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Gelita Trail Marathon 2015

18 Oktober 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Gelita-Trailmarathon-2015_03Die 3. Ausgabe des GELIA TRAIL MARATHONs

Der GELITA Trail Marathon ist ein außergewöhnliches Laufevent, welches unter dem Motto: „HERRLICH.HÖHER.HÄRTER“ stattfindet. Auf einer Distanz von 42 km erwartet die Teilnahmer 1.500 Höhenmeter, allerfeinste Trailpassagen und drei sehr anspruchsvolle Gipfel-Anstiege mit atemberaubenden Ausblicken über die Heidelberger Altstadt, das weltberühmte Schloss, die Alte Brücke und das Neckertal. Das Highlight des GELITA Trail Marathons ist der knallharte Aufstieg über die Himmelsleiter mit ihren unzähligen Treppenstufen, die jeden Teilnehmer auf eine harte Probe stellen. Es gibt es eine Duo-Wertung, bei der sich die Marathon-Strecke auf zwei Läufer aufteilt sowie eine Staffelwertung, bei der für die Gesamtstrecke von 42 km fünf Läufer an den Start gehen.

Für wen die Marathondistanz beim ersten Start zu viel ist, der hat die Chance sein Durchhaltevermögen beim 10 km langen Himmelsleiter-Trail zu testen.

 

Der Himmelsleitertrail 2015 – Trail-Feeling pur!

Bereits um halb 5 bin ich aufgewacht. Viel zu früh. Der Regen prasselt gegen die Scheibe. In wenigen Stunden startet der Himmelsleitertrail 2015 in Heidelberg und für unser androgon-Team, bzw. dieses Jahr für das Team CH-Alpha Sport möchte ich vorne mitmischen. Beunruhigung macht sich allerdings keine breit. Bei Regen und mit widrigen Bedingungen komme ich schon immer gut klar und habe gerade bei Downhills großes Vertrauen in mich und fühle mich damit oft im Vorteil gegenüber anderen Läufern.

Vorbereitung:
Der Himmelsleitertrail in Heidelberg ist ein 10km-Event der Superlative. In Deutschland gibt es wohl keinen steileren Aufstieg auf dieser Distanz, als die 300 Höhenmeter, welche man sich vom Heidelberger Schloss auf den Königsstuhl hinaufprügelt. Es folgt ein zügiger, anfangs äußerst technischer Downhill, bevor man im Ziel wieder am Schloss einlaufen kann.

Vor dem Start hat es nicht mehr aufgehört zu regnen, was dazu führte, dass Trauben von Läufern in den aufgestellten Zelten auf ihren Start warteten. Es sind unter anderem diese Momente, die das „Wir-Gefühl“ auf diesen Läufen stärken. Gerade in der Trail-Szene gibt es immer so viel zu Quatschen, es wird sich ausgetauscht und von den jeweiligen Abenteuern berichtet. Nachdem der Marathon zw. 11:00 und 11:30 in gewissen Zeitabständen mit mehreren Blöcken gestartet war, harrten nur noch wenige aus: Die Himmelsleiter-Trailer.

Run:
Als wir an die frische Luft traten, hing oben immer noch der Nebel über dem Königsstuhl. Es regnete weiter und viele behielten Ihren Poncho, der vom Veranstalter mitgeliefert worden war, über der Laufkleidung an. Als der Startschuss schließlich fiel, war der Regen natürlich vergessen, jetzt stand für mich eh nur eine gute dreiviertel Stunde zwischen Start und Ziel. Schon wenige Meter nach dem Start setzte sich Christian Alles, der Sieger des letztjährigen Mannheim-Marathons zusammen mit einem zweiten Läufer etwas ab.
Es gibt bei diesem Event keine Kompromisse: Die Steigung kam schnell und heftig. Vom Heidelberger Schloss aus geht es einige Serpentinen bergan, bis man im letzten Stück auf die erbarmungslose Himmelsleiter trifft. Auf dem Weg hätten wir uns als Gruppe hinter der unmittelbaren Spitze beinahe verlaufen. An einer Stelle fehlte offenbar die Markierung, was uns deutlich aus dem Rhythmus brachte. Zum Glück hatten wir uns in der Gruppe schnell geeinigt, welcher Weg rein der Himmelsrichtung wegen – passen müsste.
Apropos Himmel: Dann kam Sie, die Himmelsleiter, diese insgesamt mehr als 1200 grobe Sandstein-Stufen unterschiedlicher Formung umfassende Treppe. Das fühlte sich jetzt ganz an wie Berglauf. Das könnten jetzt auch die Alpen sein! Gutes Schuhwerk war hier zudem Gold wert, die Steine waren vom anhaltenden Regen äußerst glitschig geworden.

Leider musste ich auf den letzten Stufen erkennen, dass es nicht mein bester Tag war. Die Kräfte schwanden und 4 Läufer überholten. Aber ich sollte sie wiedersehen.

Oben am Königsstuhl angelangt, gab es eine Verpflegungsstation, bei der ich nur kurz zum Iso-Getränk griff. Ich wusste was jetzt kommen würde: Ein steiler, steiniger Downhill durch den Wald. Das hieß volle Konzentration, aber hob auch meine Zuversicht. In der Tat konnte ich innerhalb der ersten Serpentinen bergab die 4 Läufer wieder einholen. Die Schuhe griffen an jeder Stelle perfekt, ich konnte Vollgas geben und das taten die anderen nicht. Trail-Feeling pur, für mich wie im Alpen-Vorland. Teils fast gerölliges Gelände, steil, technisch, schnell! Leider wurden es dann wieder mehr Straßen und Waldwege. Leider nicht für das Gesamtrennen, sondern für mein persönliches Rennen. Die Technik aus den Bergen konnte ich dann nicht mehr so ausspielen. Die Team-Kameraden von CH-Alpha Sport, respektive androgon, hatten jetzt aufgeschlossen.

Ergebnisse:
Als wir alle im Schloss einliefen, konnten wir uns über ein tolles Ergebnis freuen: Zu dritt unter den besten 7! Mich krönte der 4. Platz dieses Laufjahr.
Die knackigen 10-Kilometer gewann Jutta Hugenberg (Senior Management Life Science, GELITA Eberbach) nach 2014 erneut bei den Frauen.

Die Engländerin Aoife Quingly und Matthias Müller sind die Sieger des dritten GELITA Trail Marathon Heidelberg. Quingly benötigte für ihren Lauf der enorm anspruchsvollen Strecke 3:49:52 Stunden,  Matthias Müller war nach 3:14:35 Stunden im Ziel. Bei Dauerregen, Matsch und kühlen Temperaturen herrschten widrige Bedingungen. In der Staffel steigerte sich Team-androgon im Vergleich zum Vorjahr von Platz 3. auf Platz 2.  (3:07:59) Stunden

Resümee:
Lieber Veranstalter, danke für ein Trail-Feeling, wie man es sonst nur in den Alpen findet. Danke für die reichhaltige Verpflegung im Zielbereich und das Gesamtmanagement!

Es bleibt zu sagen, dass ich aufgrund der Schuhe eigentlich Erster hätte werden müssen. Die Viking Schuhe haben extremen Grip bewiesen, so dass ich volles Tempo gehen konnte. Es war sehr interessant zu bemerken, was es für einen Unterschied macht, vollstes Vertrauen in die Ausrüstung zu haben. Wär etwas passiert, es wäre ein falscher Tritt oder mein Fehler gewesen, die Schuhe haben zu jedem Moment gegriffen! Danke Viking, für ein sensationelles Produkt. Bleibt, wie Ihr seid!

sp  (Stefan Peters)  Team-androgon

Unser Sportteam wurde ausgestattet von QUIRIS Healthcare GmbH & Co. KGSealskinz und VIKING Footwear und 66 North

Wettkampfbericht 2014:

Bildquelle: androgon.com | GELITA.AG | klinikum.uni-heidelberg.de | heidelberg.de

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