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SPARTAN RACE SPRINT – München 2015

22 April 2015 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

Spartan Race '15 Muc. - androgon.comFast 5.500 Spartaner beim SPARTAN RACE SPRINT in München

Am 18. April 2015 fiel im Olympiapark München der Startschuss
für die zweite Ausgabe des SPARTAN RACE SPRINT

Team-androgon war mit Raffael Zeller dabei und verpasste
mit Platz 4 knapp die „Top-Drei-Platzierungen“

Das Rennen in München:
Nach der erfolgreicher Europapremiere in Frankreich Ende November 2013 erobert die mit knapp 70 Events jährlich und über 500.000 Startern weltweit größte Hindernis-Rennserie weiter Mitteleuropa. Am 18. April 2015 wurde im Olympiapark München das Kurz-Format, der SPARTAN RACE SPRINT, ausgetragen. Die Sprintdistanz “SPARTAN RACE SPRINT” zählt ca. 5+Kilometer mit 15+ Hindernisse. Die Obstacle Race-Community in Deutschland war schon sehr gespannt auf die zweite Ausgabe des (Kurz)-Formats in München. Im Mittelpunkt stand wie bei anderen Extremhindernisläufen auch hier Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination.

Die Streckenplaner nutzten geschickt möglichst viele vorhandene natürliche Gegebenheiten für den Spartiaten-Parcours rund um den Olympiaberg. Zusätzlich wurden Hindernisse errichtet, die den Startern alles abverlangen sollten. Die Distanz über ca. 6 km war überschaubar und die 15 Hindernisse waren es auch. Keine langen Tauchstrecken bei 0°C kaltem Wasser wie beim Tough Guy Race in England, keine kilometerlangen Strecken bergauf und vielen Höhenmeter wie beim Braveheart Battle und keine Killingfields mit einer großen Ansammlung von dicht aufeinanderfolgenden Hindernissen wie bei Getting Tough Race in Thüringen.
Die Hindernisse bzw. Aufgaben wie z.B. Sperrwerfen („Spear Throw“), das Seilklettern mit Glocke anschlagen („Rope Climb“) oder („Barb Wire Crawl“) – handelsüblicher Stacheldraht -, der klassisch militärisch unterwunden werden musste waren Alleinstellungsmerkmale, die bei anderen deutschen Konkurrenz-Formaten nicht üblich sind und dieses Rennen einzigartig machten.

DER WETTKAMPF:
Es war 08:50 Uhr – die letzten 10 Minuten bis zum Start – noch war es kühl, vielleicht 6 Grad – keine wärmende Sonne am Himmel zu sehen. Der Moderator heizte die Stimmung an und stellte wiederholt die Frage, die er den Startern schon den ganzen Morgen regelmäßig stellte: “Was seid ihr?” Einstimmiger Schlachtruf “Spartaner!” als Antwort.
Im Olympiapark, um die Start- und Zielzone auf dem Coubertinplatz, säumten sich auch schon zu dieser frühen Morgenstunde, viele tausend Schaulustige und verfolgten gespannt das Treiben. Man hörte im Startbereich sehr oft die englische Sprache. Reisten hier doch viele eingefleischte Fans dieses Formats von überall aus der Welt an, um ihren Status und ihre Elite-Points zu verteidigen.

Sekunden vor dem Start
Gleich würde es losgehen; die Gruppe der ersten Starter war relativ klein, vielleicht 50, unter uns auch der amtierende „Tough Guy-Gewinner Charles Franzke“ zudem „Hagen Brosius“, der amtierende Gewinner der härtesten deutschen Extremhindernisläufe, des letzten „Getting Tough Races“ und Gewinner des Braveheart Battles am 8.März 2015, sowie auch SPARTAN SUPER Gewinner von 2014, Fabian Hirt. Dafür hieß dieser Start-Block auch „Elite Heat“.
Die Schnellsten und Erfahrensten durften zuerst starten, was auch wirklich Sinn ergibt. Denn wer nicht nur ankommen, sondern auch den Sieg anstrebte, der wollte keine unnötigen Wartezeiten an Hindernissen haben und dort auf andere Teilnehmer treffen, die den Event weniger sportlich ehrgeizig sehen. Im Anschluss folgten die nächsten Startwellen im 15 Minuten-Takt.

 

Start
Jetzt war Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Geschicklichkeit, Balance und Koordination gefordert. Die erste Gruppe Athleten setzte sich sehr schnell in Bewegung. Mit dem Schlachtruf “Aroo” ging es los, vorerst geradeaus über eine Brücke und nach einigen paar 100 Metern berghoch auf den Olympiaberg, der vor uns thronte und auf dessen Spitze ein schon von Weiten zu sehendes Hindernis platziert war. Weiter ging es mehrere Schleifen um den Berg herum, wo weitere Hindernisse wie z.B. Eskaladierwände und Baumstammtragen auf uns warteten. Danach ging es wieder bergabwärts zum großen “Ententeich” (Olympiasee). Das Tempo war knackig, was anfangs auch wichtig war, da dies ein Garant für die Vermeidung von Rückstaus an den Hindernissen war.
Wir über- bzw. durchquerten nun das erste Mal einen Seitenarm des Olympiasees, danach ging es über ein Reifenfeld weiter zum “Hang-Man”, bei dem man eine gewisse Distanz in der Luft bleiben musste, ohne den Boden zu berühren. Die Stufen der Theatron Seebühne hinaufstürmend erreichten wir wieder den Start- und Zielbereich am Coubertinplatz, auf dem randseits das wohl größte Hindernis des Wettbewerbs aufgebaut war. Ein Stufen-Netz-Hindernis – die Netze gefertigt wie die Takelage eines alten Segelschulschiffs.
Anschließend ging es an einem nicht allzu steilen Hang, allerdings in “niederster Gangart”, unter gespanntem grünen Netz runter und wieder hoch, weiter entlang am Olympiasee zur bereits oben erwähnten Brücke. Das erste anspruchsvolle Hindernis wartete hier nun auf uns! Ein Seil, mit Knoten als Hilfe, musste aus dem Wasser heraus bis zu einer Glocke (die es zu läuten galt) hochgeklettert werden. Wehe dem, der es nicht schaffte – dieser musste 30 „Straf- Burpees“ machen.
Nach einer reinen Laufstrecke ging es wieder in Richtung Olympiasee – bzw. in einen seiner Seitenarme – diesmal kopfüber – einige Balken waren im Wasser zu untertauchen und im Anschluß war unser Weg über ein im Kanal gespanntes Netz.
Klitschnass musste danach eine abgegrenzte Strecke, die in der kriechend unter Stacheldraht genommen werden musste, unterwunden werden. Diese zog richtig Kraft und raubte Energie!
Jetzt waren es noch max. zehn Minuten ins Ziel; nach kurzen Laufen folgte vor Erreichen des Olympiastadions das Ziehen eines Sandsacks per Flaschenzugs. Weiter ging es in das traditionsreiche Olympiastadion hinein und es folgte der Speerwurf; nicht olympisch sondern spartanisch auf einen mit Strohballen angedeuteten Feind.
Jetzt befanden wir uns in der heißen Endphase und es wurde für die meisten “Krieger” noch einmal anstrengend. 25kg Sandsacktragen, und zwar die Stadien-Treppen vom Stadion-Rasen ganz unten bis zu den Stadium-Tribünen ganz oben, mehrere Male!

Endlich final oben angekommen, lachte mich ein Sanitäter bei strahlendem Sonnenschein an und sagte die letzten 300 Meter an; es folgten am Ausgang des Stadions für jeden noch 30 extra „Burpees“ und im Anschluss noch eine letzte 3 Meter hohe Eskaladierwand.
Danach noch 1 x durch einen mit Wasser und Dreck gefüllten Container, eine wassergeflutete Holzschrägwand überwinden und ein letzter Sprung über brennendes Holz – das Ziel mit begeisterten Zuschauern im Zielbereich war erreicht.

Fazit
Mit einem neuen Europarekord endet am Samstagnachmittag die zweite Auflage des Spartan Race in München. Damit liegt das Reebok Spartan Race mit über 1.500 Teilnehmern über der bisherigen Rekordmarke von Madrid aus dem Mai 2014.

Es hat großen Spaß gemacht – unsere androgon.com-Platzierung war mit Platz 4 super – die Stimmung in Münchner Olympia Park bei allerschönstem Wetter war klasse und ausgelassen! Für die überwiegende Zahl der Starter stand erkennbar der Spaß und gute Laune im Vordergrund. An dieser Stelle besten Dank an den Veranstalter für die schöne Umsetzung des ausverkauften Events!
Das nächste Spartan-Race in Deutschland findet am 27. Juni 2015 in Köln statt. Und 12-13. September Oberndorf/Österreich.

androgon.com freut sich bereits auf die nächste Teilnahme! Aroo!!

Ergebnisse
Prominentester Starter im Olympiapark München war Nils Schumann, im Jahr 2000 Gewinner der 800-Meter-Distanz der Olympischen Spiele von Sydney und der letzte deutsche Laufolympiasieger. Der ehemalige Weltklasse-Leichtathlet ist Botschafter des Sportartikelherstellers Reebok und startete vor den zahlreichen Zuschauer und Schaulustigen gemeinsam mit Teilnehmern aus insgesamt 35 Nationen, darunter auch weitgereiste Athleten aus dem Spartan-Mutterland USA, auf einem anspruchsvollen Hindernis-Parcours rund um den Olympiaberg.

Im Spartan Elite-Rennen setzten sich erwartungsgemäß die o.a. Favoriten durch. Bei den Frauen lief Spartan Race Köln-Siegerin Joanna Zukowska-Kasprzyk aus Polen auf Platz 1. Bei den Männern machten die deutschen Starter den Sieg unter sich aus. Nach einem spannenden Finale hatte Tough Guy-Sieger Charles Franzke aus Saalfeld am Ende die besten Reserven und siegte vor dem Deutschen Meister in CrossFit Jakob Willer und dem Berliner Fabian Hirt. Raffael Zeller von Team-androgon finnishte als Vierter – 19 Sekunden nach Fabian Hirt vom KrassFit Team. Favorit Hagen Brosius belegte den 7. Platz.

Ergebnisse auch unter:
https://my.trumin.com/results/53edfb8bebb24bd145f8497a

(rz)

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Weitere Informationen zum Spartan-Race
Das erste Spartan Race fand 2010 in Vermont (USA) statt. Seit dem schreibt diese Serie eine große Erfolgsgeschichte. Die erwartete Teilnehmerzahl von rund einer Million Starterinnen und Startern bei fast 70 Rennen weltweit unterstreicht den Erfolg der Reebok Spartan Race-Serie. In diesem Jahr wird es unter anderem ein weiteres Event in z.B. Köln und viele weitere in den USA, Kanada, Mexiko, Großbritannien, Slowakei, Tschechische Republik, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Australien und in Südkorea geben.
http://de-de.spartanrace.com/


Bildquelle: androgon.com

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