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Tschüß Ruhrgebiet

9 Januar 2011 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Das Ruhrgebiet gibt den Staffelstab der Kulturhauptstadt Europas weiter

Das Ruhrgebiet, das industrielle Herz Deutschlands war ein Jahr lang die Kulturhauptstadt Europas. Eine Würdigung der Menschen war längst überfällig.

Was hat das Ruhrgebiet nicht alles ausgestanden in einer Landschaft, die geprägt war von Fördertürmen und Schlote. Einst die Schmiede Deutschlands, nach dem Ersten Weltkrieg die Besetzung durch die Franzosen und Belgier, der Ruhrkampf, die Demontage durch die Alliierten, der Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland nach dem Kriege. Dann folgte der Niedergang. Arbeitslosigkeit, der Verlust von Tradition. Der Kumpel von einst gar abgewickelt. Seit Jahrzehnten findet ein Umbau ungeahnter Größe statt.

Und nun Kulturmetropole. Ein Reisemagnet wird das Ruhrgebiet wohl nicht werden, aber es hat bewiesen, dass es mehr gibt. Das Ruhrgebiet ist grüner als man gemeinhin in der Republik denkt und auf der “Route Industriekultur” gibt es so einiges zu entdecken, vor allem aufgeschlossene, freundliche Menschen.

Einer der Höhepunkte war wohl die Sperrung des Ruhrschnellweges von Duisburg bis Dortmund als “Still-Leben”. Ein Volksfest auf über 40 km Länge. Für die, die direkt an der A40 wohnen, wohl ein unglaubliches Ereignis. Seit der Ölkrise in den 70er Jahren, war es sicherlich selten so ruhig und einige Fenster konnten in Richtung Autobahn doch noch einmal vor dem eigenen Ableben geöffnet werden.

Der Abschluß bildet die von Markus Lüpertz geschaffene Groß-Skulptur “Herkules”. Diese wurde nun weithin sichtbar auf dem Turm der THS in Gelsenkirchen errichtet.

Glück auf Ruhrgebiet!

(sb)

Quelle: Stadt Gelsenkirchen Wirtschaftsförderung; Zeche Nordstern in Gelsenkirchen mit der „Herkules“-Skulptur von Markus Lüpertz. © Ruhr.2010

http://www.nordsternpark.info/

http://www.nordsternpark.de/

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