Home » Extremhindernislauf, sport, Vorschau

Harzer Keiler Run 2016

23 Juni 2016 Keine Kommentare PDF Drucken Drucken

Harzer Keiler Run 2016_39Harzer Keiler Run  – „hart, härter, am härtesten“

Am 12.06.2016 herrschte in dem kleinen Dorf Hörden am Harz der Ausnahmezustand. Weit über 1000 Läuferinnen und Läufer kamen in das Örtchen, um sich einer ultimativen Herausforderung zu stellen. Neben dem Hauptlauf, bestehend aus 2 Runden je 12,5km – genannt Keiler Fährte, konnte man auch die Frischlings Fährte, in der man nur eine Runde absolvieren musste, wählen.

Neben einigen Höhenmetern erwarteten die Läufer diverse, oft natürliche Hindernisse. Über 700 Athleten wagten sich an die Keiler Fährte, nahezu genauso viele an die Frischlings Fährte. Der Startschuss fiel um 10:30 Uhr. 4 Stunden hatten alle Läufer maximal Zeit um die 25km zu bezwingen.

 

Streckenführung
Die Strecke führte anfangs über Wiesen und Baumstämme, kleine Abhänge hinauf, über eine Rutsche wieder hinunter. In einem trockenen Flussbett musste sich sogar abgeseilt werden. Das erste große Hindernis stellte eine leicht schräge und sehr hohe Holzwand dar. Diese war ohne Hilfe nur unter großem Kraftaufwand zu überwinden.

Direkt im Anschluss führte die Strecke in eine Kiesgrube. Hier mussten keine Hindernisse errichtet werden, die natürlichen Gegebenheiten machten es schwer genug, diesen Teil des Laufes zu überwinden. Mehrfach ging es über Sand- und Geröllhaufen sowie in Gräben hinein; ohne der Hilfe von Seilen kam man hier nicht wieder heraus. Der Veranstalter ließ es sich dennoch nicht nehmen, zumindest ein eigenes Hindernis an dieser Stelle zu errichten. Bevor es einen finalen Anstieg hinaus aus der Kiesgrube hinauf ging, mussten alle Läufer durch eine Schlammpfütze. In dieser galt es zwei Balken zu untertauchen, deren Zwischenraum mit einem Tarnnetz verbunden war. Es kostete einiges an Überwindung, durch diesen Morast zu tauchen. Der Schlamm lief in jede Pore des Körpers und verschonte auch die Augen nicht.

Nachdem der Schlamm halbwegs von den Augen entfernt war, ging es den besagten Anstieg hinaus aus der Kiesgrube. Die Vorfreude, dies in der zweiten Runde alles zu wiederholen, war unermesslich :-).

 

hart, härter, am härtesten
Nach einem kurzen Stück des Laufens folgte das nächste natürliche Hindernis in Form eines sehr Steilen und langen Anstiegs, zum Teil auch noch so matschig, dass man nur schwer Halt finden konnte. Das erste Stück liefen noch einige, bis auch diese erkannten, dass sie hier keine Zeit gewinnen konnten. Möglichst schnell, aber ohne unnötig Kraft zu verschenken, ging es den Berg hinauf, kurz darauf auch gleich wieder runter. Nach einer kurzen Laufstrecke folgte ein kurzes Stück, auf dem jeder Athlet ein Holzstück tragen musste.

Die Strecke führte auf einer Wiese hinauf und hinab. Die Beine brannten schon hier und der Dreck machte das Bewegen nicht angenehmer. Auf einem Pfad entlang einer Böschung, welcher so schmal war das grade zwei Füße Platz hatten, ging es weiter durch den Wald. Wer nicht voll bei der Sache war, konnte schnell abrutschen und fallen. Doch kurz darauf verlief die Strecke hinaus aus dem Wald auf eine Straße. Ein Anhänger voll mit Baumstämmen musste überklettert werden.

Anschließend führte die Straße hinab in ein Dorf, in dem das nächste Hindernis wartete. Ein großer Haufen aus Strohballen versperrte den Weg. Auch hier hingen Seile, ohne die es schwer geworden wäre hinauf zu kommen. Kurz darauf führte eine lange Treppe hinauf zu einem Schloss, welches den Wendepunkt der Strecke darstellte.
Nach einer kleinen Runde durch den Schlosshof ging es auch schon wieder in den Wald. Der nun folgende Streckenabschnitt war vom Laufen geprägt. Nur einige kleinere Hindernisse aus Baumstämmen versperrten den Weg.

Grade in der zweiten Runde waren hier die Beine bereits sehr schwer und durch die Nässe krampften schnell die Muskeln. Doch ein Ende war noch nicht in Sicht. Es ging noch einmal richtig ins Wasser. Die Strecke machte eine U – förmige Kurve und lief dabei durch 2 Wassergräben. Der Boden unter Wasser war voller Löcher und natürlich nicht zu sehen, plötzlich stand man bis zur Brust im Wasser, dann wieder nur bis zu den Knien. Ein kleiner Sprung aus etwa 2 Meter Höhe brachte etwas Adrenalin ins Spiel.
Der zweite Graben konnte nur auf dem Rücken durchschwommen werden, da kurz über dem Wasser Bauzäune sehr wenig Platz ließen. Auf diese Weise kühlte der Körper stark herunter, sodass eine Gehpause nach diesem Hindernis schnell zur Unterkühlung führen konnte und zum Weiterlaufen zwang.

In der ersten Runde noch kein Problem, in der zweiten jedoch ein Wiederspruch zu den, nach dem kalten Wasser, noch stärker krampfenden Waden. Der Start – und Zielbereich war jedoch nicht mehr weit weg. Über einige hinter einander aufgestellte Holzwände, von denen die letzte besonders hoch und schwer zu überwinden war, ging es zügig auf den finalen Teil der ersten Runde bzw. des Laufes. Eine hohe gerüstartige Holzkonstruktion musste überklettert werden; anschließend führte der Weg durch einen Fluss und über große Steine und Holzstämme wieder hinaus.

Nun folgte Hindernis auf Hindernis. Es ging durch Löcher in Holzwänden, über eine Holzpyramide und einen kleinen Schuppen. Und ja, kurz vor dem Ziel wurde es noch einmal nass: wie bei dem langen Wasserhindernis musste auf dem Rücken ein Wasserbecken durchschwommen werden, nicht ganz so lang, aber dennoch schön kalt. Als letztes gab es noch ein Holzgerüst, welches aber schnell abgearbeitet wurde, da das Ziel bereits in Sicht war. Nach der ersten Runde folge allerdings nun das Ganze noch einmal.

 

Fazit
Mit dem Motto „hart, härter, am härtesten“ reiht sich der Harzer Keiler Run in die großen Hindernisläufe Deutschlands ein, wie dem „Braveheartbattle“, dem „Dragonheartbattle“ oder dem „Getting Tough Race“. Jeder, der seine Grenzen sucht, wird sie auf der 25 Kilometer langen Strecke ohne Probleme finden, wer es etwas ruhiger angehen möchte wird mit nur einer Runde absolut zufrieden sein.
Einsteiger sollten sich definitiv sehr gut vorbereiten, denn geschenkt gibt es hier nichts. Jedoch werden auch erfahrene Läufer von den vielen natürlichen Hindernissen herausgefordert, denn auch mit ausgereifter Technik geht schnell sehr viel Kraft in dem Matsch und den Steigungen der Wälder des Harzes verloren.

Team-androgon wird im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder mit von der Partie sein!

Alles in allem ein rundum gelungener Event – es hat uns wieder sehr großen Spaß gemacht! Die Strecke sowie Organisation waren wie immer top. Wir freuen uns schon auf 2017.

Team-androgon sagt Danke!

(sm)

 

Hiermit möchte sich androgon.com noch einmal ganz herzlich für die fruchtbare Zusammenarbeit bedanken und wünschen dem Harzer Keiler Team weiter viel Erfolg bei der nächsten Ausgabe in 2017.
Ein tolle Laufveranstaltung! Weitere Informationen: www.harzerkeilerrun.de

 

Unser Bericht aus 2014: androgon-Bericht 2014:

 

Team-androgon powered  by Sealskinz und VIKING Footwear

Bildquelle: Team-androgon (SM)

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (3 votes, average: 5,00 out of 5)
Loading...