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FOXCATCHER

3 Februar 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

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Kinostart am 5. Februar 2015

androgon hat den Film im Vorfeld sehen können und ist begeistert

Das bereits viel gefeierte Drama FOXCATCHER ging bei den 72. Golden Globes mit gleich drei Nominierungen in den wichtigsten Kategorien als einer der Favoriten ins Rennen: Regisseur Bennett Miller für die Auszeichnung „Bester Film (Drama)“ und aus dem herausragenden Cast hatten Steve Carell als Bester Hauptdarsteller (Drama) und Mark Ruffalo als Bester Nebendarsteller die Chance geehrt zu werden. Die beiden Schauspieler wurden breits bei den SAG Awards in denselben Kategorien für ihre Ausnahmeleistungen nominiert. Damit blickt das gesamte FOXCATCHER-Team auch schon gespannt auf die bevorstehenden Oscars®, für die die Golden Globes und SAG Awards als Stimmungsbarometer gelten. FOXCATCHER gewann in diesem Jahr bereits bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes in der Kategorie Beste Regie. Für die beste Ensemble-Performance wurde der Cast mit dem Gotham Jury Award und dem Hollywood Film Award ausgezeichnet. Sowohl das American Film Institute als auch der amerikanische Rolling Stone wählten Bennett Millers Meisterwerk unter die 10 besten Filme des Jahres 2014.

Filminhalt:
Der Ringer und einstige Olympiasieger Mark Schultz (Channing Tatum) hat den Höhepunkt seiner Karriere überschritten, als er ein Angebot bekommt, das er nicht ablehnen kann: Der exzentrische Multimillionär John du Pont (Steve Carell) lädt ihn ein, auf sein luxeriöses Anwesen zu ziehen und dort gemeinsam mit dem US-Ringer-Team für die Olympischen Spiele 1988 in Seoul zu trainieren. Marks älterer Bruder und Mentor Dave Schultz (Mark Ruffalo), ebenfalls Ringer und gemeinsam  mit seinem Bruder  Doppel-Olympiasieger vier Jahre zuvor , soll sich auch anschließen. Während Mark sich schnell von den Verlockungen des reichen Lebens manipulieren lässt, zögert sein Bruder Dave. John du Pont, von seiner Mutter kaum beachtet, waffenvernarrter Neurotiker und Patriot mit Hang zum Größenwahn, verwickelt Mark währenddessen in eine gefährliche Abhängigkeit – Lob und Luxus werden gepaart mit Trainingsqualen und Psychospielen. Als sich Dave eines Tages doch überreden lässt, Teil von „Team Foxcatcher“ zu werden und mit seiner Frau und seinen Kindern auf das Anwesen zu ziehen, entfalten divergierende Ansichten, unterschwellige Aggressionen und du Ponts wachsende Paranoia eine desaströse Dynamik.

Basierend auf der faszinierenden und gleichzeitig tragischen wahren Geschichte des Ringer-Brüderpaares Schultz und des Multimillionärs du Pont, entwickelt Regisseur Bennett Miller ein hypnotisierendes Drama, das durch seine atmosphärisch dichte Inszenierung und einen herausragenden Cast besticht. Channing Tatums („22 Jump Street“, „Magic Mike“) und Mark Ruffalos („Can a Song Save Your Life?“, „Marvel’s The Avengers“) Spiel beeindruckt durch intensive Körperlichkeit, während Steve Carell („Crazy, Stupid, Love“, „Little Miss Sunshine“) in einer schauspielerischen Ausnahmeleistung schier mit seiner Rolle verschmilzt. In feinsinnig besetzten Nebenrollen sind u.a. Vanessa Redgrave („Der Butler“, „Abbitte“) und Sienna Miller („Factory Girl“, „Layer Cake“) zu sehen. Nach seinen preisgekrönten Filmen „Capote“ und „Die Kunst zu gewinnen – Moneyball“ lotet Bennett Miller einmal mehr die Abgründe menschlicher Ambitionen aus und schuf mit FOXCATCHER erneut ein filmisches Meisterwerk, das schon jetzt zu den meistdiskutierten Filmen dieses Jahres zählt.

androgons Rezension:

I am leading men and I am giving America hope
So stellt man sich einen Hollywoodfilm nicht vor. Eine fesselnde Handlung über das vordergründige Thema der Sportart Ringen auch nicht. Und doch ist der Film von einer außerordentlichen Qualität ohne Effekte, ohne Animation. Still kommt er daher und doch von seiner Wirkung auf den Zuschauer alles andere als still. Bennet Miller ist mit dem Film „Foxcatcher“ ein faszinierendes Gesellschaftsbild gelungen. Eine Skizze, die sich in den 80er Jahren in den USA zugetragen hat. Das dies so ist, ist zweifellos unfassbar. So wird eine Geschichte erzählt über Sport, Macht, Geld, Patriotismus und krude Seilschaften an deren Ende zwei Familientragödien stehen
Unprätentiös sind die Bilder, die die Darsteller in ihrem Ausdruck verstärken – schwer und monochrom mit dem Verzicht auf redundante Details. Die Einsamkeit von Mark Schultz (Channing Tatum) und John du Pont (Steve Carell) ist so verteufelt spürbar, dass es kaum aushaltbar ist. Und so finden sich zwei Einsame in der Hoffnung auf Anerkennung und ehrlicher Freundschaft. Was so hoffnungsvoll beginnt ist aber der Auftakt von Abhängigkeiten, Eifersucht und Erniedrigungen.
Foxcatcher ist ein überaus gut gemachter Film, ohne Schnickschnack und absolut sehenswert.

„Hollywood“ kann auch anders.

(sb)

Weitere Informationen:
FOXCATCHER |  Ein Film von Bennet Miller
Länge: 134 Minuten
Kinostart: 05.02.2015

www.foxcatcher.de
www.facebook.com/foxcatcher.film

Quelle und Bildquelle: KOCH MEDIA | AIM – ONLINE PR & PROMOTION

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