Home » Extremhindernislauf, Extremsport, Vorschau

RUNTERRA 2.0

1 Oktober 2015 Ein Kommentar PDF Drucken Drucken

RUNTERRA201_02RUNTERRA – IM ZEICHEN DES PHOENIX II

Team-androgon war auch bei der zweiten Ausgabe dabei!

Homerun:
Der Heimvorteil hielt sich beim „RUNTERRA“ in Zirndorf am 26. September 2015 in Grenzen.
Bereits im vergangenen Jahr hatten wir unsere Kräfte an dem 7 km langen Parcours, der mit 30 Hindernissen bestückt war, gemessen. Unsere respektablen Ergebnisse spornten uns an dieses Jahr die Grenzen des (für uns) Machbaren auszuloten:

Die doppelte Dosis, also 16 km mit nunmehr 80 Hindernissen
wollten bezwungen werden.

Ausschlafen, den morgendlichen Kaffee daheim genießen und keine stundenlange Fahrt durch die Morgendämmerung – der Start in den Wettkampftag verhieß nur Gutes. Timo und ich wohnen glücklicherweise lediglich knappe 10 km von der Destination entfernt.

Vorbereitung:
Nichtsahnend, dass wir von unseren ersparten Kräften schon sehr bald zehren würden, trudelten wir „just-in-time“ zur Startnummernausgabe um die Mittagszeit ein.  Auch der Spätsommer gab uns seinen Segen und bescherte uns eine angenehme Witterung. Blendend gelaunt begannen wir unter besten Wettkampfvoraussetzungen unsere müden Gliedmaßen auf die bevorstehende Aufgabe einzustimmen.

Während wir über das angrenzende Fußballfeld hopsten, scannte ich das sich langsam versammelnde Starterfeld, das aus 1.800 Gleichgesinnten bestand.
Unter den Heerscharen an Mitstreitern erkannte ich altbekannte Gesichter – das schien hier spannender zu werden als erwartet. Ich merkte wie sich meine Pulsfrequenz erhöhte.

Der Run:
Nachdem die Organisatoren die Stimmung mit selbstkomponierter Rock-Musik und Motivationsparolen angeheizt hatten, war der Start gestopft voll und wir konnten unsere Position an vorderster Front nur mit Müh und Not verteidigen. Das Startsignal ertönte und der Pulk sprintete los: Hürde 1, CHECK!

Unser läuferisches Geschick konnten wird dennoch nicht lange unter Beweis stellen. Es ging durch das wilde Gelände eines alten Wertstoffplatzes, durch Gruben, Bäche, Rohre und über Berge einer Motocross-Strecke.

Eine Hürde an der anderen reihte sich nacheinander auf:
tiefe Gewässer, Schaumbäder, hohe Mauern und Reifen stellten unsere Kräfte auf eine Zerreißprobe.

Als ich nach 45 Minuten den Parcours einmal bezwungen und das Ziel vor Augen hatte, überlegte ich zweimal ob so viel Masochismus sein muss – die Bratwurststände und warmen Duschen entwickelten in diesem Moment eine magische Anziehungskraft auf mich. Aber dank den Motivationsrufen der Zuschauer reihte ich mich hinter den „Frontläufern“ ein und trabte in Runde zwei.

Trotz kontinuierlich schwindender Kräfte und Stauungen vor etlichen besonders knackigen Hürden, schleppte ich mich mit dem Ziel vor Augen über die letzten Hindernisse. Den Menschenmassen vor den Barrieren möchte ich an dieser Stelle Anerkennung zollen: Nach einem „Runde-zwei“-Zuruf bilden diese „ad hoc Gassen“ um uns ambitionierten Läufern Vortritt zu gewähren.

Als ich mit einem Freudensprung aus letzter Kraft über die Zielzeitmessung sprang, hörte ich nur dumpf „und der dritte 16-km-Läufer passiert das Ziel…“.
Ich fürchtete mich verhört zu haben und brüstete mich vorsichtshalber vor den offiziellen Ergebnissen nicht mit meiner Leistung… Mein Teamkollege überquerte die Endstation ebenfalls unbeschadet und lediglich wenige Sekunden nach mir.

Stolz wie Oskar, dass wir nicht vorzeitig kapituliert hatten, tankten wir geringfügig Kräfte durch die vitaminreiche Verpflegung für die Teilnehmer, verabschieden uns rasch und eilten nach Hause um zu Duschen.

Ergebnisse:
Beide Läufer des androgon-Teams kamen unverletzt ins Ziel. Christian Kreuzer belegte mit 1:35:38 nach 16 km und 80 Hindernissen Platz 3, Timo Schuster mit 1:35:45 Platz 4. Gewonnen hat die 16Km Distanz  Lucas Kempe vom Brooks Getting Tough Team gefolgt von David Hasert, Harzer Keiler.

Weitere Ergebnisse und Bilder unter:
Ergebnisse 2015
Bilder 2015

Resümee:
Wir werden dieses irre Sportevent ganz gewiss nicht mehr auf die leichte Schulter nehmen! Es mausert sich langsam aber sicher zu einem wahrhaftig extremen Extremlauf.
Nächstes Jahr werden wir wieder an den Start gehen – nicht zuletzt um meinen bestätigten Platz auf dem Siegertreppchen zu verteidigen!

Insgesamt ist RUNTERRA super organisiert, die Stimmung war klasse, das Wetter ebenfalls, die Zuschauer anfeuernd und die Läufer, egal ob Spaßläufer oder Zeitläufer, super hilfsbereit!

Unser Dank geht an Frank Mützer und sein Plan:Orange Team für die super Umsetzung der zweiten Ausgabe.

(CK) Christian Kreuzer

 

 

Unser Sporteam wurde ausgestattet von Sealskinz und VIKING Footwear

 

 

Weitere Informationen:
RUNTERRA – IM ZEICHEN DES PHOENIX auch unter www.runterra.de

Unserer 1. Teilnahme können Sie in unserem Wettkampfbericht 2014 folgen

 

 

Bildquelle:
androgon.com, www.planorange.de /Juerg Oppelt

 

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (4 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...