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Mein Name ist Bond, James Bond

29 Oktober 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Sean Connery- Der Prototyp männlicher Souveränität

Mein Name ist Bond, James Bond, das war sein Markenzeichen, mit dem Sean Connery weltberühmt wurde. Damals war er gerade mal 32 Jahre, als er mit der Rolle des britischen Geheimagenten 007 das Filmpublikum zu begeistern vermochte. Heute mit über 80 Jahren kann er auf eine beeindruckende Weltkarriere zurückblicken.

Nachdem er im fortgeschrittenen Mannesalter von 69 Jahren vom People Magazin zum Sexiest Man of the Century gewählt wurde, stellt sich rückblickend die Frage: Was verbirgt sich hinter diesem Mann, der zu einer derartigen Ikone der Männlichkeit geworden ist?

Connery stammte aus Verhältnissen, in denen man sich schon früh dem Leben und seinen Herausforderungen stellen musste. Als Sohn einer Putzfrau und eines Fabrikarbeiters, der in Fountainbridge, dem Arbeiterviertel von Edinburgh aufgewachsen, war es nicht ungewöhnlich, dass er schon sehr früh die Schule verlassen musste, um zunächst in unterschiedlichen Jobs sein Geld zu verdienen, wie der eines Milchmanns, bis er mit 16 zur Navy ging. Weitere Stationen waren so unterschiedliche, wie die eines Sargpolierers oder Aktmodels, trugen jedoch dazu bei, dass er seine späteren Filmrollen mit größter Nähe zur Realität verkörpern konnte. Auch den lokalen schottischen Akzent hat er nie abgelegt, was noch durch ein „Scotland for everTattoo an seinem Körper unterstrichen wird. Er ist natürlich damit auch Mitglied der schottischen Nationalpartei und davon überzeugt, dass noch zu seinen Lebzeiten die schottische Unabhängigkeit erfochten wird. Ein wahrer Mann weiß also wo seine Wurzeln sind.

Nach ersten Filmrollen Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurde Connery nach vorübergehenden Erfolgen im Bodybuilding vom Autor Fleming für dessen Helden James Bond entdeckt und verzeichnete mit dieser Rolle schon im ersten Film „ Dr. No“ (1962) einen gewaltigen Erfolg und gleichzeitig den Durchbruch als exzellenter Filmschauspieler. Mit „ Liebesgrüße aus Moskau „(1963) und „Goldfinger“ (1964) setzte er die legendäre Bond-Reihe fort mit insgesamt 6 Filmen, bis er mit „Sag niemals nie“ die Agentenrolle dann endgültig quittierte.

In den 60ern hatte er schon in bemerkenswerten Filmen gespielt, wie z. B. Hitchcocks „Marnie“ in der Rolle eines Sadisten. Nach den Bond-Jahren spielte er unter Lumet in „ Mord im Orient-Express“, bei John Milius in „Der Wind und der Löwe“, sowie bei John Huston „Der Mann, der König sein sollte“.

Überraschend startete Connery ab Mitte der 80er Jahre noch eine neue Karriere mit weiteren anspruchsvollen Filmen. So machte er in „Highlander“ eine sehr gute Figur oder spielte „Im Namen der Rose“ den William von Baskerville, einen Mönch, der im Mittelalter eine geheimnisvolle Mordserie im Kloster aufklärte. Erst in “The Untouchables“ bekam er einen Oscar für seine Nebenrolle als unbestechlicher Cop, der darin seinen letzten Kampf mit Al Capone aufnimmt. 2003 beendete er dann mit dem Action-Fantasyfilm die „Liga der außergewöhnlichen Gentlemen“ seine Filmkarriere.

Neben der Verleihung des Oscars 1987 wurde ihm von Seiten des Films noch 15 Jahre später der „Special Price for Outstanding Contribution to World Cinema“ verliehen. Für seine Verdienste um Schottland wurde er 2000 von Queen Elisabeth II. zum Ritter geschlagen; die höchste Auszeichnung war jedoch für Connery die Verleihung der Ehrenbürgerschaft seiner Geburtsstadt Edinburgh.

(wz)

Quelle/Bildquelle: FAZ/BR/Zardoz directed by John Boorman

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