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DragonheartBattle 1.0

27 November 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Dragonheart Battle 2015 (49)

Erfolgreiche Premiere des neuen Cross-Hindernis-Laufs „DragonheartBattle“

Team-androgon war mit von der Partie

Am 21.11.2015 debütierte der Cross- und Hindernislauf DragonheartBattle in Trendelburg/Wülmersen nahe Göttingen. Das Dragonheartbattle wurde von dem Veranstalter PAS – TEAM organisiert, die sich bereits durch andere Crossläufe wie das Braveheartbattle und den LimesRun einen Namen in der Szene machen konnten. Auch dieses Event sollte den anderen an Härte und Abwechslungsreichtum in nichts nachstehen.

Für die antretenden Läufer galt es 24 „Master – Chief“ Kilometer (je nach Laune des Masterchief 900 – 1200 Meter) durch die sagenumwobenen Nibelungenwälder rund um Trendelburg abzulaufen, meistens fern ab jeglicher Wege.

Start und Zielbereich war das Wasserschloss Wülmersen. Hier wurden die „edlen Ritter“, die sich der Herausforderung stellten, vor dem Lauf mit lieblichen Klängen verschiedenster Metal – und Hartrockbands angeheizt und es gab ein Angebot warmer Getränke aus den Verkaufsständen im Innenhof der Wasserschlosses, die bei 5 – 7°C Außentemperatur auch nicht fehlen durften. Nach dem der „Schwur der Dragonhearts“, einander stets zu helfen, abgelegt war, schallte der Startschuss und die erste Starterwelle stürzte sich,begleitet von grün-blauem Rauch, in den Kampf.

Der Run:
Schon nach wenigen Metern wurde klar, dass wir nicht viel von befestigten Wegen sehen würden als wir über eine unebene Wiese und eine Böschung hinauf geschickt wurden. Kurz darauf folgte das erste Hindernis, die „steinige Grube“, bestehend aus einer Kiesgrube voller Schlamm, steinigen und rutschigen Anstiegen, sowie einem Bagger unter dem es hindurch zu kriechen galt.

Nach dieser Hürde, die Schuhe bereits nass und voller kleiner Steine, ging es weiter in den Wald. Auf einem schmalen Pfad ging es zwischen den Bäumen hindurch wobei der Weg immer wieder von Ästen bzw. Baumstämmen versperrt war.

Nach ca. einem Kilometer Wegstrecke erreichten wir einen Hang, natürlich ohne Weg. Zwischen den Bäumen hindurch, über Äste und Steine ging es hinauf. Dieser lange, sehr steile Anstieg zehrte an den Kräften. Die Tatsache, dass wir, oben angekommen, noch immer einen Halbmarathon über Stock und Stein vor uns hatten, wirkte wie ein schlechter Scherz. Doch wäre ein Dragonheart natürlich kein Dragonheart wenn er sich davon hätte entmutigen lassen. So ging es also mit etwas Galgenhumor auf den Lippen weiter durch den Wald Richtung Trendelburg. Über entwurzelte Bäume und Äste, matschige Abhänge hinab und über große Haufen geschlagenen Holzes führte uns die Strecke durch die märchenhaften Wälder der Gegend. Nach ca. 10 – 11 Kilometern erreichten die 455 Teilnehmer Trendelburg, wo die ersten unnatürlichen Hindernisse warteten. Bein den Hindernissen „Kies und Sand“ sowie „Holz und Stein“ wechselten sich Klettern und Kriechen ab. Paletten und Reifen brachten die Läufer aus ihrem Laufrhythmus und minimierten weiterhin die Kräfte. Anschließend versperrte die „Strohburg“ den Weg. Die pyramidenförmig angeordneten Strohballen forderten, vor allem auch wegen den unterschiedlichen Größen der Stufen, volle Konzentration. Das Hindernis „Eisenzuber“, das direkt anschloss, bestand aus einem Anhänger voller Schlamm. Das Hindernis musste auf dem Hin– und Rückweg überquert werden und so kamen die Läufer  sich zum Teil stark in die Quere, allerdings entstand kein größerer Stau.

Nach einer kurzen Laufstrecke, in der noch etwas Zeit herausgelaufen werden konnte, erwartete die Läufer das Wasser. Es war kalt, sehr kalt, wahrscheinlich um die 6 Grad, doch fühlte es sich deutlich kälter an und die Strömung machte es noch etwas schwieriger das andere Ufer zu erreichen. Die zahlreichen Zuschauer machten die erste Diemeldurchquerung durch motivierende Rufe, von der direkt oberhalb liegenden Brücke, etwas einfacher. Trotzdem war es schwer nach dem Ausstieg gleich weiter zu laufen um nicht zu unterkühlen. Nach dieser Abkühlung wirkte der eigentlich gar nicht so lange Aufstieg zur Burg umso härter. Oben angekommen erwartete die Läufer eine Verpflegungsstation, an der es warmen Tee und Energieriegel gab, die dankend angenommen wurden. Auch medizinische Unterstützung war am Wasser sowie auf der Burg vor Ort um im Falle einer Unterkühlung gleich eingreifen zu können.

Nun ging es wieder „burgabwärts“ und ein weiteres mal auf den Fluss zu. Lange Balken lagen vom Ufer bis auf eine kleine Insel in der Diemel. Wer nicht noch einmal in das eiskalte Wasser wollte, musste sich konzentrieren um die glitschigen und wackeligen Balken zu überqueren. Doch auch wenn man es geschafft hatte, das sichere Eiland zu erreichen, hielt die Freude nicht lange an, denn wir mussten schließlich auch wieder von der Insel runter. Zum Glück war das Wasser an dieser Stelle nicht so tief und es musste nicht geschwommen werden, aber trotzdem zog die Kälte tief in die Knochen. Nun nur noch einmal durch einen kleinen Seitenzulauf des Flusses und unter einer Brücke hindurch, noch einmal über die Hindernisse „Eisenzuber“ und „Strohburg“ und die Läufer hatten der härtesten Teil des Laufes geschafft. Die Strecke führte nun wieder in Richtung Wülmersen. Der Rückweg war deutlich leichter gestaltet als der Hinweg. Dies machte sich vor allem daran fest, dass wir über deutlich mehr befestigte Wege geschickt wurden als auf dem Hinweg, was aber auch gut war, denn die Kräfte neigten sich bereits dem Ende zu. Durch kleinere und größere Abstecher querfeldein blieb es spannend und doch wurde auch noch einmal richtig hart. Bis Wülmersen mussten noch einige Höhenmeter überwunden werden und auch der Matsch, der die meisten Wege ausmachte, wurde immer mehr zum Problem, denn die Schuhe unter den Füßen wurden immer schwerer. Auf den letzten Kilometern war die Strecke auf einmal wieder bekannt. Die letzten drei Kilometer ging es auf selbem Weg zurück, den wir in den ersten 3 Kilometer bereits abgelaufen hatten. Das hieß natürlich auch, dass uns noch einmal die Kiesgrube erwartete, aber da sich auch gut abschätzen ließ, was uns noch von einem heißem Tee trennte, konnten die letzten Kraftreserven optimal eingeteilt werden. Nach einem weiteren Matschbad in der Kiesgrube erreichten die Läufer schließlich wieder das Wasserschloss mit jubelnden Zuschauern.

Ergebnisse:

Dr. Felix Grelak aus Essen hat die ca. 24 km lange und sehr anspruchsvolle Strecke durch den Märchenwald bei Kassel mit etlichen natürlichen und künstlichen Hindernissen in nur 1:58:45 bewältigt. Die schnellste Frau, Bianca Kornmann aus Gießen, kam mit einer Zeit von 2:38:39 im malerischen Wasserschloss Wülmersen ins Ziel . Weitere Informationen unter Ergebnisse.

Fazit:
Nach einem heißen Tee und einem Stück Kuchen konnte man sich auf eine heiße Dusche freuen. Die schmerzenden Glieder wichen nach einigen Stunden dem Stolz über die erbrachte Höchstleistung. Und das zu Recht!
Die Medaille und den Titel „Dragonheart“ hat sich jeder Finisher auf jeden Fall verdient.

Der DragonheartBattle ist ein sehr gelungenes neues Event! Team androgon wird auch im nächsten Jahr wieder mit von der Partie sein.

Hiermit möchten wir uns auch noch einmal beim Veranstalter für die fruchtbare Zusammenarbeit bedanken und wünschen dem PAS-TEAM, den Erfindern des BraveheartBattle, weiter viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe des „Dragonheart“ sowie bei ihren nächsten Veranstaltungen in 2016!

Weitere Informationen unter: DragonheartBattle

Der nächste PAS-TEAM Extremhindernislauf, der BraveheartBattle, findet am 12. März 2016 statt!   

Team-androgon powered  by Sealskinz
Team-androgon powered  by Viking

(sm)

 

Über die PAS-TEAM Ltd.
Der Name PAS-TEAM leitet sich von den Begriffen POWER, ACTION und SURVIVAL ab. POWER steht für den Willen, die Kraft und die methodischen Fähigkeiten des Trainerteams, die Ausbildungsinhalte zu vermitteln. ACTION steht für die Inhalte der Trainings, die die Teilnehmer nicht nur an ihre Grenzen, sondern über diese hinaus führen. SURVIVAL steht für das Überleben in und mit der Natur und das Reduzieren der Ausrüstung auf das Wesentliche. Das Angebot des PAS-TEAM umfasst Sicherheitstrainings als Vorbereitung für den Aufenthalt in Krisengebieten, Outdoor Trainings für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Team Trainings, die je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden. Zudem veranstaltet die PAS-TEAM Ltd. die Extrem-Läufe BraveheartBattle und LimesRun. Website: www.pas-team.de

Quelle und Bildquelle: androgon.com; SportOnline, Matthias Meyer, Jürgen Wulfert.

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