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STILL ALICE – Mein Leben ohne gestern

2 März 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Moodbild Still AliceSTILL ALICE – Mein Leben ohne gestern
Kinostart am 5. März 2015

Mit herausragender Leistung, die man so schnell nicht vergessen wird, beweist Julianne Moore in STILL ALICE einmal mehr ihre Ausnahmestellung unter den Schauspielerinnen ihrer Generation.  Als erfolgreiche Karrierefrau und Mutter, der langsam das eigene Leben entgleitet, beeindruckt Moore in der Titelrolle mit feinsinniger Subtilität und emotionaler Wucht gleichermaßen.

Filminhalt:
Zunächst sind es nur Kleinigkeiten, die kaum jemandem auffallen. Bei einem Vortrag fällt Professorin Alice Howland (Julianne Moore) plötzlich ein Wort nicht ein. Wenig später dann verliert sie beim Joggen die Orientierung, obwohl sie die Strecke fast jeden Tag läuft. Die 50-jährige, die an der Columbia University Linguistik lehrt, ahnt bald, dass mit ihr etwas nicht stimmt. Aber die Diagnose ist trotzdem ebenso unerwartet wie erschütternd: Alice leidet an einem seltenen Fall von frühem Alzheimer.
Ihre jüngste Tochter Lydia (Kristen Stewart), die sich in Los Angeles als Schauspielerin versucht, ist die erste, die bemerkt, dass mit ihrer Mutter etwas nicht stimmt. Beim Familienbesuch an Thanksgiving scheint zwar alles wie immer, nur dass sich Alice der Freundin von Sohn Tom (Hunter Parrish) gleich zweimal vorstellt. Doch auch aus anderen Gründen können Alice und ihr Ehemann John (Alec Baldwin) es nicht länger vermeiden, den drei älteren Kindern die Wahrheit zu sagen. Denn weil diese Form der Krankheit vererbbar ist, könnten sie auch ganz direkt betroffen sein.
Anders als ihre schwangere ältere Schwester Anna (Kate Bosworth) lässt Lydia sich selbst nicht testen. Statt sich um die eigene Zukunft zu sorgen, will sie lieber für ihre Mutter da sein, selbst wenn ihr Verhältnis nicht immer das einfachste war. Ein gemeinsamer Sommer im Strandhaus der Familie schweißt sie enger zusammen denn je. Und als Alices Zustand sich zusehends verschlechtert, ist es ausgerechnet ihre Jüngste, die für sie die größten Opfer bringt.

Filmtrailer:

Julian Moore:
Julianne Moore wurde bei der diesjährigen 87. Oscar®-Verleihung endlich in die Hall of Fame der Academy Award-Preisträger aufgenommen und mit dem Oscar® für ihre beeindruckende Darstellung geehrt. Bezaubernd und sichtlich berührt nahm sie für ihre Rolle als an Alzheimer erkrankte Professorin Alice Howland in STILL ALICE – Mein Leben ohne gestern die Trophäe in der Kategorie „Beste weibliche Hauptrolle“ mit nach Hause und setze sich gegen ihre starken Konkurrentinnen Reese Witherspoon, Felicity Jones, Marion Cotillard und Rosamund Pike durch. Für Moore ist es der erste Oscar®-Gewinn nach bereits fünf Nominierungen für einen Gold-Jungen. Ihr Gewinn setzt Julianne Moores Award-Saison 2014/2015 die goldene Krone auf, nachdem sie u.a. bereits mit einem Golden Globe, SAG-AWARD und BAFTA ausgezeichnet wurde. Julianne Moore zeigte sich nicht nur gegenüber den Regisseuren Richard Glatzer und Wash Westmoreland erdenklich, die ihr den Film STILL ALICE quasi auf den Leib schneiderten, sondern machte in ihrer Dankesrede auch noch einmal auf das Thema „early-onset Alzheimers“ aufmerksam.

Romanvorlage:
Still Alice ist der erste Roman der Neuro-Wissenschaftlerin Lisa Genova und erschien 2009 zunächst im amerikanischen Verlag Simon and Schuster. Der Roman landete auf Anhieb auf Platz 5 der Bestseller-Liste der New York Times, auf der er über 40 Wochen verbrachte. Er verkaufte sich bislang über 1,8 Millionen Mal. Das Taschenbuch ist bereits in der 41. Auflage erhältlich. Genova wurde für ihren Roman mit zahlreichen Preisen und Ehrungen bedacht. Unter anderem wurde es 2009 zum Target Book Club Pick, zum Barnes & Noble Discover Pick und zum Indie Next Pick ernannt und landete auf dem sechsten Platz der Top Book Group Favorite-Liste der Reading Group Choices. Still Alice wurde rund um die Welt in 25 Sprachen übersetzt. In Deutschland erschien das Buch äußerst erfolgreich unter dem Titel Mein Leben ohne Gestern, übersetzt von Veronika Dünninger.
Am 12.02.2015 wurde der Titel im Bastei Lübbe Verlag im Vorfeld zum Filmstart mit dem Artwork des Films als Buchcover neu aufgelegt – www.luebbe.de.

ALZHEIMER – ZAHLEN UND FAKTEN DEUTSCHLAND, ÖSTERREICH, SCHWEIZ
In Deutschland leben derzeit etwa 1,2 Millionen Alzheimer-Patienten. Bis zum Jahr 2030 wird sich diese Zahl aufgrund der ansteigenden Lebenserwartung auf 2,3 Millionen erhöhen. Pro Jahr erkranken rund 200.000 weitere Menschen an Alzheimer.
In Österreich leiden momentan etwa 100.000 Menschen an einer dementiellen Erkrankung, in der Schweiz sind es 113.000 Betroffene. Jährlich erkranken dort über 27.000 Menschen neu an Demenz. Über 95 Prozent der Erkrankten haben das 65. Lebensjahr überschritten. Das Risiko einer Erkrankung steigt zumeist mit zunehmendem Alter.

Es gibt zwei nachgewiesene Formen der Alzheimer-Krankheit:
1. Die sporadische Alzheimer-Demenz oder auch Spätform:
Sie tritt ab dem 65. Lebensjahr auf. Mehr als 90% der Erkrankungen vom Typ Alzheimer-Demenz sind dieser Form zuzurechnen. Sie wird als sporadisch bezeichnet, weil sie ohne familiäre Häufung auftritt.

2. Ihr gegenüber steht die seltener vorkommende familiär bedingte Form, die Frühform oder early-onset Alzheimer:
Sie setzt bei Mutationsträgern zwischen dem 30. und dem 50. Lebensjahr ein und ist meistens erblich bedingt. Der Anteil der frühen Alzheimer-Demenz macht etwa 5-10% der Erkrankungen aus. Hier sind verschiedene Gen-Defekte für das Auftreten der Erkrankung ursächlich. Die Gesamtzahl der Patienten mit familiärem Alzheimer liegt in Deutschland bei etwa 6000 bis 8000.

Die Symptome der Alzheimer-Krankheit lassen sich in vier Kategorien einteilen:
kognitive Störungen (z.B. Orientierungsprobleme), veränderte Gefühlswelt, Änderungen in der Persönlichkeitsstruktur sowie zeitweilige reaktive Symptome (z.B. Depression).

Kennzeichnend für die Erkrankung ist der langsam fortschreitende Untergang von Nervenzellen und Nervenzellkontakten: Alzheimer ist eine unheilbare Gehirnerkrankung. Zellen bestimmter Gehirnregionen funktionieren zunächst nicht mehr und sterben schließlich ab. Die durchschnittliche Krankheitsdauer beträgt sieben Jahre ab Diagnose.

Quellen: Breuerstiftung / Navigator Medizin / Alzheimer Forschung Initiative e.V. / Deutsche Alzheimer Gesellschaft / Alzheimer Gesellschaft Österreich / Schweizerische Alzheimervereinigung

Quelle und Bildquelle: S&L Medianetworx GmbH | polyband Medien GmbH

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