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Leben in der Unsichtbarkeit

7 Januar 2015 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Leben in der Unsichtbarkeit – Ein Haus in Wales

Am Anfang war ein ehemaliger Beobachtungsposten des Militär. Der Labour Party Abgeordnete Bob Marshall-Andrews beauftragte das Architekturbüro Futursystems ein Haus zu planen. Ein Haus, das vor allem dem Ausblick gerecht wird und zudem schöne Innenräume bietet. Wären doch viele Bauherren so aufgeschlossen. Der Genius loci verlangte nach einer außergewöhnlichen, aber dennoch einfachen Lösung. Man beschloss, einen Ort zu schaffen, der sich anmutig in die Natur einbindet. Die Entwürfe lehnten sich an die Idee des alten Beobachtungspostens an. Es entwickelte sich ein Baukörper, der durch Begrünung und intelligenter Gestaltung kaum mehr zu sehen ist, ähnlich einem Bunker. Einzig der Zugang und die zur Seeseite eingesetzte elliptische Glasfassade gibt einen Hinweis auf das Haus. Die örtlichen Planungsbehörden waren so außerordentlich beeindruckt und gaben dem Projekt ihre volle Zustimmung – leider selten in Deutschland.

Dieses bescheidene Haus setzt zudem Maßstäbe für den Wohnhausbau. Es zeigt, wie umweltgerechte Häuser innovativ gestaltet sein können, bietet Alternativen zu den konventionellen Baumethoden. Aspekte wie Serienproduktion, Vorfertigung und Idee verursachen nicht unbedingt Mehrkosten. Sie sind vergleichbar mit einem Haus konventioneller Bauplanung.

(sb)

Daten:
Gebäudebreite: 24.0 m
Gebäudetiefe: 8.4 m
Gebäudehöhe: 3.10 m
Mischbauweise, Beton, Ziegelstein, Sperrholzdach

 

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