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Mud Fun Run 2016

11 Mai 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

20160430_150130Mud Fun Run in der Landeshauptstadt Kiel

Team-androgon war dabei!

Am 30.04. fiel um 13:45 Uhr der Startschuss für den 10km Mud Fun Run auf dem Nordmark-Sportfeld in Kiel. Zur Auswahl standen auch ein 5km Lauf sowie ein 20km Lauf auf der 2,5km langen Bahn, die fast ausschließlich über eine Wiese verlief und gespickt war mit Hindernissen. Weiterhin wurde auch ein „Rookie Run“ angeboten. Hier liefen alle Kinder bis 14 Jahre mit und konnten zwischen ein oder zwei Runden wählen.

Vor dem Run | Streckenbesichtigung:
Bei der Begehung der Strecke im Vorfeld war es auf Grund der kleinen Runden gut möglich viele der Hindernisse genau zu betrachten. Im Allgemeinen kann man sagen, dass der „Mud Fun Run Kiel“ sein Konzept, den Spaß in der Vordergrund zu stellen, klar umgesetzt hat. Im Gegensatz zu anderen Läufen fanden sich hier keine gefährlichen Hindernisse, keine riesigen Holzpyramiden oder Stromshocks. Trotzdem wäre es ein Fehler, zu glauben, dass für ambitionierte Läufer die Hindernisbahn zu leicht wäre. Während Anfänger sich an den Hindernissen gut verausgaben können, aber auch nicht überfordert werden, konnten die erfahreneren Läufer ordentlich Gas geben, was den Lauf genauso anstrengend machte wie andere.

Der Run:
Da alle Runden ausschließlich über eine nasse und rutschige Wiese verliefen, war schnelles Laufen deutlich anstrengender als erwartet. Eines der ersten Hindernisse kurz nach dem Start war ein Kriechhindernis, das eine Böschung hinauf führte. Mit jeder Runde wurde es hier matschiger. Ein Schritt vorwärts, zwei zurück war die Devise, die mächtig Kraft raubte. Direkt im Anschluss folgten Schuttcontainer gefüllt mit Matsch. Mit Schuhen voller kleiner Steine und Wasser ging es weiter in Richtung einer Rutsche, die die vorher erwähnte Böschung wieder hinab führte. Eine Schaumkanone machte das Ganze zu einer sehr seifigen Angelegenheit. Es war zu empfehlen, Augen und Mund geschlossen zu lassen, denn, wie ich selber in der ersten Runde merkte, schmeckte der Schaum nicht allzu gut. Nun ging es nass, voller Matsch und mit brennenden Augen zu einem Zaun, über den eine Leiter aus Holzbalken führte, die es zu überklettern galt. Etwas schwieriger wurde es dadurch, dass der Erbauer dieser Leiter noch nie etwas von einer Wasserwaage gehört hatte und alle Sprossen schräg montiert waren.

Ein großer Erdhügel im Anschluss zog noch ein wenig mehr Energie aus uns heraus (um sich eine etwas bessere Vorstellung von der Strecke machen zu können muss man im Kopf behalten dass auf lediglich 2,5km 14 Hindernisse zu überwinden waren. Im Schnitt bedeutete das also ein Hindernis alle 180m). Weitere Schuttcontainer folgten. Hier ging es allerdings nicht durch Matsch. An den mit Wasser gefüllten Containern waren Holzlatten in Brusthöhe angebracht, unter denen die Läufer hindurch mussten. Weiter ging es über die Wiese in Richtung einer Wand, auf der einen Seite leicht schräg auf der anderen senkrecht. Die schräge Seite ging es hinauf, um anschließend hinab, auf die nach kürzester Zeit matschige Wiese, zu springen. Im hinteren Teil der Runde folgten diverse abwechslungsreiche Hindernisse dicht hintereinander. Kleinere Gräben, Holzstämme und ein kleiner Teich galt es zu überwinden. Ganz am Ende wurden alle noch einmal durch anspruchsvollere Hindernisse herausgefordert. Es ging durch Traktorenreifen hindurch, über ca. 3m hohe Holzwände und durch ein weiteres Wasserbecken, welches allerdings kriechend durchquert werden musste, denn ein Bauzaun gab nur einige Zentimeter Platz zur Wasseroberfläche. Ein weiteres Kriechhindernis, diesmal tiefer und durch Sand, wurde sehr schön mit einer Rauchmaschine in Szene gesetzt und gab den zahlreichen Zuschauern die Möglichkeit, schöne Fotos zu machen. Zum Schluss holte ein „Jump and crawl“ – Hindernis die letzten Reserven aus den Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Nach der Überquerung der 5m hohen Kletterwand ging es ins Ziel, bzw. in die nächste Runde.

 

Nebenschauplätze:
Auch das Angebot um den Lauf herum war zahlreich und gut. In einem großen Zelt fanden alle Läufer sowie Zuschauer einen Sitzplatz. Neben den klassischen Wurstbuden gab es auch Nudeln oder belegte Brötchen.

Resümee:
Auch wenn sich das Aprilwetter noch einmal voll austobte, machte der Lauf großen Spaß. Auf der nassen Wiese hatte jeder Athlet, völlig egal auf welchem sportlichen Niveau, die Möglichkeit seine Grenzen auszuloten. Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass bei diesem Lauf noch wirklich der Spaß am Laufen im Vordergrund steht. Es geht nicht darum, die Hindernisbahn einer Spezialeinheit zu bewältigen. Es gibt nicht den Ehrgeiz, den härtesten Lauf Deutschlands auf die Beine zu stellen. Der „Mud Fun Run Kiel“ setzt genau das um, was in seinem Namen steht: Matsch und Spaß sind das Wichtigste. Jeder, der an sportliche Limits gehen möchte, hat alle Möglichkeiten, aber Sportler, die mit Hindernisläufen bisher noch nichts zu tun hatten, können ihren Spaß an der Sache entdecken.

Alles in allem ein rundum gelungener Event. Es hat großen Spaß gemacht, die Strecke zu laufen und auch von der Organisation her hat alles bestens geklappt. Wünschenswert wäre es natürlich, wenn der Veranstalter das nächste Mal strahlenden Sonnenschein bestellt, doch auch ohne wird androgon.com mit Sicherheit nicht das letzte Mal dabei gewesen sein! Wir freuen uns auf nächstes Jahr beim „Mud Fun Run“ in Kiel.

Team-androgon sagt Danke!

(sm)

 

Hiermit möchte sich androgon.com noch einmal ganz herzlich für die fruchtbare Zusammenarbeit bedanken und wünschen dem Mud Fun Run Team und dem Eventbüro Kiel weiter viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe in 2017.

Ein tolle Laufveranstaltung!

 

Hier sind alle Ergebnisse zu finden und
weitere Informationen zum Mud Fun Run Kiel

 

Filmmitschnitt:


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Fotoquelle: androgon.com

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