Home » Gesellschaft

Mahlzeit vs Dioxin

22 Januar 2011 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Mahlzeit vs Dioxin

Nach der Schneeschmelze gibt es endlich wieder Themen die begeistern. Der Schnee gab frei, was allzu lang verdeckt war. Dieser klebrige Morast, größer als angenommen, sollte einem den Appetit verderben. Die Robusten unter uns werden sagen, alles nicht so schlimm, doch Dioxin gilt als besonders giftig und führt bei übermäßigem Konsumieren früher oder später zu gesundheitlich-unschönen Begleiterscheinungen. Genauso übermäßig ist so manche “Esskultur” zu bezeichnen und das ist auch der Grund eines 14-Punkte-Sofort-Planes, denn Dioxin ist schwer verdaulich.

Schaut man in so manchen Einkaufswagen, die mit Hack, Kotelett, Nackensteak und Eisbein – alles für geschmeidige 0,39€ / m³ – gefüllt sind, so ist die Eile nachvollziehbar. Sollte der plötzliche Herztod nicht eintreten, dürften so manche Fleischdependenten in Zukunft Probleme bei der Einreise in fragilen Biosphären haben. Zu groß wäre die Gefahr für Flora und Fauna. Aber wir wollen der Völlerei nicht spotten, sondern müssen im Dienst des Bildungsauftrages aufklären.

Was ist eigentlich Dioxin?

Polychlorierte Dibenzo-p-dioxine und Dibenzofurane sind zwei Gruppen von chemisch ähnlich aufgebauten chlorierten organischen Verbindungen. Sie werden im allgemeinen Sprachgebrauch und in der Literatur als Dioxine zusammengefasst. Die giftigste Einzelverbindung unter den Dioxinen ist das „Sevesodioxin“. Polychlorierte Dioxine und Furane können bereits in geringen Mengen die Entstehung von Krebs aus vorgeschädigten Zellen fördern.

Als langlebige organische Schadstoffe werden sie in der Umwelt kaum abgebaut. Über die Nahrungskette reichern sie sich in lebenden Organismen an. Der Mensch nimmt Dioxine vor allem über tierische Nahrungsmittel wie Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte auf. Ein wichtiger Indikator für die Belastung von Menschen ist die Konzentration in der Muttermilch.

Bekannt ist Dioxin auch als Zusatz für Entlaubungsmittel während des Vietnamkrieges, aber auch für die Massenvergiftungen mit gepanschtem Reisöl in Japan und Taiwan Ende der 60er Jahre.

Das sollte reichen! Gegenwart: Bei allem parlamentarischen Aktionismus der wieder geführt wird, wie: “Wer macht es besser und schneller und sicherer, und mehr, und überhaupt“, sollte die Besinnung reifen, endlich eine nachhaltige Landwirtschaft zu fördern. Wir als Konsument, mit der Einsicht, daß „billiger nicht immer geil“ ist und zum anderen die, die produzieren sollten weg von der nur Umsatzstrategie „Produkt-Tier“, hin zur ethischen Verantwortung, denn Landwirtschaft ist Kultur und ein hohes Gut, welches schützenswert ist.

(sb)


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 votes, average: 4,50 out of 5)
Loading...