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FRANK – ab 27.08.2015 im Kino

12 August 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

01_Soronprfbs on Stage

FRANK!!
Ende August als OmV in ausgewählten Kinos zu sehen!

 

Am 27. August 2015 startet FRANK mit dem großartigen Michael Fassbender an der Seite von Maggie Gyllenhaal und Domhnall Gleeson in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln in ausgewählten Kinos in Hamburg, Berlin, München und Köln.

androgon.com konnte den Film bereits sehen und ist begeistert (siehe auch unsere u.a. Rezension)

Filminhalt:
Frank ist der exzentrische Frontmann der experimentellen Rockband Soronprfbs und buchstäblich der Kopf der Band. Denn Frank trägt ständig einen übergroßen Pappmaché-Kopf auf seinen Schultern und dies nicht nur bei den skurrilen Live-Shows, sondern auch im Alltag. Nicht mal die Bandmitglieder haben je sein Gesicht gesehen. Als der Keyboarder ausfällt, engagiert Frank spontan den Tagträumer Jon als Ersatz. Und obwohl der erste gemeinsame Auftritt zum Desaster verkommt, darf der Debütant bleiben. Hochmotiviert zieht Jon mit der Band in die irischen Wälder, um ein Album aufzunehmen. In der abgelegenen Hütte dämmert ihm allmählich, worauf er sich eingelassen hat.

Über den Film:
Die vielfach prämierte Komödie basiert lose auf dem Leben des britischen Musikers Frank Sidebottom. Michael Fassbender besticht in der Titelrolle – trotz eingeschränkter Mimik – durch eine herausragende Performance an der Seite von Maggie Gyllenhaal und Domhnall Gleeson.

Filmtrailer (OF):

androgons Rezension:

Mann mit Porzellankopf
Britisches Drama und britischer Humor in Vollendung! „Frank“ basiert wage auf der Lebensgeschichte des in 2010 an Krebs verstorbenen Comedians und Musikers Frank Sidebottom. Doch was hier darstellerisch geboten wird, sorgt für einen dieser UK-Indiefilme, der Kultpotenzial haben könnte.
Wir können nicht zensieren, wie nah der Film an der Person von Frank Sidebottom und dessen Leben angelehnt ist. Sein Gesicht ständig unter einer Maske zu verbergen (und das nicht nur auf der Bühne) ist skurril und bringt den Zuschauer während des ganzen Films dauerhaft zum nachdenken. Aber nicht nur Michael Fassbender (Frank), als buchstäblich komischer bis auch teils gruseliger Kopf der Band, mimt seine Sache gut und auch die anderen Darsteller überzeugen. Domhnall Gleeson (Jon) überzeugt voll und ganz als verträumter Möchtegern-Musiker, der von Bandmitglied Maggie Gyllenhaal (Clara) höchst misstrauisch bis aggressiv-feindselig beäugt und behandelt wird. Der gesamte Film wird klar vom Trio Fassbender, Gleeson und Gyllenhaal dominiert.
Auch die Einbindung von Social-Media, vor allem Jons „Twitter-Kommentare“ geben Frank einen zusätzlich frischen, witzigen und modernen Touch von Zeitgeist.

Britsches Drama und britischer Humor in Vollendung
Lenny Abrahamsons Film Frank ist auf jeden Fall ein sehenswerter Film – nicht nur als UK-Indie-Dramedy, auch als Musikerfilm ist der Film zu empfehlen.
Frank genießt eine gottgleiche Stellung in der Gruppe, deren Name wahrscheinlich von ausgespuckter Buchstabennudelsuppe inspiriert wurde. Er ist musikalischer und spiritueller Führer und scheint eine seltsam weise Wirkung auf seine Umwelt zu haben. Der Großteil von Franks Innenleben ist jedoch eine riesige Wunde der Zerrissenheit.

androgons Fazit
Der Film spiegelt Portrait über Unsicherheiten, Ausflüchte und Störungen der Persönlichkeit, vor allem aber auch über Freundschaft und die Gegensätze und Kontraste des Lebens fern der Normalität wieder. Die Balance zwischen Komödie und Drama wird zudem von einem nahezu „perfektem“ Soundtrack untermalt.
Für jeden, der nicht auf Mainstream steht sondern Filme bevorzugt, in denen nicht zum Schluss geheiratet wird, unbedingt sehenswert.

(rz)

Weitere Informationen:
Internet: http://www.weltkino.de/file/Home.html oder Facebook
Besetzung: Michael Fassbender, Maggie Gyllenhaal, Domhnall Gleeson
Regie: Lenny Abrahamson

 

Quelle und Bildquelle: Weltkino Filmverleih GmbH

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