, Weiss für den Gotteshausbund und Blau für den Zehngerichtebund?
Die drei Bünde erinnern mich natürlich an meine Schulzeit. Wir haben die Geschichte Graubündens im Schulunterricht durchgenommen. Die drei Bünde waren ja ein Novum im damaligen Europa. Ein Freistaat der bis Anfang 18. Jahrhundert existierte.
Meine Gefühle, wenn ich an Graubünden denke, sind schwer in Worte zu fassen. Mit diesem wunderschönen Flecken Land, verbinde ich meine Kindheit, Familie, Freunde und auch immer wieder Abschied. Mit 19 bin ich von Chur in die Welt gezogen, um Schauspieler zu werden. Und seit damals bedeutet es auch immer wieder, wenn ich zu Besuch nach Graubünden fahre, Abschied zu nehmen. Graubünden ist also gefühlsmäßig für mich immer mit einem weinenden und lachenden Auge verbunden.

2. Du bist gebürtiger Schweizer und lebst seit 1998 in Berlin. Berlin ist eine sehr eigene Stadt und hat mit der Schweiz wohl nicht viel gemein. „Sting“ sang 1987 „Englishman in New York“ und porträtierte mit seinem Song einen englischen Künstler in New York. Fühlst Du Dich manchmal auch so wie im Liedtext beschrieben? In welchen Situationen schlägt Dein Herz für die Schweiz, wann für Deutschland?
Also erstmal: Berlin ist eine großartige Stadt und ich liebe es in Berlin leben zu können und ja, die Stadt hat mit der Schweiz nicht viel gemein.
Die Herzensfrage klingt ganz platt beantwortet so: Ich liebe Fondue und Raclette genauso wie Klöße und Berliner Eisbein. Ich halte zur Deutschen und ebenso zur Schweizer Fußballmannschaft.
Aber für mich verhält sich die Liebe zu einem Land grundsätzlich etwas komplexer. Meine Vorfahren kamen aus Irland über Italien in die Schweiz und ich selber besitze ja, nebst der schweizer, die deutsche Staatsbürgerschaft. Ich definiere mich nicht wirklich über ein nationales Gefühl zu einem Land. Meine Verbundenheit zu einem Land hat viel mehr mit meiner kulturellen Herkunft und Beeinflussung zu tun. Aber vor allem hat meine Verbundenheit zu einem Land, mit meiner Familie und den Menschen die mir viel bedeuten zu tun. Darüber definiere ich meine Heimat. Die Schweiz und Deutschland sind für mich gleichwertig. Da ich seit gut 18 Jahren in Deutschland lebe, mischt sich da in meinem Herzen so einiges an Einflüssen aus der Schweiz und aus Deutschland. Und das führt manchmal auch dazu, dass ich mich wie in Stings Liedtext fühle: I’m a Alien (lacht)

3. Unweit Deines Geburtsortes Chur liegt die weltbekannte Therme Vals, ein Thermalbad, welches vom Architekten Peter Zumthor im Jahre 1996 neu entworfen wurde. Das Bad soll an einen Steinbruch erinnern, aus dem Quader herausgeschnitten wurden. Die verbleibenden Blöcke und die dazwischenliegenden Hohlräume bilden somit das Gebäude.
Könntest Du Dir vorstellen in dieser einzigartigen Kulisse mal ein eigenes Filmprojekt ins Leben zu rufen?
Den Film, den ich darüber machen würde, existiert wahrscheinlich bereits. Es wäre ein Dokumentarfilm über die Arbeit von Peter Zumthor. Ein sehr spannender Architekt, der in seinen Arbeiten immer wieder versucht, aus dem heraus was vor Ort gegeben ist, seine Form zu finden und zu entwickeln. Diese Haltung verbinde ich sehr stark mit meiner Arbeit als Schauspieler.

4. Momentan laufen die Dreharbeiten für den wohl ersten deutschen Science-Fiction-Thriller „Phönix“ unter der Regie von Christoph Heimer. Du wirst neben Jana Klinge in der männlichen Hauptrolle zu sehen sein. Um was geht es in diesem Film?
Meine Rolle David erträgt es nicht, dass seine schwer kranke Frau sterben soll. Als seine Frau ins Koma fällt und nicht mehr aufwacht, entscheidet er, sich und seine Frau einfrieren zu lassen. Er hofft auf die Chance, dass die Medizin irgendwann soweit ist, seine Frau zu heilen.
400 Jahre später wacht David wieder an der Seite seiner anscheinend gesunden Frau auf. Das Problem ist nur, dass beide nicht wissen, was genau mit ihnen passiert ist und wo sie sind. Sie sind alleine in einer Art Klinik und werden anscheinend über Kameras beobachtet. Beide ahnen, dass etwas schief gelaufen sein muss.

5. Wo lag der Militärbunker in dem gedreht wurde und warum hat man sich gerade für einen Bunker entschieden – hätte sich die Therme Vals auch für den Dreh geeignet?
Der Bunker steht in Lohmen in der Nähe von Dresden und wir drehen auch in Stuttgart im Studio. Der Bunker war wegen seiner Atmosphäre die Ideale Location, um diesen Film optisch zu unterstützen. Die Therme in Vals wären wahrscheinlich zu klein und zu schön gewesen, um den Film dort zu drehen. Und man hätte sich an einem Ort wie den Valser Thermen lieber jeden Tag verwöhnen lassen wollen, als täglich 15 bis 16 Stunden in einem kalten Militärbunker zu drehen (lacht).

6. Wie ist es, mit einem so blutjungen Team inkl. Regisseur zusammen zu arbeiten? Hattest Du schon einmal so eine Möglichkeit?
Ich arbeite immer wieder gerne mit jungen Regisseuren zusammen. Wenn die Arbeit professionell gemacht wird, dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob ein Regisseur „unerfahrener“ oder „erfahrener“ ist. Und bei diesem Film sind ja auch einige erfahrene Profis im Team dabei. Mit Christoph Heimer als Regisseur und seinem ganzen Team finden die Dreharbeiten auf höchstem professionellem Niveau statt.

7. Das Filmprojekt „Phönix“ ist ein klassisches Kurzfilmprojekt von ca. 30-40min Länge. Es gibt bei uns sehr viele deutsche Filmfestivals über die ganze Republik verteilt, wo primär Kurzfilme vorgestellt werden wie z.B. die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen oder weltweit das São Paulo International Short Film Festival – sogar eine Oscar-Verleihung findet für dieses Genre statt. Zudem bietet unser Fernsehprogramm für diese Filme sogar einige Formate an, wie „Das kleine Fernsehspiel“ oder das „KurzSchluss“-Magazin.
Warum denkst Du, wird dieses Genre außerhalb einer Fach-Community oft mit Studentenfilmen verglichen – oder gar verkannt?

Das Genre des Kurzfilms und des mittellangen Films ermöglicht es natürlich, Geschichten mit einem geringeren Budget zu erzählen. Daher ist es logisch, das viele Anfänger- oder eben auch Studentenfilme ihre Geschichten in einer kürzeren Form erzählen. So entsteht eben der Eindruck, dass Kurzfilme immer Studentenfilme oder Low-Budget-Filme sein müssen. Fakt ist aber, dass es ein eigenes Genre ist und auch immer wieder Publikum findet. Für mich selber sind Kurzfilme oder auch der mittellange Film eine sehr wichtige Sparte im Filmbereich. Und für mich als Schauspieler macht es keinen Unterschied ob der Film in einer langen oder kurzen Version erzählt wird, denn für jede größere Rolle brauche ich in etwa gleichviel Vorbereitungszeit, um mich in eine Rolle, mit allen dazugehörigen Recherchen, einzuleben und sie zu erarbeiten. Sogar kleine Rollen beanspruchen manchmal eine relativ lange Vorbereitungszeit, wenn man seine Arbeit als Schauspieler wirklich gut machen will.

8. Warum ist der Film „Phönix“ nur mit 30 Minuten Länge angesetzt – der Stoff hätte doch auch gute 90 Minuten füllen können?
Dieser Film ist als Science Fiction einfach enorm aufwendig und würde als 90 Minüter viel mehr Geld kosten. Auch war es eine Vorgabe der Filmakademie Baden-Württemberg an den Regisseur, dass es ein Mittellanger Film werden soll.

9. Was verbirgt sich hinter der Botschaft des Films „A man who cheats death through the help of cryonics has to learn the hard way that death is an undeniable part of life“?
Der Tod ist doch seit Ewigkeiten ein großes Thema für die Menschen: Wie gehe ich mit dem Tod um? Wie kann man ihn hinauszögern, die ewige Jugend erlangen oder sogar unsterblich werden?
Aber egal was wir unternehmen werden, um länger oder für immer zu leben, unser Leben und das unserer Liebsten ist limitiert. Das müssen wir akzeptieren. Es geht also um das Thema „loslassen können“. Der Tod gehört zu unserem Leben. Und „loslassen können“ ist sicher ein sehr schwieriger Prozess für viele Menschen. Auch für meine Rolle des David. Er will den Tod nicht akzeptieren und ihn verhindern.

10. Das Filmprojekt „Phönix“ lebt von der Intimität einer sehr kleinen Schauspielerbesetzung und erinnert an ein Kammerspiel. Heute stehst Du hier ganz alleine vor der Kamera – oft in einen „Sarg“ eingeschlossen – wie fühlt sich das an? Menschen sind ja bekanntlich soziale Wesen – fühlst Du Dich wohler in einem größeren Schauspielerteam oder genießt Du auch mal die volle Aufmerksamkeit?
Die ganze Arbeit für diesen Film fordert von allen Beteiligten sehr viel ab. Und ohne die Unterstützung vom ganzen Team, wäre die Arbeit niemals so gut geworden. Deshalb war für mich auch Jana Klinge sehr wichtig, weil wir als Schauspielkollegen sehr gut miteinander arbeiten konnten. Natürlich ist es, nach wochenlangem gemeinsamen drehen, ohne Jana Klinge etwas einsamer am Set. Aber da ich auch alleine einige emotional und technisch aufwendige Momente zu spielen habe, konzentriere ich mich einfach voll auf meine Arbeit. Und ich habe ja zum Glück ein tolles Team an meiner Seite, die mich weiterhin bei meinem Spiel unterstützen.

11. Professor Dr. med Klaus Sames ist derzeit der führende deutsche Forscher im Umfeld der „Kryonik“, das heißt, diese sei die angeblich einzige Option das Leben künstlich zu verlängern. Nach dreißig jähriger Forschung in der Gerontologie konstatierte Klaus Sames, dass eine nachhaltige Einwirkung auf die Lebensdauer, das Altern und das Sterben ein sehr langwieriger Prozess ist, der nicht zu stoppen ist. „Die Kryonik erscheint trotz aller ihrer Mängel die einzige Option für eine Lebensverlängerung – schon heute – zu sein.“
Kryonik heißt Kryokonservierung von Organismen oder einzelnen Organen (meist dem Gehirn), um sie -sofern möglich- in der Zukunft wiederzubeleben. Die erste Kryokonservierung eines Menschen wurde am 12. Januar 1967 an James Bedford durchgeführt, dessen Körper heute noch professionell gelagert wird.

Was sagst Du zur Kryonik – ist dieses die Aussicht auf Unsterblichkeit oder setzen wir uns Gott gleich?
Für den Menschen ist Kryonik im Moment wissenschaftlich noch nicht durchführbar und noch ist es Science Fiction. Wir sind sehr weit davon entfernt, dass wir uns einfrieren lassen und in X Jahren wieder aufwachen können. Der physiologische Kollateral-Schaden durch die Einfrierung ist enorm, so dass man erstmal fähig sein müsste, diese Schäden zu beheben, geschweige denn einen Toten wieder zum Leben zu erwecken. Dass die Kryonik irgendwann ein Mittel sein kann, um weite Reisen im All zurückzulegen, das ist vielleicht mal möglich. Und vielleicht wird man irgendwann noch mehr damit machen können. Wer weiß.
Grundsätzlich glaube ich aber nicht, dass wir irgendwann den Tod überwinden können. Er wird uns immer begleiten und das ist auch gut so.

12. Du hast neben Deinen Filmarbeiten auch viel Theater gespielt. 2009 hast Du in „Don Juan kommt aus dem Krieg“ von Ödön von Horvath die Rolle des Don Juan gespielt. Don Juan sucht immer die Vollkommenheit, also etwas, was es auf Erden nicht gibt – hat dich diese Rolle inspiriert?
War es die männliche Sexualität, die die Frauen an ihm gereizt hat oder war es seine ausgeprägte metaphysische Bindung dieser Sexualität? Wurde das Stück in Berlin tatsächlich mit fünfunddreißig Frauen aufgeführt?
Nein es waren keine 35 Frauen. (lacht)
Der Don Juan von Horvath ist eine eher verlorene Seele. Aus dem Krieg zurückgekommen sucht er nach seiner ehemaligen großen Liebe, die er im Stich gelassen hat. Als Rückkehrer wird er zur Projektionsfläche der weiblichen Gesellschaft. Er lässt sich treiben und feiern. Als er am Ende erkennt, dass es nur die eine Frau für ihn gibt, ist es zu spät. Er findet nur noch ihr Grab.

13. Welche Theater-Rolle, welcher Charakter würde Dich momentan besonders reizen?
Seit einiger Zeit werde ich immer mehr für Charaktere besetzt, die erstmal nett wirken, aber dann doch nicht so nett sind, oder zumindest zwiespältig sind. Das sind auch genau die Rollen, die mich interessieren. Rollen, die der Sympathieträger sein könnten, dann aber doch ein dunkles Geheimnis verstecken. So gesehen würde mich im Theater im Moment der Klassiker Macbeth sehr interessieren. Seinen Zwiespalt, seine Zerissenheit sind hoch dramatisch.

14. Welcher Schauspieler inspiriert Dich? Hast Du ein Vorbild?
Ich habe viel mehr einen gesunden Respekt vor den Schauspielkollegen, die ihr Schauspielhandwerk beherrschen und mich als Schauspieler überzeugen. Ich kann hier leider nicht alle aufzählen, denen ich gerne zuschaue: Claire Danes, Sam Rockwell, Bill Nighy, Michael Caine, Christopher Walken, Rachel McAdams, Ronald Zehrfeld, Ryan Kwanten, Alexander Skarsgard, Milan Peschel, Henry Hübchen, Sophie Rois, Tim Porath, Martin Wutke, Devid Striesow, Christian Bale, und ganz groß ist zum Beispiel der Schauspieler Peter Dinklage.
Es gibt wirklich sehr viele wunderbare Schauspieler.

15. Welchen lebenden Regisseur schätzt Du besonders, mit wem würdest Du gern zusammenarbeiten?
Auch da gibt es viele internationale wie auch hiesige Regisseure, mit denen ich gerne arbeiten oder auch sofort wieder arbeiten würde und auch hier, kann ich gar nicht alle aufzählen:
Andreas Dresen, Dominik Graf, Christopher Nolan, Danny Boyle, Micha Lewinsky, Christian Schwochow, Robert Ralston, Niklaus Hilber, Tom Gerber, Dani Levy und ganz sicher auch wieder Christoph Heimer.

16. Wie schätzt Du das heutige Niveau des Deutschen Films ein – würdest Du gern mit Volker Schlöndorff oder Wim Wenders einen Film oder ein Projekt machen?
Wir verfügen über sehr gute Schauspieler und Regisseure und eigentlich ist das Potenzial, um auf internationalem Niveau mitzuhalten, absolut da. Das zeigt ja auch, wie viele aus der deutschen Branche international agieren und Erfolg haben. Aber es dürfte noch viel mehr in den deutschen Film investiert werden, um das eigene Potenzial mehr zu nutzten. Und damit meine ich nicht nur Geldmittel. Auch noch mehr Herz und Mut. Auch die Unterstützung und der Aufbau von Autoren müsste noch viel stärker betrieben werden. Wir brauchen Geschichten, die man auch im Ausland sehen will. Und damit meine ich auch noch weitere Genres, neben den erfolgreichen deutschen Filmen, die sich mit der deutschen Geschichte auseinander setzen. Filme, wie sie zum Beispiel auch vom Dänischen Kino erzählt werden oder Genrefilme. Ein deutscher Science-Fiction Thriller ist also genau die Richtung, die die Vielseitigkeit des Filmes hier in Deutschland bereichert.

Und die Frage in Bezug auf Wenders und Schlöndorff …
Das ist, als würde man einen guten Koch fragen, ob er Lust hätte mit guten Zutaten zu kochen. (lacht)

17. Könntest Du Dir vorstellen, selbst mal Regie zu führen, wenn ja, was für ein Thema würde Dich reizen?
Keine Ahnung. Regie führen ist eine hohe Kunst und ich habe viel Respekt vor denen, die Regie machen. Ich sehe mich aber, nebst allem was ich sonst gerne mache, hauptsächlich als Schauspieler. Das ist das, was ich gut kann und erstmal auch weiter tun werde.

18. Nimmst Du Dir Zeit für Sport, wie hältst Du dich fit?
Auf Gesundheit und gute Ernährung lege ich großen Wert und man kann einfach nur glücklich sein, wenn man gesund ist. Ich mache täglich „Fitness“. Das beinhaltet Joggen, Pilates, Chi Gong und allgemeine Fitness und Stärkung für den ganzen Körper. Was ich aber selber nicht so mag, sind übermäßige Muskeln. Ein normaler sportlicher Körper ist absolut ausreichend, um sich gut zu fühlen. Warum gewisse Männer wie ein lebendig gewordener „GI Joe“ rumlaufen wollen, ist mir ein Rätsel und mir fehlt einfach auch die Zeit dafür. (lacht)

19. Was ist Dein nächstes Filmprojekt?
Ich habe gerade drei Kinofilme hintereinander abgedreht. Ich brauche jetzt unbedingt eine kleine Pause. (lacht)

Weitere Informationen: http://www.luckypunch-berlin.de/24-0-Liste-Presse-Betreuung.html?pid=1385&view=media

Vita Beat Marti:
Beat Marti ist 1972 in Chur in der Schweiz geboren. Einen Großteil seiner Kindheit wuchs er mitten in der idyllischen Altstadt der Bündner Hauptstadt auf. Beat Martis Abstammung von schweizerdeutschen, italienischen und irischen Vorfahren prägte auch sein Wesen und führte ihn aus den Bündner Bergen in die Städte Europas, und letztendlich in seine Wahlheimat Berlin, in der er seit 1998 lebt. Beat Marti besitzt sowohl die Schweizer wie auch die Deutsche Staatsbürgerschaft.
Nach so vielen Jahren in Berlin liebt Beat Marti das Flair der Großstädte: „Ich mag das rege Treiben in Städten wie Berlin, London oder Paris. Ich brauche die Abwechslung und die verschiedenen Seiten des Lebens. Das finde ich vor allem in den großen Städten.“ Selber lebte Marti in London, Zürich, Wien und Hamburg.
Seine Ausbildung zum Schauspieler begann er als 19 jähriger Jungspund auf der Hochschule für Theater in Zürich. Schon während seine Ausbildung wurde er für eine Theaterproduktion am Neumarkt Theater in Zürich und für eine Fernsehproduktion („Die Direktorin“, ZDF) entdeckt, in der er eine der Hauptrollen spielte.
Nach seiner Ausbildung arbeitete Beat Marti in den ersten 10 Jahren seiner Karriere an renommierten Theatern in Deutschland und der Schweiz. Zudem zog es ihn immer wieder in die freie Theaterszene: „Mir war es wichtig, auch unabhängig von subventionierten Häusern Theater zu spielen. In der freien Szene konnte man sich ganz anders auf gewisse Experimente einlassen und sich schauspielerisch ausprobieren.“

Im Frühjahr 2012 stand er mit „Atropa – Die Rache des Friedens” unter der Regie von Anne Schneider nach einer längeren Theaterpause wieder in einer Hauptrolle auf der Bühne.

Einem breiten deutschsprachigen Publikum wurde Beat Marti durch viele Kino- und Fernsehproduktionen bekannt. Für den Arthouse-Film „I was a Swiss Banker“ (Regie: Thomas Imbach), wurde Beat Marti 2008 als bester Schauspieler für seine Hauptrolle für den Schweizer Filmpreis nominiert. Die Zeitschrift Madame nannte Beat Marti bei der Weltpremiere im Rahmen der Internationalen Filmfestspiele in Berlin „eine charismatische Leinwandentdeckung”.

Marti überzeugt seit Jahren als Hauptdarsteller in den verschiedenen Genres, wie Liebes-Komödien, Dramen, TV-Serien und Art-House Filmen. Er spielte in Kinofilmen wie „Die Relativitätstheorie der Liebe“ neben Katja Riemann oder in der Erfolgskomödie „Die Standesbeamtin“ neben Marie Leuenberger. In seinem gerade abgedrehten Kino-Drama ist er an der Seite von Devid Striesow, Maren Eggert und Oriana Schrage, unter der Regie von Micha Lewinsky zu sehen. Immer wieder zeigt Beat Marti in seinen Rollen wie vielfältig seine Darstellung ist: Er spielt den sympathischen Loser genau so überzeugend, wie den schnöseligen Banker, den unter Mordverdacht stehenden Ehemann genauso glaubwürdig wie den gefährlichen Killer.

Quelle und Bildquelle:  LuckyPunch | androgon.com | Christoph Heimer (Facebook)

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