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Mudiator Hockenheimring 2016

mudiator_androgon_007 [1] 2 x 1. Platz beim Rothaus-Mudiator auf dem Hockenheimring

Am Sonntag, den 04.09.2016 fand auf dem Hockenheimring ein Spektakel der anderen Art statt. An diesem Tag räumten die hochgezüchteten Boliden, die hier sonst den Asphalt unsicher machen, den Platz für zweibeinige Kraftprotze auf der Suche nach ihren Grenzen.

Team-androgon war mit 2 Kernteams und einem Anfänger -Team  am Start!

Zu überwinden gab es eine 8km-Runde die kreuz und quer über den Hockenheimring verlief und welche wahlweise ein oder gleich zwei Mal abgelaufen werden musste. Team-androgon Bundeswehr, bestehend aus Reservisten der Bundeswehr, ging beim 8km Lauf an den Start. Team-androgon 1 nahm die 16km Strecke in Angriff.

Der Start:
Um 12 Uhr startete der „Elite Block“ als erstes Starterfeld, um den besseren Läufern die Möglichkeit auf einen Lauf ohne Wartezeiten an Hindernissen zu ermöglichen. Passenderweise waren Start und Ziel auf der Zielgeraden des Hockenheimringes platziert, die Boxen neben der Strecke dienten später als Zielbereich. Anfangs liefen alle 6 androgon-Sportler noch zusammen, doch relativ schnell zog sich das Feld auseinander. Team-Bundeswehr hatte sich als Ziel gesetzt, die 8km zusammen zu meistern und zusammen im Ziel anzukommnen, während im androgon-Team1 jeder sein eigenes Tempo lief.

Burpees, Liegestütze, Kniebeugen:
Nach dem Start ging es ohne Umschweife zur Sache. Die Strecke führte uns auf die Zuschauertribünen an der Zielgeraden, wo es einige Treppen hinaufging. Hier ahnte noch keiner, wie viele weitere noch folgen sollten. Weiter ging es durch eine Unterführung, die mit Schaum gefüllt war, zu einem Hindernis an dem das erste Mal die Kraft der Arme gefraft war. An Bändern waren Ringe befestigt, an denen man sich einige Meter entlang hangeln musste. Wer es nicht schaffte (das galt für jedes Hindernis), musste eine Strafe absolvieren. Diese bestand je nach Laune des Streckenpostens aus Burpees, Liegestütz oder Kniebeugen. Nach einem sich direkt anschließendem kurzen Kriechhindernis offenbarte sich gleich die nächste Herausforderung. Ein sehr schwerer, dank nichtentfernter Felge, LKW-Reifen musste über eine schier endlose Runde bewegt werden – egal ob tragen oder flippen, nur rollen war verboten. Das allgemein hohe Niveau des Laufes wurde jedem hier sehr verdeutlicht. Kaum war der erste Kilometer geschafft, brannten bereits diverse Muskeln, doch davon ließ sich niemand aufhalten!

 

Zuschauertribüne:
Nur kurz ging es über die Rennstrecke und sofort wieder Richtung Zuschauertribüne. Von weitem sah man bereits, dass uns oben zwar eine schöne Aussicht erwarten würde, doch die Freude hielt sich in Grenzen, denn man sah auch die Baumstämme, die wir in einer ausgiebigen Runde über die Tribünen tragen sollten. Jetzt mag man wohl kaum glauben, dass das Ganze immer noch eher zum Aufwärmprogramm gehörte. Über einige Reifen, Streckenabsperrungen und durch den Kies neben der Strecke ging es weiter. Nach einem klassischem „Ropeclimb“ erwartete die Läufer eine Mutprobe, bestehend aus einem Sprung in ein Luftkissen hinab von einem Container. Durch den Ehrgeiz, eine gute Ergebniszeit abzuliefern, ließ sich auch hier keiner aufhalten; ohne Umschweife ging es weiter. Eine kurze Kletterpartie und ein paar Treppen führte die Strecke auf den Asphalt zurück.

Puls herunter bringen:
Nach kurzer Laufstrecke tauchte ein langer Balancierbalken hinter einer Kurve auf. Schnell den Puls etwas herunter bringen und langsam hinüberlaufen. Burpees würden nur zusätzlich Zeit und Kraft kosten. Nur wenige Schritte weiter ragten einige Eskalierwände (3 Meter hohe Holzwände) in den Himmel. Jede war etwas höher als die vorherige. Die Stützen dienten manchen hier als halblegale Hilfe, welche von der Ordnern nicht moniert wurde und viel Kraft sparte! Die brauchten wir nun dringend. Der für uns härteste Teil der Runde lag vor uns. Die höchste der Zuschauertribünen erhob sich vor uns. Die Mercedes Tribüne mit 6521 Sitzplätzen, mit insgesamt 4 Treppenhäuser sowie diverse Treppen auf der Tribüne selbst war in die Streckenführung eingebaut. Um das Ganze noch zu erschweren, bekamen wir am Anfang einen 17,5kg schweren Betonklotz, der sonst als Fuß für Bauzäune dient. Dieser musste die gesamte Strecke transportiert werden. Schon nach dem ersten Treppenhaus brannten die Beine wie selten zu vor. Egal, wie man diese massiven Klotz auf dem Rücken ablagerte, angenehmes Tragen war unmöglich. Nach Treppenhaus Nr. 2 schmerzten dann auch die Schultern. Jeder, der noch eine zweite Runde vor sich hatte, musste nun gekonnt gegen die schnell absackende Motivation und Moral ankämpfen. Denn all das musste ja von den 16km-Athleten ein zweites Mal überwunden werden.

 

Sterne-Menü:
Die Banane an der anschließenden Verpflegungsstation schmeckte jetzt besser als jedes Sterne-Menü! Auf den letzten Kilometern der Runde erwartete die Athleten noch so einiges. Es ging hohe Container hinauf und wieder herunter, durch Schlamm und über hohe Holzwände, welche nur mit einem Seil ohne Knoten zu erklimmen waren. Schuttcontainer voller Wasser und Matsch versperrten den Weg. Die Böschungen neben der Strecke wurden einige Male überquert und beim Hangeln von Seil zu Seil warteten auf die meisten noch Burpees. Auch hatten wir noch nicht genug getragen und so mussten zwei Forme1-Wagen Reifen um einige Pylonen getragen werden. Fairerweise diesmal ohne die Felge. Kurz vor Ende der Runde ging es noch über übereinandergestellte Container, die mit Netz überspannt waren sowie über eine riesige Wasser-Rutsche die schon für dann Kids-Run verwendet wurde.

Fazit:
Der Rothhaus-Mudiator am Hockenheimring war zusammenfassend ein absolut gelungener Event! Das Niveau war hoch gesteckt, doch auch weniger sportliche Läufer konnten sich auf der 8km Strecke beweisen. Auf den 16km trennte sich die Spreu vom Weizen, hier war nicht nur Sportlichkeit gefragt, sondern auch im hohen Maße Disziplin und Kampfgeist. Für Team-androgon-Bundeswehr sowie für Team-androgon 1 war der Tag überaus erfolgreich! Die Läufer aus Team Bundeswehr, welche gerade erst von der Weltmeisterschaft im Militärischen Fünfkampf aus Madrid zurückgekehrt waren, konnten in der Teamwertung den 1. Platz erreichen. Auch in der Einzelplatzierung über die 8km Strecke platzierte sich das Team sehr gut auf einem gemeinsamen 4. Platz (zeitgleich)! Bei Team-androgon 1 kämpfte sich Bernadt K. auf der 16km Strecke auf einen überragenden 5. Platz vor. Mit Platz 27 und 40 seiner Teamkollegen reichte es auch hier für Platz 1 in der Teamwertung über die harte Langdistanz!

Es war abschließend eine super Veranstaltung!  Team-androgon freut sich schon auf den Abschlusslauf 2016 in Rothaus am Schluchsee im Hochschwarzwald [28]. Unser Dank geht auch ans CDS-Team für die super Umsetzung und die tolle Zusammenarbeit. Bedanken möchten wir uns auch beim Karrierecenter der Bundeswehr [29], die uns vor und nach dem Wettkampf mit Getränken versorgten und dem Team-androgon einen Ort zum Unterziehen boten.

 

Alle Ergebnisse [30] und weitere Informationen [31]

Weitere Mudiator-Wettkampfberichte:
http://www.androgon.com/36710/sport/extremsport/mudiator-finale-2015 [32]

Team-androgon powered  by Sealskinz [33] und VIKING Footwear [34]

 

Der androgon.com Livemitschnitt des Mudiator 2016 am Hockenheimring:

Quelle und Bildquelle: androgon.com