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Mudiator Run 1.1-3

28 Juni 2015 2 Kommentare PDF Drucken Drucken

Mudiator_Mannheim_androgon001Mudiator Run 1.1 | Mannheim – Freiburg – Ulm 

Die Idee:
Als ich im Internet gelesen habe, dass es eine neue Laufserie im Süden geben soll, war ich erst einmal ein wenig skeptisch, denn mittlerweile gibt es einige Veranstalter in diesem Bereich und mit ca. 90 Hindernisläufen alleine in Deutschland eine große Anzahl an guten und etwas weniger guten Veranstaltungen.
Nachdem ich die Seite des Veranstalters CDS Productions UG über die Mudiator Hindernislaufserie gelesen hatte, beschloss ich jedoch, an allen der vier diesjährigen Läufe zu starten, um mir mein eigenes Bild über die Qualität dieser neuen Serie zu machen und Euch jeweils mit einem kleinen Bericht darüber zu informieren.

Die Vorbereitung:
Am 7. Juni 2015 war es dann soweit…
Der Auftakt zum ersten Mudiator Run stand vor der Tür; besser gesagt auf dem Maimarkt in Mannheim. Da der Start um 11.00 Uhr angesetzt war, beschloss ich erst am Morgen des Sonntags anzureisen. Beim Betreten des Maimarktgeländes fiel mir gleich das MUD-Dorf auf, das aus mehreren Ständen der Sponsoren, Veranstalter und Verpflegungsstationen bestand.
Nachdem ich meine Startunterlagen erhalten habe (ich hatte mich spät angemeldet und erhielt diese deswegen nicht mit der Post wie viele andere) zog ich meine Laufbekleidung an – ich wollte vorbereitet sein – und schaute mich noch ein wenig um. Mir fielen gleich die Duschcontainer auf, in deren Genuss ich bisher  nur bei bestens durchorganisierten Veranstaltungen kam.
Langsam machte ich mich in den Startbereich auf und merkte bald, dass es auf dem Gelände sehr wenig schattige Plätze gab, was jedoch an diesem Tag eine willkommene Abwechslung gewesen wäre, denn das Thermometer sollte noch auf 30°C steigen.
Die ersten der 2100 Läufer füllten allmählich den Startbereich. Abgetrennt von den anderen Teilnehmern, sammelten sich ca. 200 Wettkampfläufer und warteten auf den Start, der sich endlos hinzuziehen schien.

Der Start und das Rennen:
Mit leichter Verzögerung fiel der Startschuss und wir mussten uns durch einen etwas verengten Startbereich zwängen. Weiter ging es über zusammengebundene LKW Reifen, die es zu überqueren galt. Darauf folgte ein Labyrinth in dem ich prompt falsch abbog und wieder zurück musste. Dadurch befand ich mich nun plötzlich fast am Ende des ersten Starterblocks.

Weiter ging es durch ein Schaummeer und kriechend nochmals durch große Reifen hindurch zum ersten großen Hindernis, einem etwa 2,5 Meter hohen Tor, über das man klettern musste. Als wir danach um die Ecke bogen, erwartete uns die erste Abkühlung, zwei große mit Wasser gefüllte Container und auf der anderen Seite ein American Football Spieler mit einem Feuerwehrschlauch, der diesen gezielt gegen die Läufer hielt. Ein Traum von Abkühlung und einfach toll bei diesen Temperaturen.
Beim nächsten Hindernis stand Reifentragen auf dem Programm, Marke XXL, dieses bewältigte man am besten im Team, bevor es dann über eine Strohpyramide auf eine lange Laufdistanz ging, auf der Stationen wie Ballroom, Sandsacktragen, Sackhüpfen, Baumstammtragen und unter Planen robben die To-Do’s stellten.
Auf der Strecke befand sich auch eine Station mit drei aufeinander folgenden Eskaladierwänden mit unterschiedlicher Höhe und für viele stellten diese ein unüberwindbares Hindernis dar.
Der Veranstalter arbeitete beim „Mannheim Mudiator“ auch immer wieder schön das Gelände mit ein und setzte hier z.B. einen kleinen Graben unter Wasser, den es zu durchqueren galt, um auf der anderen Seite eine steile Böschung hinauf zu gelangen.
Stationen|Hindernisse wie das ‚Eis Bucket Channel‘ – ein mit Wasser bzw. Dreck gefüllter Container mit Gitter bedeckt – musste rücklings durchkrochen werden. Andere Hindernisse stellten das „Tip-Tap“, eine seitliche Sprossenwand oder ein Schwebebalken, welche aber für mich leicht zu bewältigen waren. Anders sah es dann bei der „Affenschaukel“ aus; horizontal und diagonal versetzt aufgehängte Leitern, an denen sich die Sportler durchhangeln mussten.
Kurz vor dem Ziel gab es noch zwei wunderbare Abkühlungen in Form einer aufblasbaren nassen Schlidderrutsche und einer Rutsche in ein Wasserbecken. Für die Legionäre ging es dann links in den Zielbereich und für die Herkules-Läufer rechts auf die zweite Runde.

Das Resümee:
Mit Sicherheit sind einige der Hindernisse noch nicht ganz ausgereift und weiter ausbaufähig, aber ich denke, wenn sich die Verantwortlichen der konstruktiven Kritiken der Teilnehmer annehmen, können die Mudiator Runs sicher eine interessante Laufserie werden.
Trotz einiger kleinerer Pannen in der Streckenführung, welche eher die ersten Läufer betraf und schnell beseitigt wurden sowie einiger kleiner Defizite in der Verpflegung, war der erste Mudiator Lauf eine wirklich gelungene Veranstaltung.

Weitere Statistiken und Ergebnisse könnt Ihr auf der Internetseite trackmyrace.com nachlesen.

 

Mudiator 1.2 Impressionen Freiburg

Nur eine Woche nach der Premiere in Mannheim fand nun der zweite Lauf der Mudiator Serie in Freiburg  statt. Wenig Zeit, um alle Kritikpunkte vom Auftakt zu beseitigen, aber der Veranstalter hat ganze Arbeit geleistet. Das MUD Dorf ist wieder riesig, ein kleiner Bereich erinnert  an einen Südseestrand mit Palmen und Sand. Um ein wenig Schatten abzukriegen, hat man auf dem Gelände einige Pavillons aufgestellt und auch um das Wohl der kleinen Besucher wurde in Form von Trampolinen und Hüpfburgen  gesorgt. Man konnte schon im Start-/Zielbereich der Veranstaltung erkennen, dass die Abstände zwischen den Hindernissen vergrößert wurden, so dass es beim Überrunden nicht zu großen Rückstaus kam.

Längere Zeitabstände zwischen den einzelnen Startblöcken sorgten dafür, dass es auch auf einzelnen Singlepfaden ein gutes Vorankommen gab.

Die meisten Hindernisse wurden aus dem Lauf in Mannheim übernommen. Leider fehlte eine größere Abkühlung.  Ergänzt wurden sie dann durch örtlich mögliche Highlights wie einen Lagerplatz für Erdaushub, auf dem man mehrere Hügel hinauf und hinab klettern musste. In dem angrenzenden Mooswald wurden mehrere Hindernisse in regelmäßigen Abständen aufgebaut. Durch die schattige Kühle des Waldes konnten die Teilnehmer an diesem Tag ein wenig besser durchatmen bevor es in Richtung Messegelände ging, denn das Thermometer kratzte schon wieder an der 30°C Marke. Jedoch sollte sich das für die hinteren Startblöcke relativieren, gegen Ende des Rennens setzte nämlich  ein Sommergewitter ein.

Die Hindernisse werden immer ausgereifter und das Gelände war dieses Mal ein wenig anspruchsvoller als beim Auftakt. Trotz oder wegen der sommerlichen Hitze schien es den meisten der ca. 2600 Teilnehmer einen Heidenspaß gemacht zu haben. Ich meinerseits bin immer mehr angetan von Mudiator und freue mich auf die noch zwei ausbleibenden Läufe.

Team-androgon belegte in Mannheim Platz 5 und in Freiburg Platz 3. Wir sind schon gespannt auf Ulm!

 

Mudiator 1.3 Impressionen Ulm

Der dritte Lauf der MUD Serie fand, innerhalb von vier Wochen, nun in Markbronn, einem etwa 350 Seelen Ort (Blaustein) bei Ulm statt. Das Sportgelände des Ortes, das sich auf einer Anhöhe befand und für diesen Tag das MUD-Dorf, Start-Zielbereich und mehrere Hindernisse beherbergte, bot auch einen kleinen Einblick über die gesamte Strecke. Man konnte schon bei der Anfahrt beobachten, dass es bei diesem Lauf einige Höhenmeter zu bewältigen gibt. Grundsätzlich hat der Veranstalter die Hindernisse beibehalten und modifiziert. Es gelang ihm auch, die Hindernisdichte zu entzerren und die einzelnen Stationen auf die gesamte Strecke zu verteilen. Hierbei nutzte er die örtlichen Begebenheiten und das Gelände hervorragend aus. Mit knapp 1200 Startern fiel der dritte Lauf kleiner aus, als die vorhergegangenen, was der guten Laune aller Teilnehmer keinen Abbruch tat.

Team androgon, das an diesem Tag mit vier Startern auf die Stecke ging, belegte in der Legion`s Klasse Platz 2 und 3 und in der Herkulesklasse Platz 4 und 31.

Es war wieder eine super Veranstaltung! Und wir freuen uns jetzt schon auf das Finale in diesem Jahr am 27. September in Rothaus/Schluchsee im Hochschwarzwald! Team- androgon ist natürlich wieder mit von der Partie.

 

Weitere Informationen: http://mudiator.com/

https://www.facebook.com/mudiator

https://www.facebook.com/mudiator/photos

 

(BK) – androgon sport-Team

Weitere Informationen:
Mannheim Mudiator

Bildquelle: androgon.com, Venice Beach

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